STUTTGART Süd- und mitteldeutsche ISTOM Heue folge der Bauzeifung für Württemberg, Baden, f\e; CIsaB-üothringen. Gegründet als Württembergisdie Bauzeitung im fahre 1904. Inhalt: Wettbewerb; Wasserturm im Gewand Forst. — Baukunstkammer für Württem ­ berg. — Aborte und Küchen hinter Loggien. — „Wie baut man für’s halbe Geld“? — Landesversammlung des Bauwerkmeistervereins. — Erlaß des Ministeriums des Innern. — Verschiedenes, — Württembergischer Baubeamtenverein. — Wettbewerb. Wettbewerb[:|Wasserturm im Gewand Forst. Im März 1918 hat Stuttgart die in seinen Mauern ge ­ borenen oder die unmittelbar vor oder während des Krie ­ ges daselbst ansässig gewesenen Architekten und In ­ genieure zu dem obigen Wettbewerb eingeladen. Wir geben das dafür aufgestellte Bauprogramm hier wörtlich wieder; 1. Bauplatz. Der Wasserturm soll auf den städtischen Parzellen Nr. 7560 und 7564. im Gewand Forst erstellt und nur für Zwecke derWasserversorgung ausgebildet werden. Eine Mitbenützung für andere Zwecke, z. B. als öffent ­ licher Aussichtsturm, kommt nicht in Frage. Der Turm er ­ hält seinen Zugang von Strasse XX aus. Von dort her kommen auch die Leitungen. Das Reservoir auf Parzelle SiüftdpijnKt; ^ Herderslrossebei derRoteiwoH.drasse S 7564 einschließlich der eingezeichneten Vergrößerungen! muß bestehen bleiben. Die übrige Fläche dieser Parzelle,' sowie der angrenzende 1 Meter breite Zugangsweg zu Parzelle 7559 stehen als Baufläche zur Verfügung. 2. Konstruktion. Material und Formgebung werden freigestellt. 3. Hauptabmessungen des Wasserturms: Nutzbarer Behälterinhalt 500 Kubikmeter Sohlenhöhe des Behälters 440.00 über N. N. Die Höhe des Uebereichs bleibt frei ­ gestellt. Die 250 Millimeter weite Wasserzuleitung, zu ­ gleich Entnahmeleitung, und die 150 Millimeter weite Uebereichleitung, die zugleich als Orundablaß dient, sind generell anzugeben. Diese Leitungen sollen möglichst in Turmmitte hochgeführt werden. 4. Bauvorschriften: Für die gedachte Bebauung in der unmittelbaren Umgebung des Turmes (Höhe, Stock ­ werkszahl, Stellung der Gebäude, offene Gruppen-, Reihen ­ hausbebauung) sind zeichnerisch generelle Vorschläge zu machen. Nach dem zu Recht bestehenden Stadtbauplan und der neuen Ortsbausatzung sind die benachbarten Bau ­ blöcke teils in das Wohnhausviertel mit offener Bauweise, teils in das Landhausviertel eingereiht (siehe Lageplan 1 : 1000). Beim Wohnhausviertel sind zulässig entweder 2 Stock und 5 Meter Abstand, oder 3 Stock und 7 Meter Abstand. Beim Landhaus viertel sind bei den Baublöcken an der Gustav-Siegle-Straße 10 Meter und bei denen an der Gauß ­ straße 7 Meter Abstand vorgeschrieben. Für die Länge der Gebäudegruppen usw. gilt § 45 der neuen Ortsbau ­ satzung. Derselbe hat in den in Betracht kommenden Ab ­ schnitten folgenden Wortlaut: a) Gebäude oder Oebäudegruppen bis zu 25 Meter Länge werden für die Berechnung der Abstandsmasse als Standpunkt: Hasenbergsteige bei der Rötestafjel