77“— sehen Wirkungen nicht verloren gehen. Wenn somit die Frage entsteht: „Sollen diese Gebäude weiterhin auf ver ­ schiedenen Grundstücken der Stadt verteilt, oder sollen sie nach einem einheitlichen Plan zusammen auf einem geeig ­ neten Gelände der Stadt errichtet und mit ihnen ein geistiger und wirtschaftlicher Mittelpunkt geschaffen werden“, so wird man sich aus den eingangs erwähnten Gründen zugunsten eines Sammelpunktes für alle diese Gebäude entscheiden. Bei dre verkürzten Arbeitszeit gilt dies noch in weit stär ­ kerem Maße, denn die Zeit, die für die Zurücklegung wei ­ ter Wege gespart wird, kommt der Arbeit zugute. Es muß also ein Platz geschaffen werden, der im Laufe der Zeit nach einem einheitlichen Plane all die erforderlichen Gebäude aufnehmen kann. Zu diesem Platz ist der Land ­ wehrplatz sehr geeignet; er liegt in günstiger Lage an einer vorhandenen und projektierten Verkehrsstraße mit Straßenbannhnie, abe; doch so, daß nach den Entwürfen der Verkehr um den Platz herum geht, so daß der Platz selbst als Festplatz benutzt werden kann. Des weiteren liegt in nächster Nähe das Rathaus, die Hauptpost, der 1 lauptbahnhof, verschiedene Banken, im Osten Industrie ­ gelände mit Gleisanschluß, auch wird bei einer Saar- Mosel-Kanalisierung der Hafen nur ins Ostviertel kom ­ men. Das sind alles Umstände, welche für eine Aus ­ nützung des Platzes m der angedeuteten Form sprechen. Der Entwurf 1 (Abb. 2, 8, 4 und 5) schiebt vor die vor ­ handene Ostseite des Platzes einen vollständigen Bau ­ block ein. Um dem Gebäude der Oberrealschule Rech ­ nung zu tragen, ist diesem ein kleiner Tiefenplatz vorge- gelt, der an der gegenüberliegenden Platzwand einen Brunnen mit einer Baumgruppe vorsieht. Im übrigen ist der Hauptplatz etwas erhöht und mit zwei Baumreihen bepflanzt, wpdurch ein ungestörtes Sitzen usw. ermög ­ licht wird. Nach der Großherzog-Friedrich-Straße ist der Platz offen, d. h. nur durch Postamente mit Ketten abgegrenzt und wird dadurch ein Blick auf die im Norden zu errichtende Platz-Dominante ermöglicht. Der Entwurf 2 (Abb. 6, 7 und 8) ist unter besonderer Berücksichtigung für die Firichtung des Theaters auf dem Platze angefertigt. Das Theater ist vor der Osts eite des Domi- nate-Platzes in streng symetrischer Form angeordnet; auf der einen Seite des Hauptbaues ist die Anfahrt, auf der ande ­ ren Seite ein Restaurant mit Garten gedacht. Bezüglich der Bebauung des Platzes ergeben die Ent ­ würfe nur die Beleuchtung des vorgeschlagenen Gedankens nach den verschiedenen Seiten. Sie behandeln daher die künstlerischen und praktischen Fragen nur allgemeiner Art, denn Programme und dergleichen liegen für die ein ­ zelnen Gebäude noch nicht vor. (iifirnr/ /ur< u llmi/isl'ii/fiini/ //wrmhrpln/' v* ijüüt mmmrn* •Säd-ifi/*. CfrpMh fr/rtr- (/> Ost-u. Wesheth. Abb. 3. V v