56 57 werke, Holzwände, Riegelwände, Dachgerüste mit unterstützter, aufgehängter und ohne Balkenlage. Hauptgesimse, Treppen, Verbretterungen. Thüren und Fenster mit Beschlag. 3) Konstruktionen in Eisen: Säulen, Träger, feuerfeste Decken, Gewölbe zwischen eiser ­ nen Gerippen, Dachgerüste aus Guss- und Schmiedeisen, Metall- und Glasbedachungen, Treppen. Hochhaukunde. 4 Stunden Vortrag, 4 Stunden Übungen: Professor Oberbaurath v. Tritscliler. Im Anschluss an die im I, und II. Kurs absolvirte Hoch ­ baukonstruktionslehre, in welcher die einzelnen Bautheile behan ­ delt werden, beschäftigt sich die Hochbaukunde zunächst als Fortsetzung hievon mit der Zusammensetzung jener Theile zu ganzen Gebäuden und umfasst ausserdem noch alle diejenigen Gegenstände, welche sich überhaupt auf die Herstellung der ganzen Gebäude aller Art beziehen. Von der Lehre der Fun- dationen, der Anlage der Feuerungen, Heizung und Ventilation, Gas- und Wasserleitungen, Dohlenanlagen etc. geht der Unter ­ richt daher über zur Anlage der ganzen Gebäude, beginnend mit der landwirthschaftliehen Baukunst und sich hernach über alle Arten von Wohngebäuden, von gewerblichen Anlagen, über öffentliche Gebäude der verschiedensten Gattungen erstreckend. Im engen Zusammenhang damit stehen die Übungen, in welchen hierauf bezügliche Aufgaben, insbesondere aus der bür ­ gerlichen und gewerblichen Baukunde, zu lösen gesucht werden. Die Zulassung zu den Übungen ist durch den Besitz zureichen ­ der Kenntnisse in der Baukonstruktionslehre bedingt. Baukosten!) er echnung. Im Sommer 2 Stunden: Oberbaurath v. Tritscliler. Entwicklung der Preisanalysen für die wichtigsten Bauar ­ beiten. Art und Weise der Anfertigung der verschiedenen Arten von Kostenvoranschlägen, der Akkordsbedingungen u. s. w., über ­ haupt Anleitung zur Kenntniss der Bauführung. Baukonstruktionen für Maschinenkauer und Chemiker. Im Winter 5 Stunden Vortrag, im Sommer 4 Stunden Übungen: Professor Bareiss. Encyklopädischer Kurs. Baumaterialien. Rohmaterialien. 1) Steine: a. na ­ türliche: massige, thonige, kalkige, Trümmergestein, b. künst ­ liche: Luftsteine, Backsteine, Mörtelsteine, Hochofenschlacken. 2) Holz: Laubholz, Nadelhölzer. 3) ^Metalle: Eisen, Kupfer, Zink, Zinn, Blei, Legirungen. Bindemittel: Kalkmörtel, Luft ­ mörtel, Wassermörtel, Gypsmörtel, Lehmmörtel, bituminöse Mör ­ tel. Kitte. Nebenmaterialien: Öle, Farben, Glas etc. Baukonstruktionen. Der Rohbau. 1) Die Wände. a. massive Wände: Mauern aus künstlichen Steinen; Mauern aus natürlichen Steinen: Gussmauerwerk; Verblendmauerwerk; b. Wände aus Holz: Blockwände; Fachwerks- oder Riegelwände. 2) Die Decken: steinerne, hölzerne, eiserne Decken. 3) Dächer: von Holz, von Holz und Eisen, durchaus von Eisen. 4) Fundi- rungen. Der Ausbau, a. Vollendung der Wände und Decken, b. Fussböden. c. Eindeckung der Dächer: ßteindächer, Metall ­ dächer, Dächer mit bituminösen Stoffen. d. Verschluss der Thür- und Fensteröffnungen: Thüren, Fenster, Läden, e. Treppen. Angewandte Perspektive. In 2 aufeinanderfolgenden Kursen von je 2 Stunden: Professor Seubert. Perspektivische Darstellung von einzelnen Architekturtheilen, ganzen Gebäuden, Gebäudekomplexen (Innen- und Aussenansich- ten) mit Angabe der Schatten. Bauformenlehre. 2 Stunden Vortrag und 4 Stunden Übungen: Professor Beinbar dt. Ordnungen der Griechen und Römer und der Renaissance nach allgemeinen Verhältnissen. Aufeinanderstellung der Ord ­ nungen. Sonstige Kombinationen. Unterbau, Gurt- und Bekrö ­ nungsgesimse. Fenster- und Thürbildungen. Ganze Gebäude- theile in Horizontal- und Vertikalentwicklung. Vorhallen. Ve-