62 Post- und Telegraphenkunde. Im Winter 2, im Sommer 3 Stunden: Postrat Hartter. Im Winter: Entwicklung uncl Statistik der Posten. Tarifwesen. Postverträge und Postordnungen. Im Sommer: Entwicklung und Statistik der Telegraphen. Tarifwesen. Telegraphenverträge und Telegrapkenordnungen. Herstellung und Unterhaltung der Postbetriebsmittel. Telegraphentechnik. Im Winter 2 Stunden, im Sommer 1 Stunde: Telegraphenoberinspektor Ritter. Kenntnis der elementaren Mathematik und der Physik wird vorausgesetzt. Im Winter: Geschichtliche Entwicklung der Telegraphie, Telegraphenapparate, Hilfs- und Messapparate, Messmethoden, Stromerzeuger, Telephonapparate. Im Sommer: Stationseinrichtungen, Leitungen, Leitungsbau, Betriebsstörungen. 9. Materialprüfungsanstalt, Vorstand: Professor Bach. Assistent: Hab er er. (s. Mechanisch-technisches Laboratorium Seite 89.) 63 IX. Studienpläne. Den ordentlichen Studierenden steht die Wahl der Vor ­ träge, welche sie besuchen wollen, frei. Auch im Besuch der Übungen findet eine Beschränkung nur in so weit statt, als dies durch die Rücksicht auf Erhaltung eines erfolgreichen Lehrgangs der Anstalt geboten ist; wo solche Beschränkungen in Eorm besonderer Zulassungsbedingungen bestehen, sind sie in vorstehendem Programm bei den betreffenden Unterrichtsfächern angeführt. Um den Studierenden bei Einrichtung ihres Studienganges Anhaltspunkte zu geben, sind an den 6 Abteilungen der Hoch ­ schule die nachstehenden Studienpläne aufgestellt, denen jedoch ein zwingender Charakter nicht zukommt. Es ist auch in den ­ selben nur das Wesentliche aufgenommen, dem jeder Studierende die für ihn passenden weiteren Lehrgegenstände je nach seiner Vorbildung, seinem Willen, sich höher auszubilden, und der Zeit, welche er dieser Ausbildung widmen will, anreihen kann. Die Studienpläne an den Abteilungen für Mathematik und Naturwissenschaften und für allgemein bildende Fächer sind zunächst versuchsweise aufgestellt. Ein Studienplan besteht ferner am Unterrichtskurs für die Kandidaten des höheren Ver ­ kehrsdienstes.