14 15 Die Gesuche am Erteilung des Grads eines Diplom-Ingenieurs sind schriftlich an das Rektorat «1er Technischen Hochschule in Stuttgart zu richten. Beizufugen ist: 1. das Reifezeugnis der besuchten höheren Schule (wobei davon Husgegangen wird, «las« es den Bestimmungen der neuen Diplom ­ prüfungsordnung der betreffenden Abteilung entspricht); 2. das Zeugnis über die erstandene erste württombergiache Staats ­ prüfung im Hochbau-, Bauingenieur- oder Maschineningenieur- fach: 8. ein amtliches Fuhrungsz«‘ugnis neuesten Datums; 4. eine Gebühr von 20 ,JL zur Deckung der Kosten und 8 Sportel für das Diplom. Zeugnisse über die besuchten Vorlesungen, Uber die Führung an der Hochschule usw. worden den Studierenden nach den einschlägigen Bestimmungen auf Ansuckoii, insbesondere bei der Anmeldung zu Prü ­ fungen und bei dem Abgang von der Hochschule, ausgestellt. VI. Doktor-Ingenieur-Proinotion. Durch. Königliche Eutschliessung vom 22. Januar 1900 wurde der Technischen Hochschule das Recht verliehen, auf Grund einer beson ­ deren Prüfung die Würde eines Doktor-Ingenieur« zu verleihen. Die Bedingungen für die Erlangung dieser Würde enthält die Promotionsordnung vom 7. August 1900, welche voni Sekretariat oder dem Hausmeister zu beziehen ist (Preis 20 Pf.). TEL Stipendien und Preise. Hei nach gewiesen er Mittellosigkeit kann landesungehörigen Stu- «lierendon und ausnahmsweise mit Genehmigung des Ministeriums auch Angehörigen anderer deutscher Staaten, die über Fleiss und sittliches Verhalten ein gutes Zeugnis haben, das Unterrichts- und Ersatzgeld ganz oder teilweise nachgelassen werden. Ausserdem können an bedürftige und würdige Studierende Staats ­ stipendien sowie Stipendien aus den Ertrlgnissen der an der Hoch ­ schule bestehenden Stiftungen nach Massga.be der hierfür geltenden Bestimmungen verliehen werden. An sämtlichen Abteilungen der Technischen Hochschule werden jährlich Preis au fgaben gestellt und für genügende Lösungen Preise vergeben und Belobungen anerkannt. Zur Bewerbung sind ordent ­ liche und ausserordentliche Studierende nach den Bestimmungen über die akademischen Preise vom 1. März 1907 berüchtigt. VIII. Kranken- und Unfallversicherung für Studierende. Für die Studierenden besteht eine Krankenkasse. Jeder Stu ­ dierende ist zur Entrichtung eines Semesterbeitrags an diese Kasse ver ­ pflichtet. Die Kasse gewährt. Studierenden, mit Ausschluss der Hospi ­ tanten, Beihilfe in Krkrankiingsföllen nach Maßgabe der dafür bestehen ­ den gedruckten Bestimmungen. Eine besondere Versicherung trifft Fürsorge für solche Studie ­ rende und die in die Liste der Versicherten eingetragenen Hospi ­ tanten, die beim Unterricht in den Gebäuden «1er Hochschule oder auf Exkursionen verunglücken. Zur Ermöglichung von Exkursionen mit Studierenden auf Bahn ­ anlagen hat die Technische Hochschule der Bahn Verwaltung gegenüber die Haftpflicht vertragsmäßig übernommen. Dieselbe Verpflichtung übernimmt, sie auf Antrag bei Exkursionen in Fnbriken, Bergwerken usw. den Unternehmern gegenüber. Gegen das ihr hieraus erwachsende Risiko hat. sich die Technische Hochschulo ihrerseits versichert. Wer sich an einer Exkursion der gedachten Art beteiligt, hat sich gegebenen ­ falls die Entschädigung aus der Unfallversicherung auf die etwaige gesetzliche Leistung aus der Haftpflicht anreclm«m zu lassen. Von den Versicherten wird zur Deckung der Versicherungskosten ein Halbjahresbeitrag von 75 Pf. erhoben. Di« Nähere über die Unfall- Versicherung ist am- einer besonderen Druckschrift ersichtlich. IX. Bibliothek verbunden mit Lesezimmer. Das Lesezimmer ist für Studierende nn allen Unterrichtstagen geöffnet, und zwar: im Winterhalbjahr von 8—12 und 3—7 Uhr, . Sommerhalbjahr von 8—12 und 2—6 Uhr. Am Samstag-Nach mittag ist die Bibliothek geschlossen. Aus der Bibliothek wenlen nur an Angehörige der Hochschule Werke leihweise abgegeben.