6 7 III. Aufnahme-Bestimmungen. Wer in die Technische Hochschule eintreten will, hat sich zunächst an den Verwaltungsbeamten, Zimmer Nr. 63 des Haupt ­ gebäudes, zu wenden, der die Anmeldung zur Aufnahme bei dem Rektor vermittelt. Die Bedingungen der Aufnahme sind: 1) der Nachweis der erforderlichen Vorkenntnisse, 2) ein Zeugnis über sittlich gute Führung, 3) in der Regel das zurückgelegte 18. Lebensjahr, 4) bei Minderjährigen der Nachweis der väterlichen oder vor ­ mundschaftlichen Einwilligung. Der Nachweis der sittlich guten Führung (Ziff. 2) ist durch ein Zeugnis von der zuletzt besuchten Lehranstalt oder, falls der Eintretende im unmittelbar vorhergehenden Semester eine solche nicht besucht hat, durch ein Zeugnis der Obrigkeit seines letzten Aufenthaltsortes, bei unmittelbar vorangehender Militärzeit durch das militärische Führungszeugnis zu erbringen. Zeugnisse in fremder Sprache müssen in beglaubigter Über ­ setzung vorgelegt werden. Die Eintretenden werden nach dem Grade ihrer Vorbildung als ordentliche oder ausserordentliche Studierende aufge- nommen (s. unten), über Hospitanten s. Seite 11. Jeder Studierende hat in die Abteilung einzutreten, welche auf den Beruf vorbereitet, dem er sich widmen will. Anmeldungen werden für das Wintersemester nach dem 20. November, für das Sommersemester nach dem 20. Mai, wenn nicht triftige Gründe geltend gemacht werden, zurück ­ gewiesen. Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt. Von der Aufnahme als Studierende ausgeschlossen sind die im aktiven Dienst stehenden Offiziere, Beamten und Lehrer, so ­ wie die dem Gewerbestand angehörenden Personen. Es steht diesen jedoch frei, einzelne Vorlesungen und Übungen nach den für Hospitanten bestehenden Bestimmungen zu besuchen. A. Ordentliche Studierende. Der Nachweis der erforderlichen Vorkenntnisse wird von solchen, welche als ordentliche Studierende eintreten wollen, durch das Reifezeugnis einer Oberrealschule, eines Realgymnasiums, eines humanistischen Gymnasiums oder einer diesen Schulen in Beziehung auf das technische Studium gleichgestellten anderen deutschen Lehranstalt erbracht. Reichsausländer und Deutsche, welche ihre Vorbildung im Auslande erhalten haben, führen den Nachweis durch das Reife ­ zeugnis einer staatlich anerkannten Lehranstalt, deren Lehrziele mit denen der vorgenannten Anstalten im wesentlichen überein ­ stimmen, oder durch ein Zeugnis, das im Heimatlande zum Stu ­ dium an einer Universität oder Technischen Hochschule berechtigt. Zur Aufnahme in die Abteilung für Maschineningenieur ­ wesen einschliesslich Elektrotechnik ist überdies in der Regel der Nachweis einer mindestens einjährigen Werkstattthätig- keit zu erbringen. Zur Aufnahme als Studierender der Pharmazie wird der Nachweis der erstandenen Apotheker-Gehilfen-Prüfung und der vollständigen Zurücklegung einer dreijährigen Gehilfenzeit ver ­ langt. Die vorstehenden Bestimmungen gelten auch für diejenigen, welche von anderen Hochschulen auf die hiesige Technische Hochschule übergehen. Bei einem Übertritt ist ausserdem das Abgangszeugnis von der zuletzt besuchten Hochschule vorzulegen. B. Ausserordentliche Studierende. Als solche können diejenigen aufgenommen werden, welche Zeugnisse der unter A. genannten Art nicht haben, aber sich urkundlich mindestens über den Besitz der Kenntnisse ausweisen, welche zur wissenschaftlichen Befähigung für den einjährig-frei ­ willigen Militärdienst im deutschen Heere erforderlich sind. Sofern der Besitz dieser Kenntnisse nicht durch den Berechtigungsschein zum einjährig-freiwilligen Militärdienst nachgewiesen wird, kann er auf Grund gleichwertiger Zeugnisse durch das Abteilungs ­ kollegium festgestellt werden.