33 9 bis 30 x 7,75 x 1,1 cm geliefert und deren kleinere und grös ­ sere Abmessungen bezw. zu Stäben und Gurten verwendet, c. Unterlagplatten. Die gusseisernen Unterlagplatten der Untergurten von Bogenbrücken erhalten Längen von 50 bis 100, Breiten von 40 bis 80 und Stärken von 3 bis 5 cm, werden oben mit den entsprechenden Verstärkungsrippen nebst Lagern ver ­ sehen und unten entweder glatt oder mit Quer-, auch mit Quer- und Längsrippen gegossen, d. Verwendung des Constructionsmate ri al es. Um an dem zu den Stossverbindungen der Gur ­ ten erforderlichen Material und Arbeitslohn möglichst zu sparen, sind Eisensorten von möglichst grossen Längen und sowohl glatte Sorten als Faqoneisen mit nicht zu grossen Querschnitten zu verwenden, dagegen ist zur Ver ­ meidung von Materialverlusten und falschen Spannungen das Material der Stäbe wenigst möglich zu zersplittern. Zur Vermeidung der Oxydation ist auf eine möglichste Re- duction der mit der Atmosphäre in Berührung stehenden Oberfläche, auf eine möglichste Vermeidung von Wasser ­ säcken sowie auf eine sorgfältige Conservirung des Mate ­ riales Rücksicht zu nehmen. e. Conservirung des Materiales. Die zur Unterhaltung eiserner Brücken erforder ­ lichen Arbeiten des Grundirens und Anstreichens reichen, insbesondere wenn sie nicht auf metallisch reiner Ober ­ fläche ausgeführt werden, erfahrungsgemäss nicht aus, das Eisen vor allmäliger Oxydation zu schützen, indem sie keine vollkommene Isolirung der bereits oxydirten Fläche von Luft und Wasser bewirken und der Oxydationsprozess unter dem Anstrich, wenn auch langsamer, fortschreitet und eine stellenweise —den Atmosphärilien wieder freien Zu ­ tritt zu den darunter befindlichen Eisentheilen gestattende — Ablösung desselben veranlasst. Besonders empfehlenswerth, ja nothwendig erscheint daher das zuerst von der Eisenbau ­ anstalt von Clett und Cie. eingeführte, z. B. bei dem Bau der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Mainz eingehaltene und später verbesserte Verfahren. Hiernach werden sämmt- liche Eisentheile vor ihrer Verarbeitung zunächst von dem daran haftenden Oxyd, Hammerschlag und Rost durch Beizen mit Salzsäure befreit, hierauf zur Neutralisirung der Säuren in Kalkwasser abgewaschen und endlich, nach vorherigem Eintauchen in heisses Wasser, mit zunächst kal ­ tem, dann durch die hohe Temperatur des Eisens erhitzten Oel angestrichen, wodurch jede Spur von Feuchtigkeit ent ­ fernt und auf dem metallisch reinen Eisen eine sehr fest haftende Firnissschicht erzeugt wird, welche die Eisen ­ theile vor, während und nach ihrer weiteren Bearbeitung und Montirung gegen Oxydation schützt. Erst auf diese Schichte wird der erwähnte Grundanstrich aus Eisenmen ­ nige, Bleiweiss oder Grünspan aufgetragen. 9. Die Verbindungsmittel. a. Die Niete. Die Niete sollen bei einer und derselben Bogenbrücke nicht allzu verschiedene Bolzendurchmesser erhalten, und diese nicht unter 1,6 cm und nicht über 2,6 cm betragen. Bei Trägern mit kleinen Spannweiten genügen Nietdurch ­ messer von 2 cm, während bei weitgespannten Brücken ­ trägern und besonders stark beanspruchten Theilen kleinerer Träger, z. B. an Trägerschnäbeln und Endständern meist solche von 2,3 bis 2,5 cm Anwendung finden. Die Bolzen ­ schäfte der Niete dürfen, um einer schädlichen Verschwä- chung beim Erkalten nicht ausgesetzt zu sein, nicht über das 2 1 / 2 fache bis höchstens 4fache ihrer Bolzendurchmesser lang sein, während die zweckmässigste Ausladung der zur Bildung des Schlusskopfs dienenden konischen Versenkung im Mittel 1 / 8 des Nietbolzendurchmessers betragen soll, b. Die Stehbolzen. Die zur Verbindung paralleler, nicht dicht aufeinan ­ der liegender Platten, Flacheisen oder Winkelschenkel die ­ nenden Stehbolzen erhalten die angegebenen Abmessungen der Niete und werden zwischen den zu verbindenden Thei ­ len mit ringförmigen, meist aus Röhrenabschnitten her ­ gestellten Einlagen oder, bei grösseren Abständen, mit langen, aus Blech gerollten Büchsen umgeben. c. Die Schrauben. «) Die Kopfschrauben, welche zur Verbindung von gusseisernen, schmiedeisernen und von solchen schmied ­ eisernen Theilen, deren Gesammtstärke die zulässige Schaft- länge der Nietbolzen übersteigt, dienen, erhalten Bolzen ­ durchmesser von 1 bis 3 cm. Quadratischen Schrau ­ benköpfen giebt man meist die Seitenlange 0,4+ l,5.d und die Höhe 0,7.d, während sechseckige Schraubenköpfe und Schraubenmuttern den Durchmesser D des dem Sechs ­ eck umschriebenen Kreises von 0,5 + 1.1.d und bzw. die Höhe von 0,7.d und d erhalten. Der Schraubenmutter giebt man eine Unterlagscheibe von */ 3 D Durchmesser und ‘/io D Dicke. ß) Die konischen Schrauben, welche zur Verbin ­ dung mehrerer Plattenlagen, z. B. bei Verstärkung der unteren Bogengurte an den Kämpfer- und Scheitelenden, s. Taf. 4, Fig. 4 und 5,‘ 15 und 16, dienen, werden ohne Kopf, nur mit einer Verjüngung von 1 / 2 o des Schaftes her ­ gestellt und erhalten Muttern von den unter ß angegebenen Dimensionen, wobei d den kleinsten Schaftdurchmesser be ­ zeichnet. Um einen dichten Anschluss der Schäfte an die Bolzenlöcher zu erreichen, müssen erstere sorgfältig abge ­ dreht und letztere mit der Reibahle sorgfältig ausgerieben werden. Vor dem Einziehen dieser Schrauben werden unter die Muttern V orlagscheiben gelegt. y) Die Steinschrauben, welche zur Befestigung der Lagerplatten an die Unterlagquader dienen, erhalten 2 bis 3 cm Spindeldurchmesser, bzw. 3 bis 4 cm grösste Seitenlange des unteren vierseitigen, pyramidenförmig ge ­ stauchten, in eine nach unten erweiterte Oeffnung des Quaders versenkten, am besten mit Blei vergossenen Theiles und je nach dem Grad der Befestigung und der Härte des Steins 15 bis 25 cm Länge des versenkten Schaftes. 10. Die Verbindungen. a. Feste Verbindungen. a) Die Nietverbindungen. Bei kleineren Bogen ­ trägern sind Eisenstärken von 1 bis höchstens 1,5 cm mit Nieten von 2 cm Schaftdurchmesser, bei grösseren Brücken ­ trägern Eisenstärken von 1,3 bis höchstens 2,5 cm mit Nie ­ ten von 2,3 bis 2,5 cm starken Schäften die geeignetsten. Ein allzugrosser Wechsel in den Nietstärken ist unbequem, Schaftlängen mehrschnittiger Niete über 2d sind nicht zu empfehlen, über 5d zu vermeiden. Die Niettheilung be ­ dingt bei einfacher Nietung das 3- bis höchstens 4fache des Durchmessers. Rechnet man auf einen Scheerwider- stand des Nietquerschnittes von 600 bis höchstens 800 kg für den qcm des besten Nieteisens, so muss die Nietrei ­ bung unberücksichtigt bleiben, während der Druck des Niets im Nietloch 600 kg auf den qcm Lochquerschnitt nicht viel überschreiten darf. Die Niete der Gurtplatten werden am einfachsten und in den meisten Fällen einander gegenüber gestellt, s. Taf. 5, Fig. 6, selten gegeneinander versetzt, in bei ­ den Fällen aber, um die unnöthige Verschwächung eines Querschnittes zu vermeiden, die zur Verbindung der Win ­ keleisen mit dem Stehblecb dienenden Niete zwischen je zweien der ersteren angebracht, s. Taf. 5, Fig. 4. Die Stösse der Gurtplatten werden durch meist einseitige Laschen gedeckt, welche den nutzbaren Querschnitt der gestossenen Lamelle ersetzen müssen und diese auf beiden Seiten der Fuge durch so viele Niete angeschlossen, dass deren Gesammtquerschnitt demselben nutzbaren Querschnitt entspricht. Die Stösse der Stehbleche werden meist durch zweiseitige Laschen von dem halben nutzbaren Querschnitte der ersteren gedeckt, die Stossver ­ bindungen der Winkeleisen entweder durch Platten oder durch Winkeleisenstücke, sog. Deckwinkel bewirkt. Bei sorgfältig aufeinander gepassten Stossfugen ist eine ge ­ eignete Verminderung sowohl der Laschenstärken, als auch der Nietenzahl statthaft. Die Vertheilung der Stösse längs der Träger ist, der Fabrikationslänge der einzelnen Theile der Gurten entsprechend, möglichst so zu bewirken,