44 BAÜZEITUNG Nr. 16/17 Verein staatl. geprüfter badischer Werkmeister, E. V., Karlsruhe. Der Aufforderung des Vereins an seine Mit ­ glieder, sich an Entwürfen für eine neue Mitgliedskarte zu beteiligen, wurde leider bis heute recht wenig nachge ­ kommen. Bei der Geschäftsstelle ist bis jetzt nur ein ein ­ ziger aber äußerst geschickter und schöner Entwurf des Herrn Architekt Fr. Pfeiffer in Heidelberg eingegangen, wofür wir ihm auch hier unseren besten Dank aus ­ sprechen. Die den Schriftführern der einzelnen Bezirke gesandten Fragebogen bitten wir gesammelt längstens in 14 Tagen an unsere Geschäftsstelle einzusenden. Neu beigetreten sind unserem Verein folgende Herren Kollegen; Friedr. Jasper, Baumeister in Karlsruhe, Durlacherstr. 58. Josef Kinast, Architekt in Haslach (Kinzigtal). Gustav Fang, Architekt in Gengenbach, Gartenstr. 8. Fritz Mayer, Baumeister in Heidelberg, Werderstr. 42. R. Rock, Baumeister in Bretten, Promenadeweg 39. Philipp Schulz, Baumeister in Heidelberg, Schillerstr.,39. Wir heißen die Kollegen herzlich willkommen. Ferner bitten wir um die Adressen von den Kollegen: Johann Treu, früher in Pforzheim, und Karl Zweydinger, früher in Karlsruhe. Bezirk IV. ln der Mitgliederversammlung vom 13. ds. Mts. wurde beschlossen, die Bezirksversammlung am 9. oder 16. Mai in Heidelberg abzuhalten. Die Versammlung soll nachmittags stattfinden und am Vormittag soll eine Besichtigung oder ein gemeinschaftlicher Spaziergang veranstaltet werden. Einladung an jedes Mitglied erfolgt noch. Der Bezirksversammlung liegt ein Antrag vor, jeden Monat für die in Heidelberg und Umgebung woh ­ nenden Kollegen, es sind deren 34, eine Versammlung in Heidelberg zu veranstalten, um mit dem Verein in engerer Fühlung zu bleiben. Die Versammlungen in Mannheim müssen bis auf weiteres auf den zweiten Dienstag jeden Monats verlegt werden, da das Fokal, Restaurant Bieder ­ maier, Kleine Menzelstraße 6, für Donnerstag anderweitig vergeben ist. Zahlreiche Beteiligung bei der Bezirksver ­ sammlung wird erwartet. Der Schriftführer. Verein der Bauamtswerkmeister und Bauwerkmeister bei der Finanzverwaltung. Wir erfüllen hiermit die trau ­ rige Pflicht, unsere Mitglieder von dem am 10. April d. J. erfolgten Ableben unseres Kollegen W. Müller, Bau ­ amtswerkmeister beim Bezirksbauamt Ulm, in Kenntnis zu setzen. Wir werden dem Verstorbenen ein gutes An ­ denken bewahren. Der Ausschuß. Bücher. Kann ich auch jetzt noch mein Haus bauen. Von Hermann Muthesius. Richtlinien für den wirk ­ lich sparsamen Bau des bürgerlichen Einfamilienhauses unter den wirtschaftlichen Beschränkungen der Gegen ­ wart. Mit Beispielen. 170 Seiten mit 66 erläuternden Abbildungen. Preis gebd. Mk. 10.-—. München, F. Bruck ­ mann A.-G. Von dem Verfasser des bereits in mehreren Auflagen verbreiteten Buches „Wie baue ich mein Haus“ erscheint soeben ein neues Werk, welches die Frage der Möglichkeit des Bauens von kleinen bürgerlichen Häusern aufs ein ­ gehendste behandelt und die Gesichtspunkte der heute unbedingt gebotenen baulichen Einschränkungen ge ­ sondert darstellt. Die ausführliche Behandlung dieser Ge ­ sichtspunkte von berufener Seite, wie es hier geschieht, dürfte zurzeit auf diesem Gebiet durch nichts an Wichtig ­ keit übertroffen werden. Allen diesen ein praktischer Weg ­ weiser und ein Ratgeber zu sein, das ist das Bestreben des neuen Muthesius’schen Buches. Gibt es doch auf alle beim Hausbau unter den heutigen schwierigen Verhältnissen vorkomraenden Fragen in einer Anzahl von übersichtlich angeordneten Kapiteln Antwort. — Eine große Anzahl Abbildungen zeigen in Grundrissen und Ansichten prak ­ tische Beispiele von ausgeführten und zur Ausführung be ­ stimmten Bauten. Erdbüchlein. Kleines Jahrbuch der Erdkunde für 1920. Herausgegeben unter Mitarbeit von Dr. Richard Bitter ­ ling, Prof. Heinrich Fischer, T. Kellen, Ernst Wächter und Prof. Dr. K. Weule. Mit 42 Abbildungen und Kärtchen. Stuttgart, W. Franckh’sche Verlagshandlung, 1920. 