STUTTGART Süd- und mitteldeutsche Heue Folge der Bauzeitung für Württemberg, Badenj’ffie; ElsaB-Gothringen. V® Gegründet als WürMembergisdie Bauzeilung im lahre Inhalt; Kleinwohnungen der Gemeinnützigen Kleinwohnungsbaugenossenschaft Saar ­ brücken — Ueber den Einfluß von Staub irn Betonmaterial. — Baukostenzuschüsse. Irrwege. — Rundschau. — Wettbewerbe. — Vereinsmitteilungen. — Bücher. Alle Rechte Vorbehalten Kleinwohnungen der Gemeinnützigen Kleinwohnungs - Bau - Genossenschaft Saarbrücken. Von Stadtarchitekt Leiber- Saarbrücken. Um der empfindlichen Wohnungsnot in Saarbrücken etwas zu begegnen, beabsichtigt die Gemeinnützige Klein ­ wohnungs-Baugenossenschaft Saarbrücken, die Errich ­ tung von Kleinwohnungen in die Wege zu leiten. Die Bauplatzfrage ist dahin gelöst, daß für die Bebauung nur bereits erschlossenes, also baureifes Gelände in Betracht kommt, das innerhalb des von der Bebauung ergriffenen Stadtgebietes liegt. Die zu errichtenden Häuser werden in der Haupt ­ sache von Arbeitern, Bediensteten der Straßenbahn, be ­ wohnt, die kinderreichen Familien erhalten den Vorzug. Unter diesen Voraussetzungen, insbesondere auch unter Berücksichtigung der Bauplatzkosten, kann als Bau ­ typ nur das mehrgeschossige Miethaus in Frage kommen; hierbei wird auch der Freizügigkeit der Bewohner am besten Rechnung getragen. Als Hausform ist daher grundsätzlich das dreigeschossige Sechswohnungshaus — der Typ der Mittelstadt — gewählt. A. Projekt für das Gelände neben der Turnhalle des Turnvereins von 1848. Das Gelände ist baureif und liegt in guter Verkehrs ­ lage. Der qm baureifes Gelände kommt etwa auf 20 Mk. Da der nebenanliegende Turnplatz nicht bebaut wird, so ist dieses Gelände für die Bebauung mit Kleinwohnungen, insbesondere bezüglich der Licht- und Luftverhältnisse, sehr günstig. Um den tiefen Baublock aufzuschließen und auszunützen, ist eine zurückspringende Hofbebauung — Wohnhof — projektiert, um welchen sich die Häuser gruppieren. Nach der Gersweiler Straße ist dieser Wohn ­ hof durch überbaute Durchfahrten, sowie durch ein zwei ­ geschossiges Vierfamilienhaus, an welches sich rechts und links je ein Laden angliedert, abgeschlossen. B. Projekt für das Gelände Ecke Zastrow- und Heuduckstraße. Auch dieses Gelände liegt in sehr günstiger Verkehrs ­ lage und in nächster Nähe des Straßenbahndepots. Es ist ebenfalls baureif und stellt sich der qm Bauplatz etwa auf 23 Mark. Die Aufteilung des Geländes ist in beiden Projekten so durchgeführt, daß jedes Haus mit entsprechender Hof ­ fläche für sich abgegrenzt und gegebenenfalls veräußert werden kann. Bei den Projekten sind die Haustypen I—V zugrunde ­ gelegt. Es ist wohl ohne jeden Zweifel, daß in vorliegen ­ den Fällen für großstädtische Kleinwohnungen dieser Mittelstadttypus mit seinem rechteckigen Grundriß, ohne jeden Seitenflügel, seinen verputzten Hausfronten mit ein ­ fachem Satteldach, je nachdem so und so oft aneinander gereiht, bei dem jede individuelle Ausstattung beschränkt und alles nicht Notwendige vermieden ist, das Gegebene und Billigste ist. Durch gut abgestimmte Baumassen,