38 Gewinnung von Stärke, Dextrin und Traubenzucker.. Zucker aus Rüben und Zuckerrohr. Gährungsgewerbe und Fabrikation von Essig. Chemisch-technologis ches Praktikum. Im chemisch-technologischen Laboratorium: Professor Dr. v. Marx mit Assistenz von Kepetent E. Fischer und Assistent A. Fischer. Kenntnisse in der allgemeinen Chemie werden vorausgesetzt. Die Arbeiten erstrecken sich je nach Bedürfniss des Studi- renden von der chemischen Analyse bis zur Bearbeitung chemisch ­ technischer Fragen. Es soll das Praktikum namentlich auch solchen Studirenden Gelegenheit zum praktischen chemischen Arbeiten geben, welche nicht Chemiker von Fach sind, » aber doch chemischer Kenntnisse in ihrem späteren Beruf bedürfen. Eine Laboratoriumsordnung, von welcher jedem Praktikanten ein Exemplar zugestellt wird, enthält die näheren Vorschriften für das chemisch-technologische Praktikum. Mechanische Technologie. 4 Stunden: Professor Schmidt. Im Winter: Darstellung und Verarbeitung der Metalle. Im Sommer: Verarbeitung der Faserstoffe. Die Vorträge werden durch den Besuch gewerblicher Eta ­ blissements unterstützt. Spinnerei-Mechanik. Im Winter 2 Stunden: Professor Schmidt. Berechnung der Maschinen für Baumwoll-, Schafwoll- und Leinengarn-Spinnerei, Aufstellung von Spinnplänen mit Anleitung zur Vorrichtung der Maschinen. Feuerungskunde. Im Sommer 4 Stunden: Professor Schmidt. Vorbereitung; Heizvermögen der Brennstoffe, Berechnung ■■Ml 39 der zum Brennen erforderlichen Luftmenge, Transmission der Wärme; Herde und Schornsteine. Die verschiedenen Arten der Heizung; Ventilation. 4, Maschinenfach. Maschinenbau I. Im Sommer: Vortrag 5 Stunden, Konstruktionsübungen 6 Stunden: Professor Bach. Bewegungsverwandlungen. Maschinenelemente. Maschinenbau II. Vortrag 5 Stunden, Konstruktionsübungen 6 Stunden: Professor Bach. Winden; Krahnen; Pressen. Dampfmaschinen: Allgemeines; Theorie; Steuerungen; Re ­ gulatoren. Details der Dampfmaschinen. Maschinenbau III. Vortrag 4 Stimden, Konstruktionsübungen 6 Stunden: Professor Kankelwitz. Pumpen; Condensatoren; specielle Theorie der Turbinen; Details der Turbinen. Die weitern Vorträge sind nicht regelmässig wiederkehrende; sie haben den Zweck, speziellen Wünschen der Studirenden Rechnung zu tragen, und ist daher die Wahl den älteren Studi ­ renden anheimgegeben. Bis jetzt sind vorwiegend verlangt wor ­ den: Vorträge über Wasserräder, Turbinen und Dampfmaschinen in konstruktiver Beziehung, ferner über Grundwerke der Wasser ­ motoren nebst Wehranlagen, über Fabriktransmissionen, Pump ­ werkanlagen, Schneidemühlen, Mahlmühlen, Wasserleitungen, Papier- und Holzstofffabriken etc. In allen Kursen entsprechen die Konstruktionsübungen im Allgemeinen den Vorträgen, doch ist die Wahl der auszuarbei-