60 61 8. Fächer des Unterrichtskurses für die Kandidaten des höheren Eisenbahn-, Post- und Telegraphen ­ dienstes. Allgemeine (theoretische) Volkswirtschaftslehre. Im Winter 4 Stunden: Handelskammersekretär Professor Dr. Huber. Siehe oben Seite 56. Verkehrs-, Geld- lind Münzwesen. Im Sommer 3 Stunden: Handelskammersekretär Professor Dr. Huber. I. Güterumlauf: Geld- und Münzwesen, Tausch- und Güter ­ verkehr. Währung und Preisrückgang. II. Verkehrswesen: Absatz und Verkehrswege, Theorie und Geschichte der Transportmittel, volkswirtschaftlicher Einfluss der neueren Vervollkommnung des Transport- und Nachrichtendienstes; die Prinzipien für die gemeinwirtschaftliche Regelung der heu ­ tigen Verkehrsmittel, insbesondere für das Konzessionswesen, Privat- und Staatsbahnsystem, Tarifpolitik etc. Spezielle Volkswirtschaftslelire. Im Sommer 4 Stunden: Professor Dr. Ernst Jäger. Nationalökonomie der Urproduktion (Landwirtschaft, Forst ­ wirtschaft, Bergbau), des Gewerbefleisses und des Handels. Kredit- und Versicherungswesen. Deutsches und Württemhergisches Staats- und Verwaltungsrecht. Im Winter 3, im Sommer 2 Stunden: Postassessor Gräder. Grundzüge des Deutschen und Württembergischen Staats ­ und Verwaltungsrechts mit besonderer Berücksichtigung der reichs- und landesgesetzlichen Bestimmungen über das Eisen ­ bahn-, Post- und Telegraphenwesen. Privatrecht und Zivilprozess, Strafrecht und Straf ­ verfahren. Im Winter die beiden ersteren in 4, im Sommer die beiden letzteren in 3 Stunden: Landgerichtsrat Dr. Elsässer. Systematische Darstellung des Privatrechts, des Strafrechts, sowie des Zivil- und Strafprozesses unter eingehenderer Behand ­ lung derjenigen Rechtsnormen und Rechtsgrundsätze, welche für den geschäftlichen Verkehr vorzugsweise von Erheblichkeit sind. Finanz Wissenschaft und Finanzrecht. Im Winter 5 Stunden: Oberfinanzrat v. C am er er. Über die Grundzüge der Finanzwissenschaft, des Deutschen und Württembergischen Finanzrechts, des Etats-, Kassen- und Rechnungswesens. Eisenhahnkunde. I. Technischer Teil. Im Winter 2 Stunden, im Sommer 1 Stunde: Baurat Schmoll er. Kenntnis der elementaren Mathematik und der Physik wird vorausgesetzt. Im Winter: Grundsätze über den Eisenbahnbau (allgemeine Anlage, Unterbau und Oberbau) und über die Eisenbahnunter ­ haltung. — Signalwesen. Im Sommer: Grundsätze über die Eisenbahnbetriebsmittel (Lokomotiven und Wagen). II. Administrativer Teil. Im Sommer 2 Stunden: Inspektor Dr. jur. Supper. Geschichte und Statistik der Eisenbahnen. Eisenbahnbetrieb (Signalwesen ausgenommen), insbesondere: Betriebsreglement mit Ausnahme des frachtrechtlichen Teils, Bahnpolizeireglement, Tarifwesen. Verhältnis der Eisenbahnverwaltungen untereinander. Telegraphenwesen.