48 BAUZEITUNG Nr. 16/17 b) von den §§ 4—10 der Min.Verf. über Feuerungs- einrichlungen vom 22. Januar 1911 (Reg.Bl. S. 7) über Zimmeröfen, Kochöfen und Kochherde. Diese Befreiungen werden von einer Besporte- lung nach Nr. 9 Ziff. 4 und 5 des allgemeinen Sportel ­ gesetzes freigelassen. Im übrigen wird auf den Erlaß des Ministeriums des Innern an die Baupolizeibehörden, betr. Kleinhaussied ­ lungen vom 18. Januar 1918 HB. Nr 1 (Amtsbl. S. 17 Bauztg. Nr, 7/10 u. 11/13 1918.) und auf die Verfügung des Arbeitsministeriums über Kamine in Kleinhäusern vom 12. Dez. 1918 (Bauztg. Nr. 1/2 1919) hingewiesen. Die Hauptversammlungen der Zentralverbände des Baugewerbes finden am 5. und 6. Mai d. J. in Eisenach statt. Der Deutsche Arbeitgeberbund für das Bauge ­ werbe wird auf Grund folgender Tagesordnung ver ­ handeln : 1. Bericht über die Tätigkeit des Bundesvorstandes und die Entwicklung des Bundes im Jahre 1918. 2. Bericht über die zentralen Verhandlungen im März 1919 betr. die Erneuerung des Reichstarifvertrags für das Baugewerbe. 3. Berichte der Bezirksverbandsvorsitzenden über die bezirklichen und örtlichen Tarifverhandlungen. 4. Aussprache und BeschlußfassungzurTariferneuerung. 5. Tarifliche Regelung im Tiefbaugewerbe, Tarifgemein ­ schaft zwischen Arbeitgeberbund für das Bauge ­ werbe und Reichsverband des Tiefbaugewerbes. 6. Wahlen für Vorstand, Geschäftsführenden Ausschuß und Rechnungsprüfungs-Ausschuß. 7. Abnahme der Jahresrechnung und Entlastung. 8. Genehmigung des Voranschlages für 1919 und ver ­ schiedener Anträge betr. Kassenverwaltung. 9. Anträge (soweit sie nicht bei den vorhergehenden Punkten Erledigung finden). 10. Bestimmung des Orts der nächsten Hauptversammlung. 11. Verschiedenes. Die Tagesordnung des Deutschen Wirtschafts ­ bundes für das Baugewerbe lautet: 1. Bericht über die Tätigkeit der Bundesorgane und die Entwicklung des Bundes im Jahre 1918. 2. Preisschutzorganisation. 3. Materialien- und Gerätefragen: a) Vergünstigungsvertrag über Zementlieferung aus dem Kleinhandel b) Geräte- und Materialbeschaffung durch den Wirtschaftsbund in der Uebergangswirtschaft. 4. Wahlen für den Vorstand, Verwaltungsauschuß und Rechnungsprüfungsausschuß. 5. Organisationsangelegenheiten. 6. Abnahme der Jahresrechnung. Entlastung. 7. Genehmigung des Voranschlages für 1919. 8. Anträge (soweit sie nicht bei den vorhergehenden Punkten Erledigung finden). 9. Bestimmung des Ortes der nächsten Hauptversamm ­ lung. 10. Verschiedenes. Vereinsmitteilungen. Württembergischer Ingenieurverein. In der letz ­ ten Versammlung berichtete zunächst Hr. Ingenieur Otto Graf über die im Verein gebildeten Ausschüsse, wobei er wertvolle Mitteilungen über Ersatzmaterial machte, so ­ dann Hr. Masch. Inspektor Stückle über die letzte Sitzung des Ausschußes für Normen- und Betriebsorgani ­ sation. Hierauf sprach Hr. Oberbaurat Kittel in längeren Ausführungen über „Neueres aus dem Lokomotivbau“, wobei er insbesondere die neuen württ. Güterzuglokom. Klasse K in Vergleich zog mit der in ihrer Ausführung als sog. Einheitslokomotive auch für Württemberg einge ­ führten preußischen G 12 - Lokomotive. Die K-Loko- motive ist als 7achsige Vierzylinderverbund-Heißdampf ­ maschine gebaut, hat eine Laufachse und sechs Kuppel ­ achsen, ein Reibungsgewicht von etwa 941 und