50 51 und in Verbindung damit der innere Ausbau durch Schreiner-, Glaser- und Schlosserarbeiten. Hochhaukunde. Professor Baudirektor v. Tritschier. I. Kurs: 2 Stunden Vortrag und 2 Stunden Übungen. II. Kurs: 4 Stunden Vortrag und 4 Stunden Übungen. Im Anschluss an die Hochbaukonstruktionslehre, in welcher die einzelnen Bauteile behandelt werden, beschäftigt sich die Hochbaukunde zunächst als Fortsetzung hievon mit der Zusammen ­ setzung jener Teile zu ganzen Gebäuden und umfasst ausserdem noch alle diejenigen Gegenstände, welche sich überhaupt auf die Herstellung der ganzen Gebäude aller Art beziehen. Von der Lehre der Fundationen, der Anlage der Feuerungen, Heizung und Ventilation, Gas- und Wasserleitungen, Dohlenanlagen etc. geht der Unterricht daher über zur Anlage der ganzen Gebäude, be ­ ginnend mit der landwirtschaftlichen Baukunst und sich her- ö nach über alle Arten von Wohngebäuden, von gewerblichen An ­ lagen. über öffentliche Gebäude der verschiedensten Gattungen erstreckend. Im engen Zusammenhang damit stehen die Übungen, in welchen hierauf bezügliche Aufgaben, insbesondere aus der bür ­ gerlichen und gewerblichen Baukunde, zu lösen gesucht werden. Die Zulassung zu den Übungen ist durch den Besitz zureichen ­ der Kenntnisse in der Baukonstruktionslehre bedingt. Baumaterialieiilelire. Im Winter 2 Stunden: Professor Baudirektor v. Trit schier. Betrachtung der Bausteine in geognostischer Hinsicht. Ver ­ wendung und Behandlung derselben für bauliche Zwecke aller Art. Gewinnung derselben. Lehre von den Backsteinen und Thonwaaren überhaupt, Herstellung und Verwendung des Glases, der zum Bau zu verwendenden Metalle, eingehendere Betrach ­ tung derselben in Beziehung auf die Bauarbeiten. Zusammen ­ setzung, Eigenschaften, Beschreibung und Verwendung der wich ­ tigsten Bauhölzer, deren spezielle Behandlung und Bearbeitungs ­ weise. Lehre vom Mörtel aller Art und von den verschiedenen Bindemitteln überhaupt. Farbwaaren, Anstrich, sonstige Über ­ zugsstoffe, Harze, Kitte etc. Entwerfen I. 4 Stunden: Professor Neckelmann. Anfertigung kleinerer, zunächst für Anfänger berechneter Entwürfe von Wohngebäuden, Landhäusern, landwirtschaft ­ lichen Gebäuden. Bahnhöfe und Stationen, Wirtshäuser, klei ­ nere Monumente. Schul- und Rathäuser, Kaufhäuser. Für vor ­ gerücktere Studierende grössere Entwürfe ähnlicher Anlagen, je nach einem für jeden Studierenden besonders berechneten Pro ­ gramm. Entwerfen II. ■» 12 Stunden: Professor Neckelmann. Grössere Aufgaben nach gegebenen Programmen. Bauzeiclinen. 4 Stunden gleichzeitig mit den Übungen zur Bauformenlehre: Professor Keinhardt. Umrisszeichnen architektonischer Gliederungen und Bauteile nach Vorlagen. Bauforni entehre. 2 Stunden Vortrag und 4 Stunden Übungen: Professor Keinhardt. a. Antike Kunst: die architektonischen Formen und die Säulenordnungen der Griechen und Römer. b. Italienische Renaissance: Säulenordnungen, Fassaden ­ gliederungen, Thür- und Fensterbildungen, Fassadenbildungen, Ausbildung der inneren Gebäudeteile. Baugescliiclite I. 2 Stunden Vortrag: Professor Reinhardt. Baukunst des klassischen Altertums und der altchristlichen Kunstperiode.