56 Allgemeine (theoretische) Volkswirtschaftslehre. Im Winter 4 Stunden: Handelskammersekretär Professor Dr. Huber. Einleitung: Die volkswirtschaftlichen Systeme und ihre hauptsächlichen Vertreter (Merkantilsystem, die Physiokraten; Smitb, Malthus — Ricardo; Sozialismus). I. Elemente und Gestaltung des Wirtschaftslebens. 1. Die Gesellschaft und ihre Gruppierung; die Bevölkerung und ihre Bewegung, Auswanderung und Kolonisation; 2. die Gliederung der Gesellschaft: freie Konkurrenz, Mono ­ pol, A 7 erbände (Association, Koalition, Strikes, Kartelle), Privateigentum und Gesamteigentum, privatwirtschaft ­ liches, genossenschaftliches und kommunistisches System des Erwerbslebens. II. Die Gesetze für die Vorgänge des Wirtschafts ­ lebens. 1. Produktion: Arbeit und Arbeitsteilung, Kapital, dessen Entstehung und Arten; Kleingewerbe, Grossindustrie etc.; die liberalen Berufe. 2. Einkommensverteilung: Unternehmergewinn, Kapi ­ talzins, Grundrente, Arbeitslohn. 3. Konsumtion (reproduktive Konsumtion. Luxus). Verkehrs-, Geld- und Münzwesen sowie Spezielle Volkswirtschaftslehre * s. unten Seite 60. Die Wirtschaftspolitik des Deutschen Reiches seit 1871. 2 Stunden, privatim: Finanzassessor Dr. Losch. Das geistige Eigentum (Patent-, Geschmack- und Gebrauchsmuster- und Marken ­ schutzrecht). Im Winter 2 Stunden, priv.: Dr. Landgraf. Gewerberecht. Im Sommer 2 Stunden, priv.: Dr. Landgraf. Buchhaltung. Im Winter 2 Stunden, privatim: Professor Dr. Ernst Jäger. Die Lehre vom Kontokorrent und von der doppelten sowie einfachen kaufmännischen Buchführung, unter steter Entwicklung am Beispiele, Rechts- und Verwaltuugskuude. 3 Stunden: Oberregierungsrat Schmidhäuser. Im Winter: Grundzüge des Württ. Staats- und Verwaltungsrechts mit be ­ sonderer Berücksichtigung der Organisation und Zuständigkeit der Behörden, deutsche Gewerbeordnung und Arbeitergesetzgebung. Im Sommer: Grundzüge des Privatrechts, insbesondere die Lehre von dem Grundeigentum, den Dienstbarkeiten, dem Nachbarreckt und den bei Ausführung von Bauten gewöhnlich vorkommenden Verträgen, Wasserrecht, Württ. Bau- und Feuerpolizeivorschriften, Vor ­ schriften über elektrische Anlagen. Der Vortrag ist so eingerichtet, dass derselbe auch im Sommer begonnen werden kann. Altdeutsche Sprache und Litteratur liehst Stilübimgeu. Im Winter 4 Stunden: Professor Güntter. Es wird sowohl althochdeutsche als mittelhochdeutsche Sprache und Litteratur vorgenommen; das Hauptgewicht fällt auf mittel ­ hochdeutsche Lektüre, insbesondere Nibelungenlied, und die an ­ deren Dichtungen, welche den Kandidaten des realistischen Lehr ­ amts empfohlen sind. Mit der altdeutschen Grammatik wird verbunden eine wissenschaftliche Übersicht und Erklärung deut ­ scher Fremdwörter. Neuhochdeutsche Grammatik nebst Poetik. Stilübuugen. Im Sommer 4 Stunden: Professor Güntter.