130 BAUZEITUNG Nr. 44/45 Schulgebäude Seiden- und Rosenbergstraße. Prpf. Martin Elsässer, Stuttgart. Rundschau. Baugewerkschule Stuttgart. Die dritte Bauwerkmeister ­ prüfung haben 125 Bewerber bestanden. Stuttgart. Abhaltung einer Bauwerkmeisterprüfung im Jahre 1920. Die nächste Bauwerkmeisterprüfung: wird zu Anfang des Jahres 1920 und zwar diesmal wieder im ordentlichen Verfahren abgehalten werden. Die Meldungen sind mit den erforderlichen Belegen so frühzeitig einzu ­ reichen, daß sie spätestens bis zum 1. Dezember ds. Js. beim Ministerium, Schloßstraße 22, einkommen. Zu Gunsten von Kriegsteilnehmern greifen folgende Erleichterungen Platz: 1. Anstatt der im § 5 Abs. 1 unter Buchstabe c der Ministerialverfügung vom 26. April 1902 als Regel vorgeschriebenen 3 jährigen praktischen Vorbf reitungs- zeit kann für Kriegsteilnehmer ihrer Kriegsdienstzeit entsprechend eine 2 jährige praktische Vorbereitung als genügend angesehen werden, wofern; für die praktische Bauausführung ein Jahr verbleibt; 2. Auf diese 2 jährige praktische Vorbereitung dürfen ausnahmsweise bis zu 6 Monaten angerechnet werden: militärisch abgeleistete Beschäftigungen im Fachdienste oder Beschäftigungen in einem fachlichen Zweige des vaterländischen Hilfsdienstes, wenn ein aus ­ reichender Nachweis hierüber vorgelegt wird, je nach der Art der Beschäftigung; 3. Kriegsteilnehmer, welche die 3. Klasse der Bau ­ gewerkschule mit Erfolg besucht haben, wegen ihrer Einziehung zum Heere jedoch die Vorprüfung nicht ablegen konnten, kann die Entbindung von der Vor ­ prüfung bei der Zulassung zur Bauwerkmeisterprüfung in Aussicht gestellt werden. Das Nähere über die Abhaltung der Prüfung wird später bekannt gegeben werden. Stuttgart. Der Württ. Kunstverein veranstal ­ tet in der Zeit vom 23. November bis Ende Dezember dieses Jahres in den Räumen des Kunstgebäudes eine Weih ­ nachtsausstellung der Malerei, Graphik und Plastik. — Zur Beschickung der Ausstellung sind alle Künstler zuge ­ lassen, welche berufsmäßig selbständig tätig sind und ihren Wohnsitz in Württemberg haben. Die Einlieferung der Werke hat spätestens bis 18. November zu erfolgen. Anmeldepapiere, Bedingungen usw. sind der Geschäfts ­ stelle des Kunstvereins erhältlich. Eigenartige Abhilfe in der Wohnungsnot. Eine Magde ­ burger Schiffswerft hat sich entschlossen, Hausboote zu bauen, die in einer großen Anzahl hergestellt werden sol ­ len und deren Bauzeit nur etwa sechs Wochen dauert. Diese Hausboote enthalten je 3—4 Zimmer, Korridor, Küche, Nebengelasse. Sie sollen verhältnismäßig nicht allzu teuer werden, und es ist demnach zu erwarten, daß sich auf der Elbe mit ihren Nebenarmen ein Hausboot ­ leben entwickelt, wie es in London auf der Themse bereits seit Jahren anzutreffen ist. Vereinsmitteilungen. Verein staatl. geprüft bad. Werkmeister e. V. Karlsruhe, Oeschäftstselle Lachnerstraße 13. Am 28. September hat in Offenburg im Saale des Re ­ staurants „Zur alten Pfalz“ die 20. außerordentl. Haupt ­ versammlung stattgefunden. Um 11 Uhr vormittags er- öffnete der erste Vorsitzende, Kollege Frischmuth, die Ver ­ sammlung mit Worten der Begrüßung. Daran an ­ schließend .gab er einen Bericht über die Mitgliederbewe ­ gung, gedachte in warmen Worten zweier verstorbenen Kollegen, gab einen Ueberblick über die im Vorstand ge ­ leistete Arbeit, wobei er Worte des Dankes den Vorstands ­ mitgliedern, hauptsächlich dem Schriftführer darbrachte, streifte die Arbeit in den Kommissionen, ließ einen Tätig ­ keitsbericht des Vorstandes über das verflossene halbe Jahr folgen und gab die zukünftigen Leitsätze für die kom ­ mende Geschäftsperiode des Vereins bekannt. Alsdann macht der erste Vorsitzende Ausführungen über den der ­ zeitigen Stand der Schul-, Standes und Titelfrage. Hieran schließt sich eine lebhafte Diskussion, an welcher sich die Kollegen Dörfler, Göbelbecker, Wenner, Schucker, Ebner, Möst, Lay und Biesdorf beteiligen und bei welcher Schrift ­ führer Schucker interessante Mitteilungen über das sogen. Revolutionssemester macht und ein Antrag des Bezirks IV — eingebracht durch den 1. Obmann dieses Bezirks, Kol ­ lege Dörfler —, welcher erneut der Regierung gegenüber die Stellungnahme des Vereins in obigen Fragen zum Ausdruck bringt, einstimmig angenommen wird. Hierauf erhält das Wort der Schriftführer Kollege Schucker, welcher in längerem Referat die Organisations ­ fragen behandelt. An der daran anschließenden Diskus ­ sion nehmen die Kollegen Frischmuth, Ebner, Biesdorf, Herzog, Göbelbecker, Möst, Lay und Dörfler teil. Im Anschluß daran wird der Antrag, daß die nächste Gene ­ ralversammlung über zwei Tage ausgedehnt werden soll und die näheren Bestimmungen hierüber dem Vorstand