110 Ein Streit des Klosters mit den gestrengen Herrn von Enzberg und den Bewohnern von Durne (Dürrn) wegen Gütern bei Durne zu Gunsten der ersteren entschieden. St.A.U. 1294 Abt Conrad II. 1299, 11. Oktober, Eßlingen, erlaubt König Al ­ brecht dem Kloster Maulbronn in Anerken ­ nung der dort herrschenden Ehrbarkeit und Frömmigkeit, des Jahrs einmal rin Schiff auf dem Rhein zollfrei zu führen. Besold, 1, 810 ff. 1299, 13. November, Eßlingen, erlaubt derselbe dem Kloster, eine außerordentliche Steuer aus seine Dörfer umzulegen, weil es ihn bei feiner Reise durch sein Gebiet würdig und freund ­ lich bewirthet hat. Besold, 1, 811 ff. 1302 Abt Reinhard. Um 1306 Abt Albrecht II. Vor 1313 Abt Wilrnt. 1313 Abt Heinrich II. von Calw. 1319, 27. März, Avignon, gibt Papst Johann XXII. dem Kloster Freiheit von den Schulden, die es bei den jüdischen Wucherern Moeßrlin und Mopses von Hagenau hat. St.A.U. 1325 Nochmalige Verpflichtung der Lnzbrrger zum Schirm des Klosters. 1330 Abt Conrad III. von Thalheim. 1358Abt Berthold II. Kuring.spätrrAbt in Bronn- bach. 1360 Abt Ulrich von Lnsingen. 1361, vor 31. Mai, löst Kaiser Karl IV. die Vvgtei über Maulbronn von den Grasen von Wirtenbrrg, denen ste verpfändet ist, ein, um sie an Kurpfal; zu übertragen. 1361 Abt Johann I. von Rvtwril. 1365 besucht die deutsche Kaiserin das Kloster. 1376 Abt Albrecht III. von Riexingrn. 1383 Abt Marquard. 1384 Abt Heinrich III. von Renningen. 1402 Abt Albrecht IV. von Oetisheim. 1428 Abt Gerung von Wildberg. 1430 Abt Johann II. von Gelnhausen. 1439 Abt Johann III. von Worms. 1445 Abt Berthvld III. von Roßwag. 1452, 12. September, Ciflerz, genehmigt das Ge ­ neralkapitel die Abtretung de« Kl. päris von Fühel an M. St.A.U. 1460, März, überfällt Graf Ulrich von Wirtrm- berg da» Kloster und brandschatzt es. 1462 Abt Johann IV. von Wimsheim. 1467 Abt Nikolaus von Breiten. 1472 Abt Albrecht V. 1475 Abt Johann V. Rieschrr von laudenburg. 1488 Abt Stephan Oetinger. 1491 Abt Johann VI. Burrus von Breiten. 1503 Abt Johann VII. Umbstait, flieht 1504 vor Herzog Ulrich von Wirtemberg. 1504, 4. Juni, ergibt sich die pfälzische Besatzung von Maulbronn an Herzog Ulrich. 1504 Johann V. zum zweitenmal Abt, von Herzog Ulrich nicht anerkannt. 1504 Abt Michael Scholl von Vaihingen. 1607, Cvnstanz, wird Maulbronn dem Herzog Ulrich vom Kaiser zugesprochen und über ­ geben. Steinhofrr 3, 915 ff. 1512 Abt Johann VIII. Cntensuß von Llntrr- öwishrim. 1518 Johann VI. Burrus wiederum Abt. 1519, 10. Mai, brandschatzt Franz vvn Sickingrn das Kloster. 1521 Abt Johann IX. von Fienzingen. 1525, April, machen die Bauern mehrfach einen Einfall in das Kloster. 1525 verläßt Valentin Vannius von Beilstein das Kloster und wird evangelisch; von 1558 an erster evangelischer Prälat von Maulbronn. 1531, 27. Juni, verkauft die Familie Swartzerd zu Breiten für sich und Meister Philips Me- lanchthon zu Wittenberg an den Abt Johann von Maulbronn den Stegerfee. St.A.U. 1532 stellt der Abt von Maulbronn sein Con- tingent zum Türkrnkrieg, bestehend aus 10 Reitern und 44 Fußgängern. 1533, 6. April, freit Markgraf Philipp I. dem Steinmetzeu^Hans von M. seine Güter und Person. Monr, Oberrhein, 3, 45. 1535 theilwrise Einführung der Reformation in Maulbronn. 1537, 3. Februar, Cisterz. verordnet Abt Wilhelm von Cisterz die Versetzung des Klosters Maul ­ bronn nach Paris. 1547, 13. September, wird Heinrich IV. Reuter von Nördlingen Abt von Maulbronn und päris. 1657, 29. Juli, wird der evangelisch gesinnte Abt, Johann Epplin von Waiblingen, genannt Sengrr, gewählt. 1558, 19. Januar, wird M. in eine evangelische Klostrrschule verwandelt. 1564, 10.-17. April, Colloquium im Winter- sprisesaal zwischen den lutherischen Theologen Wirtemberg» und den ralvinistischrn der Pfalz. 1576 Maulbronner Conrordie, eine Vorarbeit der sog. Conrvrdirnsormel. 1586—89 ist Johannes Kepler, der spätere be ­ rühmte Astronom, Kloster sch üler in M. 1621 hausen Mannfeld's Schaaren im Maul- brvnner Amt. 1630, 14. September, besetzt Christof Schaller als katholischer Abt mit einigen Mönchen von Lützel das Kloster. 1632, 7. Januar, werden dieselben durch die Schweden vrrlrieben. 1634, 6. September, kehrt Schaller zurück. 1648, 14. Oktober, wird das Kloster Wirtemberg wieder zugesprochen. 1666 wird die Klosterschule wieder hergestellt.