stauchten, in eine nach unten erweiterte Oeffnung des Quaders versenkten, am besten mit Blei vergossenen Thei- les, oben quadratische oder sechseckige Muttern von den unter a erwähnten Abmessungen und je nach dem Grade der Befestigung und der Härte des Steins 15 bis 20 cm Länge des versenkten Schaftes. d) Die Steinanker, welche den gleichen Zweck haben, erhalten bei ähnlichen Spindeldurchmessern am oberen Ende Muttern, unten Oeffnungen für Splinte und starke Vorlagplatten, s. Taf. II, Fig. 4 u. 5. b. Die Niete, welche besonders bei den Fachwerk- Hängbrücken, theils bei deren Trägerwänden, theils bei deren Querträgern Anwendung finden, s. Taf. II bis VI, erhalten Bolzendurchmesser d von 1,6 bis höchstens 2,6 cm, welche bei einem und demselben Bauwerke nicht allzusehr differiren können. Die Bolzenschäfte dürfen, um einer schädlichen Verschwächung beim Erkalten nicht ausgesetzt zu werden, eine Länge von 2 1 / s d bis höchstens 4 d und müssen eine zweckmässige Ausladung der zur Bildung des Schliesskopfs dienenden konischen Versenkung von im Mittel */ 8 des Bolzendurchmessers erhalten. c. Die Stehbolzen, welche zur Verbindung nicht dicht aufeinander liegender Platten, Flacheisen, s. Taf. III, Fig. 21, dienen, erhalten die angegebenen Abmessungen der Niete und werden zwischen den zu verbindenden Theilen mit cylinderförmigen, aus Böhrenabschnitten oder Blech ­ rollen hergestellten Nieten umgeben. # 10. Die Verbindungen. Die Verbindungen der Träger und Brückenbahntheile unter sich sind theils bewegliche, wie bei den schlaffen, theils feste, wie bei den Fachwerk-Hängbrücken, theils regulirbare, wie bei diesen beiden Brückengattungen. a. Bewegliche Verbindungen. Dieselben be ­ zwecken entweder drehbare oder Verbindungen, welche eine Verschiebung zulassen. a) Drehbare Verbindungen, welche an der Ver ­ einigungstelle von Kettengliedern und Tragstangen, sowie an den letzteren (vgl. Nr. 3 dieses Abschn.) Vorkommen, werden meist mittelst Oeliren und Bolzen, s. z. B. Taf. I, Fig. 8, 52 u. 53, welche charnierartig arbeiten, selten mehr mittelst Oehren oder Schlingen, s. z. B. Taf. I, Fig. 13 und 14, in welche Haken eingreifen, bewirkt. Die ersteren sind solche mit cylindrischem, s. z. B. Taf. I, Fig. 52, oder mit konischem Schaft, s. z. B. Taf. III, Fig. 21, 38 u. 39, und erhalten dann die unter 9 er ­ wähnte Anordnung. Die Herstellung der Oehren, welche die Qualität des Eisens verschlechtert, erfordert eine Verbreiterung der Kettenglieder oder Tragstangen an ihren Enden, welche für die Breite b der Eisenschienen und die Dicke d der Verbindungsbolzen je V2+ 'Va zu beiden Seiten und an dem Ende derselben erfordert. ß) Verschiebliche Verbindungen, wie sie bei Geländerholmen, Dilatationsvorrichtungen von Fahrschienen und Längsträgern Vorkommen, werden meist durch Bolzen und doppelte, einerseits festgenietete, andererseits mit ovalen Bolzenlöchern versehene Laschen, seltener durch Bolzen und ein gerades Blatt mit einerseits festschliessenden, an ­ dererseits ovalen Bolzenlöchern bewirkt. b) Feste Verbindungen, welche bei Trägern und Brückenbahntheilen verkommen, werden bei Walzeisen- theilen durch Niete oder Schrauben, bei Walz- und Guss- eisentheilen durch Schrauben, bei Holztheilen durch Schrau ­ ben und Nägel bewirkt. «) Die Nietverbindungen*) erfordern Niete von den unter 9 angegebenen Abmessungen und Niettheilungen vom 3- bis höchstens 4-fachen des Nietschaftdurchmessers bei einfacher Nietung. Die Niete von Gurtplatten werden theils gegenüber gestellt, theils gegeneinander versetzt, s. Taf. II, Fig. 28—30, in beiden Fällen aber, wenn Steh ­ bleche mittelst Winkeleisen anzuschliessen sind, die zu deren Verbindung dienenden Niete — um nachtheilige Verschvvächungen der Querschnitte zu vermeiden — zwischen die ersteren eingeschaltet, s. a. a. 0. Stösse verticaler Gurtplatten werden zur Erzielung einer centrischen Zug ­ wirkung durch zweiseitige Laschen, s. Taf. III, Fig. 20, gedeckt, welche den nutzbaren Querschnitt der gestossenen Platte mindestens ersetzen müssen. Bei U-förmigen Gurten werden in der Begel die Stösse der einzelnen Theile mög ­ lichst versetzt, diejenigen der Horizontalplatten durch ein ­ seitige, der Stehbleche durch zweiseitige Laschen, der Winkeleisen durch Deckwinkel gedeckt, wobei in allen Fällen der nutzbare Querschnitt zu erhalten, auch auf beiden Seiten der Fuge durch so viele Niete anzuschliessen ist, dass deren Gesammtquerschnitt demselben nutzbaren Querschnitt entspricht. Die Nietungen der Untergurte, Querträger und Stäbe sowie die Nietanschlüsse der letzteren an die Gurten und der Windverbände an die Untergurten erfolgen nach den bereits bei den Balkenbrücken entwickel ­ ten Grundsätzen**) und sind aus den verschiedenen, auf Taf. II bis III enthaltenen, Anordnungen zu ersehen. ß) Die Schraubenverbindungen erfordern Be ­ festigungsschrauben von den unter 9 angegebenen Abmes ­ sungen und Formen und dienen zur Verbindung von meh ­ reren Lagen Eisenplatten, deren Dicke die zulässige Bolzen ­ länge der Niete übersteigt, s. Taf. II, Fig. 14, 15 und 18—20, oder zur Verbindung von Walz- mit Gusseisen- theilen, z. B. der schmiedeeisernen Pfeileraufsätze mit den gusseisernen Unterlagplatten, s. Taf. II, Fig. 3. Werden dieselben in einfachen oder doppelten Reihen, im letzteren Falle meist versetzt angewendet, so können sie ähnliche gegen ­ seitige Abstände erhalten wie die Niete, s. unter b,a. c. Regulirbare Verbindungen, welche meist zur Herstellung der erforderlichen Längen von Tragstangen und Diagonalstangen dienen, werden zumeist mittelst Schrauben, ausnahmsweise mittelst Keilen, hergestellt. a) Sehraubenregulirungen werden entweder nur durch einfache, z. B. an den Enden der Tragstangen ange ­ brachte Schraubenmuttern s. Taf. I, Fig. 3, oder durch Stangenschlösser bewirkt, welche bei Tragstangen recht ­ eckig, s. Taf. I, Fig. 52 u. 53, bei Diagonalstangen von Windverbänden ringförmig, s. Taf. III, Fig. 4, 53, sein •können. ß) Keilregulirungen, wie sie bei der Regulirung von Tragketten oder Tragkabeln Verwendung finden, er ­ halten entweder überschobene Kettenglieder oder Kabel ­ schlingen, zwischen welche ausser zwei halbcylindrischen Backenstücken doppelte oder dreifache Keile eingeschaltet sind, oder, wie z. B. bei der Kettenbrücke über die Meer ­ enge bei Bangor, besondere Verbindungslaschen, welche einerseits durch Bolzen festgehalten, andererseits durch dreifache Keile mit den Kettengliedern verbunden sind. *) Vgl. Abschn. II, Nr. 5, a dieses Heftes. **) Vgl. Abschn. III des 3. Heftes dieser Abtheilung. IV. Beschreibung und statisch-numerische Berechnung. Taf. I. Hängbrücken verschiedener Länder. A. Unversteifte Hängbrücken, a. Kettenbrücken. Bezügl. der hierher gehörigen Hamm er smithbrücke über die Themse in London, Fig. 9,10, Brücke über die Maas bei Serai ng, Fig. 1—5, Kaiser-Franz-Ketten- brücke über die Moldau in Prag, Fig. 28—31, und Brücke über die Donau zwischen Pest und Ofen, Fig. 20—24, vgl. Abschn. I. S. 2—3. b. Drahtbrücken. Den Text zu den hierher gehörigen Brücken über das Senanethal zu Freiburg i. d. Schweiz, Fig. 15—18, über die Vilaine bei Roche Bernard, Fig. 25, über die Seine bei Conflans St. Honorine, über die Dor-