Maulbronn. 3. Äufl. 89 12 Die Grabplatte mit Abtsstab seines Nachfolgers Johann V., der zweimal Abt mar, 1475—1488 nnd im Jahr 1504 ganz kurz; ste lautet: Anno domini MDYI XV calendas julü obiit venerabilis praesul ac domi ­ nus iobannes riescher de laudenburg, in mulbronne quandoque denuo abbas. cuius anima requiescat in pace. Die Grabplatte des nächsten Abtes, mit Abtsstab: Anno domini MCCCCXCII obiit dominus Stephanus Otinger . cuius anima requiescat in pace. Dann des nächsten strengen und banlustigen Abtes Johann VI., mit einem Arm, der einen reichverzierten Abtsstab hält: Anno domini MDXXI XI calend. decembris obiit reverendus in cristo pater ac dominus dominus Joannes Burrus de Brethein, precipuus religionis amator et cultor, abbas huius monasterij bene meritus, cuius anima requiescat in pace. Auch er war zweimal Abt, 1491—1503, und 1518—1521, er liest Parla- iorium, Oratorium, Biblivthekfaal, Pfisterei bauen und 1519 den Eingang des Klosters utit einen: (jetzt beinahe verblastten) Gemälde schmücken. Die Grabplatte des Abtes Cnlenfust (1512—1518) mit Abtsstab: Anno domini MVCXXV pridie nonas februarias obijt venerabilis domi ­ nus ioannes entenfus de ewesheim . quandoque huius monasterii abbas. cuius anima requiescat in pace. Auch unter ihm wurde viel gebaut. (Die Grabschrift (mit Ablsstab) des letzten katholischen Abtes Heinrich III., Reuter von Nördlingen, 1547—1557, lautete: Anno domini MCCCCCLVII calend. Aug. obiit reverendus ac pius domi ­ nus Henricus de Nördlingen, abbas monasterii Maulbronn, cuius anima requies ­ cat in pace.] fDie Grabschrist eines Abtes aus der Kestsurationszeit lautete: Anno domini 1642 Kal. Octob. obiit, postquam eodem anno Abbatiam resignavit, admodum reverendus dominus Christopherus Schalter, ex Senn ­ heim Alsata, Profess. Lucellensis, Prior üterinae vallis, primus hujus mona ­ sterii 1630 herum restituti catholicus abbas. Requiescat in pace. Amen.] Endlich wäre zu erwähnen das steinerne Sühnkreuz, das halbvrrsunken an der alten Straste nach Rnittlingen, da wo sie von der Maulbronnerstrsste ab ­ zweigt, auf dem früheren Seedamme fleht, darauf liest man in erhabener, schwer zu entziffernder Minuskelschrift, die mit der unter den Wandgemälden in der Vierung der Kirche, vom Jahr 1424, groste Aehnlichkeit hat: Von gepurt rristi als man zahlt MCCCCXXII iar uf fant leonharts tag wart hi erslagen runrat von mulbronn . dem go! gnedig sei. Die Nebengebäude. Wir beginnen an dem Klosterthor. Davor steht rechts an der Siraste dies ­ seits des Klostergrabens, das frühere Försterhaus, an welchen: die Jahreszahl 1469 angebracht ist; zu Klosters Zeiten soll hier der Kloster-Schuhmacher gewohnt haben. Ohne Zweifel war es ursprünglich die Wohnung des Thorwarts, da gerade an