6 7 4) für chemische Technik mit den Unterarten: a) chemische Fabrikation, b) Hüttenwesen, c) Pharmazie, 5) für Mathematik und Naturwissenschaften, 6) für allgemein bildende Fächer. III. Aufnahme. Wer in das Polytechnikum eintreten will, hat sich zunächst an den Amtmann Sippel, Canzlei im Schulgebäude Zimmer Nr. 2, zu wenden, worauf die Anmeldung bei dem Direktor der Anstalt zu geschehen hat. Die Bedingungen der Aufnahme sind: 1) in der Regel das zurückgelegte 18. Lebensjahr; 2) Besitz eines Zeugnisses über sittlich gute Aufführung; 8) bei Minderjährigen Nachweis der elterlichen oder vormund ­ schaftlichen Einwilligung zum Eintritt in die Anstalt; 4) Besitz der erforderlichen Vorkenntnisse. Die Nachweise 1—3 sind durch schriftliche Zeugnisse zu liefern, der unter 4) verlangte Nachweis wird erbracht I. von Solchen, welche als ordentliche Studirende in eine der Fachschulen für Architektur, Ingenieurwesen oder Maschinenbau aufgenommen werden wollen und würt- tembergische Vorschulen besucht haben, durch das Zeugniss über erfolgreiche Erstehung a) entweder der früher am Polytechnikum eingerichteten, im Jahr 1876 letztmals abgehaltenen technischen Maturitäts ­ prüfung ; b) oder der Abiturientenprüfung vom Realgymnasium in Stuttgart; c) oder endlich der Abiturientenprüfung von einer zehnklas- sigen württembergischen Realanstalt, wofern der Durch ­ schnitt der Zeugnissnoten in den sechs Fächern: Trigono ­ metrie, niedere und höhere Analysis, analytische und des- criptive Geometrie und Linearzeichnen nicht geringer als »genügend« lautet; II. von Solchen, welche als ordentliche Studirende in eine der Fachschulen für chemische Technik, für Mathe ­ matik und Naturwissenschaften oder für allgemein bildende Fächer aufgenommen werden wollen und sich im Inlande vorbereitet haben: a) entweder durch das Zeugniss über erfolgreiche Erstehung einer der oben Z. I. litr. a—c genannten Prüfungen, wo ­ bei ad a) auch eine auf die Fächer der früheren ersten mathematischen Klasse beschränkte Prüfung genügt und ad c) die Forderung einer bestimmten Durchschnittsnote in den mathematischen Fächern wegfällt; b) oder durch das Zeugniss über die an einem humanistischen Gymnasium mit Erfolg bestandene Abiturientenprüfung. Ausserdem werden c) Pharmaceuten in die Fachschule für chemische Technik als ordentliche Studirende auch dann aufgenommen, wenn sie über die erlangte wissenschaftliche Qualifikation zum einjährig freiwilligen Militärdienst und über vierjährige Dienstzeit in einer Apotheke sich ausweisen. III. Kandidaten, welche aus nichtwürttembergischen Vorschulen kommen, werden als ordentliche Studirende auf ­ genommen, wenn sie über eine den obigen Anforderungen (Z. I. und II.) entsprechende Ausbildung Nachweis liefern, in die Fachschulen für Architektur, Ingenieurwesen und Maschinenbau also dann, wenn sie über ausreichende Kenntnisse in Trigonometrie, niederer und höherer Ana ­ lysis, in analytischer und descriptiver Geometrie, im Linear ­ und Freihandzeichnen, in deutschem Aufsatz, in französi ­ scher und englischer (oder lateinischer) Sprache > in Ge ­ schichte und Geographie, in den Elementen der Physik, Chemie und Mineralogie durch amtliche Zeugnisse sich