80 S. oktav 3.60 Mk. — Der vorliegende erste Jahrgang ent ­ hält alle durch die bisherigen Friedensverträge eingetre ­ tenen Aenderungen, die meist durch deutliche Kärtchen erläutert sind. Außerdem, enthält das Jahrbuch Aufsätze über: Heimat und Fremde — Was wir an unseren Kolo ­ nien verloren haben— Die Lage des britischen Weltreichs und die geographischen Veränderungen innerhalb seiner Grenzen — Die Polarforschung während des Weltkrieges — und eine Reihe interessanter kleiner Mitteilungen. Wasserspeicherung und ihre Bedeutung für die Wasserkräfte Württembergs. Dr. Ing. Burkardt. (Verlag Eugen Wahl, Stuttgart; Preis Mk. 18.—.) Von der Tatsache ausgehend, daß Württemberg im Vergleich mit den Nachbarstaaten über verhältnismäßig geringe Wasserkräfte verfüge, würden als Maßnahmen für die Steigerung derselben in Betracht kommen; Die weit ­ gehendste Ausnützung der Wassermengen und des Ge ­ fälles, sodann aber die Speicherung des überschüssigen Wassers in Sammelbecken zur Umwandlung der Nacht ­ kraft in wertvolle Tageskraft entsprechend dem Bedürfnis der verarbeitenden Industrie des Landes. Der Ausgleich in großem Maßstab in Talsperren und vorhandenen Seen ist technisch jedoch nur an wenigen Stellen im Schwarz ­ wald und in den Seen Oberschwabens möglich, in groß ­ zügiger Weise ist die Aufspeicherung in Seen bei dem Projekt über die Ausnützung der Argen von Oberbaurat Gugenhan vorgesehen. Die Errichtung von Tagesaus ­ gleichbecken im Zuge des Oberkanals beschränkt sich in der Hauptsache auf die gefällsreichen Nebenflüsse und ist dort mit Rücksicht auf die weitgehnde Ausnützung und den Mangel an freien Staugefällen nur bei künftigen Wer ­ ken mit großen Gefällsstufen möglich. Die künstliche Akkumulierung in hochgelegenen Becken, wie sie bereits von Professor Thomann in Neckartenzlingen und von der Firma Voith bei Heidenheim ausgeführt ist, ist überall anwendbar. Allerorts finden sich rasch ansteigende Höhen, auf deren Oberfläche sich Sammelbecken anlegen lassen; sie hat insbesondere den Vorteil, daß sie sich leicht und unabhängig von dem Ort des Kraftwerks an be ­ stehende Anlagen angliedern und deren Leistungsfähigkeit nachträglich erheblich steigern läßt. Die Wirtschaftlich ­ keit der Speicherung gegenüber der Wärmekraftaushilfe wird schon durch den rechnerischen Nachweis erbracht, ganz abgesehen von den volkswirtschaftlichen Er ­ wägungen, wie sie gerade der Krieg in den Vordergrund gerückt hat. Größte Wirtschaftlichkeit wird jedoch erzielt durch Zusammenfassung einzelner Werke zur Erstellung einer gemeinsamen Speicheranlage. Die Angliederung der Werke ließe sich mit geringen neuen Leitungen bewerk ­ stelligen, da sich Anschlüsse an die über große Gebiete sich erstreckenden Hauptleitungen der Ueberlandwerke leicht finden lassen. Ohne Eingriffe in bestehende Rechte und Verhältnisse sieße sich mit dem geringsten Aufwand eine restlose Ausbeute und Steigerung des Ertrags der Wasserkräfte erzielen. Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma Menck & Hambrock, Altona-Hamburg, bei. Verantwortlich: Karl Schüler, Stuttgart. Druck: Gustav Stürner in Waiblingen.