9 Dio Zulassung erfolgt jeweils nur für das betreffende Halbjahr. Sie wird solchen Ausländern grundsätzlich versagt, in deren Heimat ­ staat die deutschen Reifezeugnisse nicht als ausreichender Nachweis der schulwissenschaftlichen Vorbildung für die Zulassung zu den Hoch ­ schulen anerkannt oder Reichsdeutsche aus andern Gründen nicht zugelassen werden. Deutsch-Österreicher gelten nicht als Ausländer im Sinne dieser Bestimmungen und sind den nichtwürttembergischen Reichsangehörigen gleichgestellt Ausländer haben ihre Zulassungsgesuche spätestens einen Monat vor Semesterbeginn unter Vorlage der erforderlichen Papiere beim Rektorat einzureichen. Der Meldung sind beizufugen: 1. Ein eingehender Lebenslauf, der über die Staatsangehörigkeit, die Abstammung (Name, Stand und Wohnort der Eltern) und über den bisherigen Bildungsgang Auskunft gibt. 2. Ein Staalsangehürigkeitsausweis oder Heimatschein. 3. Ein Zeugnis über die schulwissenschaftliche Vorbildung, das als gleichwertig mit dem Reifezeugnis einer deutschen neun- stufigen höheren Lehranstalt anzusehen ist, nebst einem amt ­ lichen Nachweis dafür, daß der Bewerber auf Grund dieses Zeugnisses an der entsprechenden heimischen Hochschule uu- • beschränkt zugelassen werden würde. 4. Ein amtliches Führungszeugnis über die Zeit vom Ende der schulwissenschaftlichen Vorbildung ab. 5. Der Nachweis ausreichender Kenntnis der deutschen Sprache. Der Nachweis gilt insbesondere als erbracht, wenn in dem Reifezeugnis uiuer ausländischen Schule bestätigt ist, daß der Inhaber des Zeugnisses in den oberen Klassen mindestens 3 Schuljahre hindurch an dem in der Schule erteilten Unter ­ richt in der deutschen Sprache mit genügendem Erfolg teil ­ genommen hat. G. Der Nachweis der zum Studium erforderlichen Mittel. Ausländische Urkunden, die nicht vom zuständigen deutschen Ver ­ treter (Gesandten, .Konsul) ausgestellt sind, müssen von diesem be ­ glaubigt sein. Urkunden in fremder Sprache ist eine beglaubigte Übersetzung beizufügen. Jeder Studierende hat in die Abteilung einzutreten, welche auf den Beruf vorbereitet, dem er sich widmen will. Zum Übertritt von einer Abteilung in die andere ist die Genehmi ­ gung des Rektors einzuholen. Die Wahl der Vorträge steht den Studierenden frei; auch im Besuch der Übungen findet eine Beschränkung nur insoweit statt, als dies durch die Rücksicht auf die Erhal ­ tung eines erfolgreichen Studiengaugs geboten ist. Die Studierenden haben in jedem Halbjahr gebührenpflichtige Vorlesungen oder Übungen zu belegen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind in den „Vorschriften für dio Studierenden “ besondere Bestimmungen getroffen. b) Für Gasthörer. Personen (auch weibliche), welche an einzelnen Vorträgen und Übungen teilzuuehmen wünschen, aber nicht als Studierende eintreten können oder wollen, können vom Rektor mit Zustimmung der be ­ teiligten Dozenten als Gasthörer auf jederzeitigen Widerruf zuge ­ lassen werden. Die Zulassung kann von dem Nachweis genügender Vorkenntnisse und genauem Ausweis über die Persönlichkeit abhängig gemacht werden. Dieser Nachweis ist jedenfalls von denjenigen zu führen, welche technische Vorlesungen besuchen wollen, und zwar gilt im allgemeinen die Vorschrift, daß die Bewerber, wenn sie nicht zum Besuch nach Maßgabe der Aufnahmebostimmungen für Studierende berechtigt sind, mindestens eine technische Mittelschule mit Erfolg zurückgclegt haben müssen. Ein Fachstudium wird Gasthörern nicht gestattet. In Beziehung auf dio Benützung der Hörsäle ist bestimmt, daß die Studierenden vor den Gasthörern den Vorrang haben. IV. Gebührenordnung. Vorbemerkungen. a) Nachweislich bedürftigen, württembergischen Studierenden können die Gebühren mit Ausnahme der Ersatzgelder auf Ansuchen er ­ lassen oder ermäßigt werden. Die Vergünstigung wird in der Regel für ein Halbjahr gewährt.