12 IS bei Übungen: 5 Jf. für die Stunde mit der Abweichung, dass bei den chemischen Übungen das l'^fache des Satzes für Studierende berechnet wird. Das Ersatzgeld entrichten die Hospitanten wie Studierende. An Stelle der Aufnahmegebühr tritt ein Verwaltungskosten - beitrag von 3 JL für das Halbjahr. V. Prüfungen und Zeugnisse. 1. Semesterprüfungen. Die Semesterprüfungen finden in der Kegel während der letzten zwei Wochen des Semesters statt. Bei Jahresvor ­ trägen wird gewöhnlich nur einmal am Ende des Studienjahrs geprüft. Ordentliche und ausserordentliche Studierende sind nach Mass- gabe der bestehenden Bestimmungen zur Teilnahme an den Prüfungen berechtigt.. Zur Beteiligung an denselben und zur Beibringung von Zeugnissen in den übungsfUchern sind in jedem Falle diejenigen Stu ­ dierenden verpflichtet, welche im Genüsse eines Stipendiums oder der L'uterrichtsgeldbefreiung stehen, oder welche im folgenden Semester be ­ ziehungsweise Studienjahr um eine solche Vergünstigung nachsuchen wollen. Die Verpflichtung bezieht sich auf diejenigen Vorträge, welche izn Stndienplan des Studierenden Vorkommen, und zwar auch auf die Jahresvorträge, die nur im Wintersemester belegt werden, wobei die Prüfung auf das in diesem Semester Vorgetragene zu beschränken ist. Über den Ausfall der Prüfungen und die Leistungen in den Übungen werden besondere Zeugnisse — Semesterzeugnisse — ausgestellt. Die Abteilung für Maschineningenieurwesen einschl. der Elektro ­ technik erteilt nach Massgabe der bestehenden Vorschriften Schlnss- zengnisse an Studierendo des Maschineningenieurwesens und Stu ­ dierende der Elektrotechnik unter der Voraussetzung, dass der Be ­ werber in der vorgeschriebenen Weise praktisch tätig gewesen ist, wenigstens vier Semester an der hiesigen Hochschule studiert und durch Semesterzeugnisse einen durchschnittlich mindestens befrie ­ digenden Erfolg seiner Studien nachgewiesen hat. 2. Diplomprüfungen. Auf Grund besonderer Prüfungsordnungen werden au den einzelnen Abteilungen Diplomprüfungen abgehalten für Architekten, Bauingenieure, Vermessiingsingenicnrc(Geodätezi), Maschinen ­ ingenieure, Verwaltungsingenieure, Elektroingenieure, Chemiker, Hütten ­ ingenieure. Ausserdem können in Mathematik, in Naturwissenschaft und in Zweigen der Allgemein bildenden Abteilung Diplomprüfungen abgelegt werden. Zu den Diplom-Vor- und -Hauptpriifungen werden nur ordent ­ liche Studierende zugelassen. Auf Grund der an den Abteilungen für Architektur, Bauingenieur ­ wesen. Maschineningenieurwesen einschliesslich der Elektrotechnik und Chemie einschliesslich Hüttenwesen abgelegten Diplomprüfung erteilt die Technische Hochschule den Grad eines Diplom-Ingenieurs. Die Diplomprüfungsordnnngen, für jede Abteilung gesondert ge ­ druckt, können von dem Sekretariat oder dem Hausmeister zutu Preis ven je 20 Pf. bezogen werden. 3. Staatsprüfungen. Es kommen in Betracht: a) die Prüfung für die technischen Ämter im Berg-, Hütten- und Salinenwesen; h) die Prüfung für Apotheker; c) , . „ Nahrungsmittelchemiker; . d) „ „ n das realistische Lehramt. Die Vorschriften Uber diese Prüfungen können auf der Kanzlei eingesehen weiden. Die Befähigung für den höheren Staatsdienst im Hochbau-, im Bauingenieur- und im Maschineningenieurfach einschliesslich Elektrotechnik wird nach der K. Verordnung vom 12. August 1909 (Reg.Blatt S. 233) naebgewiesen: 1. durch die Erstehung der Diplomprüfung an efer Technischen Hochschule in Stuttgart im Jahr 1909 oder später, 2. durch die vorgeschriebene praktische Tätigkeit, 3. durch die Erstehung der Staatsprüfung. Zur praktischen Tätigkeit und zur Staatsprüfung in den bezeich* ueten drei Fachrichtungen werden Diplomingenieure zugelassen, die die Diplomprüfung als Architekt, Bauingenieur, Maschineningenieur, Ver ­ waltungsingenieur oder als Elektroingenieur an der Technischen Hoch ­ schule in Stuttgart abgelegt haben und die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen. Zeugnisse aber die besuchten Vorlesungen, über die Führung au der Hochschule usw. werden den Studierenden nach den einschlägigen Bestimmungen auf Ansuchen ausgestellt, insbesondere bei der Anmeldung zu Prüfungen und bei dem Abgang von der Hochschule. VI. Doktor-lngenicur-Promotion. Durch Königliche Entschliessung vom 22. Januar 1900 wurde der Technischen Hochschule das Recht verliehen, auf Grund einer beson ­ deren Prüfung die Würde eines Doktor-Ingenieurs zu verleihen.