.Hm südlichen Nuerschiffarm (Südseite, mehr in der Höhe): V/ö f\* AH9T Jim Hochschiff -ruhen (Südseite): j! V T h O Als das Zweitälteste Gebäude erscheint dann jedenfalls das Herrenhaus. Der Bau der nördlich an die Kirche flöhenden, mit ihrer Westseite in einer Flucht liegenden Räume (Vorrathskrller und Laienrefektorium) mag, aus den Formen und den Steinmeßzeicheu zu schließen, gleichzeitig mit den hohen Theilen der Kirche oder sofort nach Vollendung der Kirche begonnen haben, und zwar gieng der Vau von Süden gegen Norden, denn am nördlicheren Raume, im Laienrefek- torinm, greift in der Fenster- und Säulenbildung schon der Rebergangsstil herein. Ruten an der zweiten Lisene, rechts vom Klostereingang, haben wir die sichere Jahreszahl 1201; hinter diese Zeit fällt jedenfalls der Ausbau des Laienrefek- toriums; es ist ein kleiner Schritt von ihm hinüber zu den Bauten des ausge ­ sprochenen Rebergangsstils. Die Steinmrßzeichrn sind folgende: An der Westfront des Klosters, am Keller: \)(/ H t U am Laienrefektorium: 1 HJ) ^ I W Z Nach neuesten Ausgrabungen hat sich nun auch das Erdgeschoß des 1751 abgebrochenen Abtshaufes, der späteren Prälatur, das zwischen dem Dorment und dem Herrenhaus lag, als in die romanische Zeit zurückreichend ergeben. Man fand scharf gearbeitete viereckige Pfeiler mit strengen, aus Platte und Schräge zusaiumeugefeizteir Kämpferkapitälen. Die Banken des Uebergangsstils. In den: dritten Jahrzehnt bis gegen die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts erstehen in Maulbronn (z. Th. an Stelle hölzerner Hilfsbautcn) steinerne Gebäude, deren Ausführung längst vorgesehen war, die nun aber im Stil und wohl auch in der Höhenentwicklung eine bedeutende Steigerung erfuhren: das Herren- refekkorium, ein Drittheil des Kreuzganges, die Vorhalle der Kirche, diese ur ­ sprünglich nicht vorgesehen, der große Keller, östlich vom Herrenrefektorium, die Grundmauern der Brunneukapelle wie der Kapelle des Kapitelfaalrs und noch einige Rmfaffungsmaueru. Die drei zuerst genannten Bauten, zugleich die bedeutendsten dieser Gruppe, stehen mit einander in genauem stilistischem Zusammenhang und rnüffen beinahe ganz gleichzeitig mit einander errichtet worden sein; wir beginnen mit der Vor ­ halle, angebaut an die Schauseite (Westseite) der Kirche, und wie alle diese Vor ­ hallen, das Paradies genannt; es ist vielleicht nicht das älteste der drei Gebäude, aber dasjenige, welches die neue Stilrichtung am entschiedensten zur Geltung bringt.