16 Die Bauten des romanischen Stils. Die Klosterkirche. Hier steht voran die um das Jahr 1146 begonnene, 1178 eingeweihte, und wie alle Cisterzirnferkirchen der h. Maria gewidmete Klosterkirche. Eine schlanke Pfeilerbasilika in der Form des lateinischen Kreuzes mit geradgeschlossenem Chor und 6 rechteckigen Kapellen im Ouerschiss, erhebt sie sich nicht im Norden, sondern, was viel seltener, im Süden der Klostergebäude, um drei Stufen höher als diese, tritt etwas vor die linkshin erscheinende zweistöckige Westfront des Klosters heraus, und wir müssen sofort beide Fassaden in's Fluge fassen, denn derselbe ein ­ heitliche, klar und großartig ordnende Geist, wie im Grundriß, waltet auch an dieser, 300 Fuß langen Schauseite, die ganz aus Sandsteinguadern ausgeführt, jeht aber theilweife bis zur Unkenntlichkeit verändert oder verbaut wurde; von den Kundbogenfestern des oberen Stockwerks sind nur noch vier (f u.) erhalten. Strenges rechteckiges Kahmenwerk, mit seinem platten Wulst über alle Ein ­ gänge sich herziehend, gliedert Kirche wie Klosterfassade. Das zweistöckige Kloster- gebäude läuft in gleicher Höhe mit den Seitenschiffen und mit demselben schlichten, aber wirksamen Kranzgesimse hin; merkwürdig einfach sind wieder die Verhältnisse. Die Fassade der Kirche ist eben fo hoch als breit und zerfällt ferner in ganz gleiche Theile zu je 15 Fuß (halbe lichte Chorbreite); der erste Theil gibt die lichte Höhe des Hauptportals und die äußere Höhe der Nebenportale, der zweite das Ende des Kahmengesimses, zugleich Höhe der Seitenschiffe und auch des Klosters, der dritte die Grundlinie der Oberschifffenster, deren Mittclaxen die Oberschisssassade wieder in drei gleiche Theile, wovon ein Theil zugleich die äußere Höhe der Fenster bestimmte, theilen u. s. f. Schlank und edel erhebt sich die ganze Fronte, an den Giebelschrägen der Haupt- und Seitenschiffe mit Kundbogenfries und Kantenzahnschnitt verziert. Unten die drei Kundbogenportale, von dem strengen rechteckigen Kahmenwerk umfaßt, oben die zwei Kundbogenfenster neben einander und im Giebel ein mit dem Sechs ­ blatt geschmücktes Kundfenster; dies ist alles, was an Oeffnungen die Kirchenfassade belebt, aber doch ein hoher und schöner Eindruck. Das MittelportsI, außen noch einmal so breit als die Seitenportale, und int Lichten so hoch als diese mit der Umwulflung, tieft sich zweimal rechteckig ein, in den Ecken mit je einer Säule besetzt, uitd wird auch vom platten Wulste des Kahmenwerkrs umzogen. Seine steile attische Basis geht um Pfeiler und Säulen, deßgleichen oben das hohe schwer