60 BAUZEITUNG Nr 24.26 des Stahles zweckmäßig vorzunehmen ist. Die ganze Dar ­ bietung bedeutet eine wirksame Unterstützung der Film ­ reformbestrebungen des Vereins. — In der Versammlung am 24. Juni berichtete der Vorsitzende über den zweiten Entwurf der Satzungen für eine Technikerkammer, alle Organe des Vereins, welche sich mit der Frage der Er ­ richtung einer Technikerkammer befaßten, haben die Frage: „Erscheint die Errichtung einer Technikerkammer auf der Grundlage des übergebenen Satzungsentwurfs notwendig oder wünschenswert?“ entschieden verneint. Ferner wurde eingehend über die Ausgestaltung der Zeit ­ schrift des Vereins deutscher Ingenieure beraten. Württ. Kunstverein Stuttgart. Neu ausgestellt: Oel- gemälde von Otto Albrecht, Amlishagen, Alb. Burkart, Riedlingen, K. Fuchs, Eßlingen, Clara Herzog, Stuttgart, Emilie Ott-Veit, Göppingen, Gino Parin, München, Herrn. Reichert, Sillenbuch, Hans Sprung, Koblenz, H. W. Still ­ hammer, Stuttgart, Luise Tiersch-Patzki, Leipzig. Radie ­ rungen : 1 Mappe von Prof. Chr. Landenberger, Stuttgart, von Roland Niederbühl, Stuttgart, von Albert Schwenk, Reutlingen. Plastiken von K. Degenhardt, Karlsruhe (B.); ferner sind ausgestellt: Eingelaufene Arbeiten für das Preisausschreiben der Deutschen Verlagsanstalt Stuttgart. Bund Deutscher Architekten. In Würzburg tagte am 18. und 19. Juni die diesjährige Hauptversammlung. Im Vordergrund aller Verhandlungen stand das Bekenntnis zum deutschen Einheitsverband und fand dasselbte den einzelnen Sonderbestrebungen gegenüber einen geradezu monumentalen Ausdruck. Die österreichischen Architek ­ ten gehören dem Bunde an. Als Vorsitzender wurde ge ­ wählt der bekannte Dresdener Professor Geheimer Rat Herr Cornelius Curlitt, als dessen Stellvertreter Professor Martin Elsässer, Stuttgart, und Architekt Kröger, Han ­ nover. Vereinsmitteilungen. Württ. Baubeamten-Verein. Nach langer Krankheit, die ihn schon seit einem Jahre an der Ausübung seines Berufes hinderte, verschied am 23. Juni in Tübingen unser Mitglied Friedrich Stimm, Bauamtswerkmeister. Einem arbeitsreichen Leben, durch das sich der Verstorbene viele bleibende Denkmäler errichtete, hat der unerbittliche Tod ein allzu frühes Ende gesetzt. Wir betrauern in dem Ver ­ storbenen ein allezeit rühriges Mitglied, das um die Ziele des Vereins stets verdienstvoll bemüht war. Als letzten Gruß legte mit ehrenden Worten Kollege Bezler, Horb, den verdienten Kranz auf seine letzte Stätte. Wir alle wollen ihn immer in ehrendem Gedenken behalten. Vereinigung der mittleren technischen Beamten im Mi ­ nisterium des Innern. Die Arbeitsgemeinschaft der Beam ­ tenverbände Württembergs beabsichtigt, eine Einkaufsge ­ nossenschaft der Beamten, Staats- und Oemeindearbeiter zu bilden zum Zwecke der gemeinschaftlichen Beschaffung von Lebens- und Wirtschaftsbedürfnissen im großen und Ablaß im kleinen gegen Barzahlung an die Mitglieder. Als angeschlossener Fachverein ist auch für unsere Mit ­ glieder Gelegenheit geboten, in diese zu gründende G. m. b. H. einzutreten. Die Geschäftsanteile sollen pro Mit ­ glied mit 100 Mark und das Eintrittsgeld mit 5 Mark be ­ messen werden. Ehe zur endgültigen Gründung ge ­ schritten wird, soll jedoch die Beteiligung festgestellt wer ­ den. Zu diesem Zweck ergeht an alle Vereinsmitglieder hiermit die Aufforderung, an den Vereinsvorstand unter Angabe von Namen, Vornamen, Diensstellung, Wohnort, Straße und-Hausnummer alsbald ihren Beitritt zu erklären. Die Leser der Bauzeiiung werden gebeten, solche Kolle ­ gen, die das Organ nicht beziehen, hievon baldigst in Kenntnis zu setzen und sich für die gemeinnützige Sache werbend zu betätigen. Verein staatlich geprüfter badischer Baumeister Karls ­ ruhe. Unseren verehrlichen Mitgliedern geben wir schon •jetzt bekannt, daß unsere diesjährige Generalversammlung am 24. und 25. Juli in Karlsruhe stattfindet. Ara ersten Tage werden schon die Vorbesprechungen der einzelnen Gruppen stattfinden, um am zweiten Tage die Hauptver ­ sammlung rascher zu Ende führen zu