47 Hilfsrippen mit dreieckiger, die Querrippen mit rechteckiger, breiter, auch von Rundstäben gesäumter Leibung. Im Vergleich mit denen der Vorhalle wurden sie bedeutend reicher, im Ver ­ gleich mit denen des Herrenrefektoriums bedeutend zarter und nobler gebildet; auch die Schlußsteine zeigen z. Th. eine beträchtliche Verfeinerung, ein Fort ­ schreiten zu der eigentlichen gothischeir Verzierungsweise. Alles ein Beweis, daß dieser südliche Kreuzgangsstügel das jüngste Glied jener drei Rebergangs- baulen ist. Die Säulenfüffchen (in der Südwestecke noch mit dem Eckblatt) haben ganz den schönen, elastischen Umrist, die Kapitäle ganz die erstaunliche Abwechselung und den genialen Gedankenreichthum derer an der Vorhalle. Man betrachte noch Krru;g»ng, Südwrstrcke. Säulchrn im Südpügrl de» Arruzgangs, besonders die austerordentlichc Durchbildung jener Knospen, in welche die ein ­ zelnen Blätter stch aufrolleir. Knoergestlich ist der Eindruck, wenn man aus dem nördlichen Seitenschiff der Kirche hinaustritt und in diesen Krenzgangsstügel hinabblickt. Die Menge, cs sind über anderthalbhundert, der edlen, schlanken, mit den herrlichsten Blumen- knäufen versehenen Säulen, über denen so reiir und stolz die starken sechstheiligrn Ripxengewölbe aufsteigen und in prächtigen Blätterkränzen stch zusaminenschliesten; dazu das mild und reich aus den hohen Fensterbögen einströmende Licht. Auch das Aeustere dieses Kreuzgangsflügels ist von hoher und eigenartiger Schön ­ heit. Die Wand zwischen den ganz wie am Paradies gehaltenen, etwas derben Strebepfeilern ist vollständig aufgelöst in je zwei, von gewirtelten Säulchen um ­ rahmte Bogenfenster, die Bögen sind kaum zugespitzt; oben läuft wieder das Kranz- gesims mit den Halbmondkonsolen; die lichte Höhe der Fenster beträgt 2 /s der Ge- sammthöhe der 20 Fuß hohen, in schönen Verhältniffen aufgeführten Faffade, die Tiefe der Strebepfeiler das Doppelte ihrer Breite.