78 BAUZEITUNG Nr. 27/28 Wettbewerbe. Stuttgart. Die Stadtverwaltung hat zur Unterstütz ­ ung der hiesigen Privatarchitekten verschiedene engere Wettbewerbe veranstaltet. Bei dem Wettbewerb zur Gewinnung von Plänen für ein Schulhauskomplex auf den städt. Plätzen zu beiden Seiten der Rosenbergstraße westlich der Seidenstraße kommen zu engerer Wahl für die Ausführung die Pläne von: Professor Hummel mit dem Motto: „Backstein u. Beton“ Lempp und Riethmüller Arch. mit dem Motto: „Mit 2 Pappeln“ Bloch und Guggenheimer Arch. mit dem Motto: „Friedensbau“ Professor M. Elsäßer mit dem Motto: „Neue Zeiten“ Zu einer Viehmarktbank am Schlachthausplatz in Gaisburg die Pläne von: Fritz Müller Architekt mit dem Motto: „Vorhalle“. Am 2. Juli kam auch der von der Stadtverwaltung ausgeschriebene engere Wettbewerb zur Erlangung von Verein staatl. geprüfter bad. Werkmeister Karlsruhe. Geschäftsstelle Lachnerstr. 13. Von der Baugewerkschule Karlsruhe von Kollege Frischmuth. (Fortsetzung) Die Aufnahmebedingungen hinsichtlich der Schulvorbildung sollen einstweilen beibehalten werden. Jedoch müßten die Aufnahmeprüfungen eine Verschärfung erfahren, um Ungeeignete, die nur eine Last für Lehrer und Mitschüler, sind, fernzuhalten. Man erhofft von der künf ­ tigen Entwicklung des deutschen Schulwesens, daß auch dem Staatstechnikum besser und einheitlich vorgebildeter Nachwuchs zugeführt wird. Mit Ausnahme des Archi ­ tekten- und Ingenieurvereins, des Vereins deutscher Dipl.- Ingenieure und des Vereins höherer technischer Staats ­ beamter ist man der Ansicht, daß als ungefährer Anhalt etwa die Schulvorbildung dienen dürfte, die jetzt der Ver ­ setzung nach Obersekunda entspricht. Die genannten Vereine wollen die Obersekunda nicht als Bildungsfach, sondern nur als Maßstab für die ungefähre Dauer der Vorbildung gelten lassen. Der Besitz zweijähriger Bau ­ oder Werkstattpraxis wird für die Schüler sämt ­ licher Abteilungen als unbedingt erforderlich erachtet, da Haustypen für eingebaute Häuser (Mietwohnungen). Plänen für die Volksschule an der Ecke der Kniebis- und Strombergstraße zur Erledigung. In die engere Wahl kamen die Pläne von der Firma Storz & Lang mit dem Kennwort: „S. K.“ und von Architekt F. Seezer mit dem Kennwort: „Platzwand“. Beachtet wurden ferner die Pläne von Gebr. Eckert, jun. mit dem Kennwort: „Plätzwände“, die aber wegen Abweichung vom Programm nicht in den engeren Wettbewerb aufgenommen werden konnten. Vereinsmitteilungen. Wärttcmbergischer Baubeamtcn-Verein. Am Freitag den 18. ds. Mts., abends 7 Uhr, erstattet unser Vereinsmitgl. Herr Oberamtsstraßenmstr. Vatter im Hör ­ saal des Landesgewerbe-Museums (Eingang Lindenstraße) einen Vortrag über „Wünschelrute und Pendel im Zusammenhang mit Geologie und Wasser ­ kunde“. Alle Kollegen sind hierzu freundl. eingeladen. Der Vorstand. gerade die künftige Stellung nach Schulbeendigung im technischen Erwerbsleben gute Kenntnisse der technischen Praxis erfordert. Die Ausbildungsdauer an der Schule soll für alle Abteilungen 6 Semester betragen. Das unterste Semester ist für allgemeine Bildung frei zu lassen, damit Schüler mit besserer Vorbildung es überspringen können, sofern sie ihre Vorkenntnisse durch eine Prüfung nachweisen. Wie dies auch an den übrigen technischen Mittelschulen Deutschlands üblich ist, sollte der erfolg ­ reiche, vollständige Besuch des Staatstechnikums durch ein Reifezeugnis bestätigt werden. Bis jetzt kann nur die Staatsprüfung (Werkmeisterprüfung) abgelegt werden. Das hierin erworbene Prüfungszeugnis wird außerhalb Badens nicht gewertet. Der Mangel einer Schulschlußprüfung benachteiligt deshalb die Badener im deutschen Wirtschaftsleben gegenüber den techn. Mittel ­ schülern der anderen Bundesstaaten. Die verschiedenen badischen Werkmeisterprüfungen und der badische Werk ­ meistertitel gehören abgeschafft. Der Staat soll seinen Bedarf aus den Besitzern des Reifezeugnisses des Staats ­ technikums decken. Das Reifezeugnis des Staatstechni ­ kums würde wie bei den übrigen deutschen technischen