können. Als Ab ­ schluß des zweiten Tages (Sonntag) findet eine gesellige Unterhaltung mit Familienangehörigen statt. Die Bezirks ­ gruppe III wird nebst musikalischen Darbietungen an die ­ sem Abend auch ein größeres -Theaterstück zur Auffüh ­ rung gelangen lassen. Hieran anschließend findet eine kleine Tanzunterhaltung statt. Anträge zu dieser General ­ versammlung bitten wir längstens bis 15. Juli d. J. an unsere Geschäftsstelle einzureichen. Weiter möchten wir die Bitte an alle Kollegen aussprechen mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der zur Besprechung kommenden Fragen, es als Ehrenpflicht zu betrachten, an dieser Generalver- versammlung teilzunehmen. Um schon jetzt für die Un ­ terbringung bezw. Mittagessen der auswärtigen Kollegen Sorge zu tragen, ersuchen wir diese Kollegen, sich bal ­ digst an unserer Geschäftsstelle, Lachnerstraße 13, anzu ­ melden. An sämtliche Karlsruher Kollegen richten wir die Bitte, soweit sie in der Lage sind, ein Zimmer bezw. Bett zum Uebcrnachten der auswärtigen Kollegen in der Nacht vom 24. auf den 25. zur Verfügung zu stellen. Be ­ reitwilligkeitserklärungen sind ebenfalls an unsere Ge ­ schäftsstelle zu richten. Als neue Mitglieder begrüßen wir folgende Herren Kollegen: Edwin Burkart, Baumeister in Konstanz, Hofhaldestraße 6, Wilh. Knecht, Baumeister bei d. B. B. I., Heidelberg, Bergheimerstraße 56, III, Mart. Rieger, Architekt b. städt. Hochbauamt, Karlsruhe, Stern ­ bergstraße 15, Emil Vogel, Bezirksbaukontrolleur und Arch.-Büro in Kiechlinsbergen-Breisach, Hermann Weiß, Baumeister beim städt. Hochbauamt, Karlsruhe, Kapellen ­ straße 2. Gesucht wird die Adresse von Kollege K. Kalt- schmid, früher in Karlsruhe, Mondstraße 3, wohnhaft. Diejenigen Kollegen, welche den zugesandten Fragebogen noch nicht ausgefüllt zurückgesandt haben, werden hier ­ mit erneut ersucht, dies alsbald zu tun, da es sonst un ­ möglich ist, das neue Mitgliederverzeichnis bis zur Gene ­ ralversammlung herauszugeben. Bezirk IV. Der schwache Besuch der Versammlung in Mannheim am S. Juni d. J. veranlaßt uns, wiederholt darauf hinzuweisen, daß infolge der hohen Kosten per ­ sönliche Einladungen zu den Versammlungen nicht mehr erfolgen und daß letztere regelmäßig am 2. Dienstag jeden Monats abends 8 Uhr im Restaurant Biedermaier in Mann ­ heim stattfinden. Die Versammlungen in Heidelberg wer ­ den noch bekanntgegeben. Um zahlreiche Beteiligung wird im Interesse unserer Sache gebeten. Der Bezirksvorstand. Fragekasten. Anfrage. Von einem Architekten bin ich im Aufträge einer Baugenossenschaft als Bauführer gegen gesetzt Kündigung ange ­ stellt und ausschließl. mit der Bauleitung beauftragt. Den Archi ­ tekten liegt die Oberleitung über diese Bauten ob. Ich möchte nun die Frage stellen, ob der Architekt als Unterzeichner meines An ­ stellungsvertrags oder? der Bauherrschaft das Eingehen einer Un ­ fallversicherung für mich auferlegt werden kann. Ich verstehe da ­ runter Versicherung meines Lebens gegen'Körperverletzung oder Tod nach den gesetzlichen Bestimmungen Reg -Blatt 1900 S. 573 bis 716 u.1911 S. 509. Mein Gehalt beträgt gegenwärtig M. 13200 jährlich, es käme also zunächst darauf an, wie weit die zwangs ­ weise Versicherungsgrenze gegen Unfall gezogen ist. Bei einem Abschluß einer privaten Unf.-Vers. kann der Arbeitgeber zu einem Beitrag an der Prämienleistung herangezogen werden ? Oder kann ich bei der Höhe meines Gehalts Bei der Bauberufsgenossenschaft versichert werden, sei es zwangsmäßig oder freiwillig durch mich selbst? R. W. Antwort. 1. Der gesetzt. Unfallversicherung unterliegen nach §544 der Reichsvers.-Ordnung Betriebsbeamte, deren Jahresarbeits ­ verdienst nicht Mk. 5000 an Entgelt übersteigt. 2. Wenn der Anstellungsvertrag zwischen einem Architekten und einem Bauführer abgeschlossen ist, so gilt als Arbeitgeber der Architekt und nicht die Baugenossenschaft. 3. Für dieBeteiligung des Arbeitgebers an der Prämienzahlung für eine Privatunfallversicherung ist lediglich die freie Ueberein- kunft maßgebend.