einschließ ­ lich Tender ein Gesamtgewicht von 154 t. Sie ist not ­ wendig geworden, weil ein Teil der Güterzüge auf der Hauptbahn Bretten-UIm wegen zunehmender Einstellung von 20—40 Tonnenwagen für die wirtschaftliche Beför ­ derung durch die fünfachsige H-Lokomotive zu schwer geworden ist. Da außerdem mit der bereits begonnenen Einführung verstärkter Zughaken auf verhältnißmäßig schwere Güterzüge gerechnet werden muß, so wurde die K-Lokomotive nach den Angaben des Vortragenden von der Maschinenfabrik Esslingen entworfen für die Höchst ­ last von 1500 t, die auf der Steigung 1: 100 mit 20 km/St befördert werden soll. Eine K-Lokom., von denen insgesamt 50 Stück gebaut worden sind, kostete im Januar 1917 ohne Tender 214000 Mk. Die mit ihr in Vergleich gestellte 6 achsige G 12 -Lokomotive ist die größere der beiden Güterzugmaschinen, die in den letzten Jahren auf Anregung des Feldeisenbahnchefs nach einem von diesem und den deutschen Eisenbahnverwaltungen gemeinsam aufgestellten Programm als Einheitslokomotiven eingeführt und von Henschel und Sohn in Kassel durchgearbeitet worden sind. Zur Zeit sind 35 G 12-Lokom. bei der Maschinenfabrik Esslingen im Bau. Das Reibungsgewicht dieser Dreizylinderhochdruckheißdampfmaschinen beträgt 80 t, ihr Gesamtgewicht mit dem Tender 140 t. An Hand zahlreicher Lichtbilder erörterte der Redner insbesondere die gegenüber seitherigen Ausführungen bei ähnlichen Lokomotiven getroffenen neuen Anordnungen der beiden Lokomotivgattungen. Der Vortrag, der insbe ­ sondere die beim Entwurf der neuen, wichtigen Maschine maßgebend gewordene Gedanken erkennen ließ, fand lebhaften Beifall. Württembergischer Baubeamtenverein, Am Sonntag den 4. Mai d. J. vormittags 11 Uhr fin ­ det im Gesellschaftsbaus „Bauhütte”, Büchsenstr. 53,1, in Stuttgart, eine Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Rechenschaftsbericht über die Kriegsjahre 1914-1918. 2. Kassenbericht. 3. Voranschlag für das Jahr 1919. 4. Satzungsänderung und Behandlung der rechtzeitig eingelaufenen Anträge. 5. Neuwahl des Ausschusses und Vorstands. Hiezu werden hiemit unsere Vereinsmitglieder ebenso herzlich als dringend eingeladen. Württembergischer Baubeamten-Verein. Als Vereins ­ mitglied wurde angemeldet: Oberamtsbaumeister Sellmer in Schorndorf, Stadtbaumeister Willi Benz, Schw. Hall. Verein der Bauamtswerkmeister Im Finanz-De ­ partement. Die diesjährige Mitgliederversammlung findet Samstag den 3. Mai abends 5 Uhr in Stuttgart im Vereins ­ lokal der Bauhütte, I. St., statt. Sämtl. Mitglieder sind ebenso herzlich wie dringend eingeladen. Der Ausschuß. Vereinigung der mittleren technischen Beamten der Straßenbauverwaltung und des Min. des Innern. Einladung zu der am Sonntag den 4. Mai, vormittags 9 Uhr im kleinen Nebenzimmer der Stuttgarter Bierhalle, Lindenstraße 35 in Stuttgart stattfindenden Mitglieder ­ versammlung. Tagesordnung: Jahresbericht, Kassen ­ bericht, Satzungsänderungen, Beamtenausschuß und Be ­ amtenbeirat, Besprechung von Vereinsangelegenheiten u. Vornahme von Neuwahlen. Nach Beendigung der Ver ­ sammlung Teilnahme an der in der Bauhütte stattfinden ­ den Mitgliederversammlung des Baubeamtenvereins. Rege Beteiligung ist dringend erforderlich. Der Ausschuß. Verantwortlich: Karl Schüler, Stuttgart. Druck Gustav Stürner in Waiblingen.