Zweck und Vorbildung. 2. Die Werkstattätigkeit soll den Studierenden — als zukünftigen Ingenieur — mit den praktischen Grundlagen seines Berufs, insbesondere mit den Werkstattarbeiten und mit der industriellen Erzeugung durch eigene Anschauung undeigene Mitarbeit vertraut machen. Die Kenntnisse und Eindrücke, die er dabei sammelt, sind zum Verständnis der technischen Vorträge und Übungen in der Hochschule und besonders für die spätere Berufsarbeit notwendig. Durch diese Arbeit in den Werk- stätten soll der Studierende auch die sozialen Verhältnisse der Arbeiter kennen und beurteilen lernen, damit er später ein gerechter Vorgesetzter sein kann. 3. Der Studierende muß für seine verhältnismäßig kurze praktische Aus- bildung so gereift sein, daß er den gestellten Anforderungen völlig nachkommen kann, daß er der Fülle neuer Eindrücke gewachsen ist, und daß er während dieser Werkstattlehrzeit die richtige Einstellung im Hinblick auf seinen späteren Ingenieur- beruf beobachtet. Es wird deshalb im allgemeinen nur diejenige Werkstattätigkeit anerkannt, die nach der vorgeschriebenen Reifeprüfung abgelegt worden ist. Ander- weitige praktische Tätigkeit bedarf zur Anrechnung besonderer Genehmigung. Dauer und Zeiteinteilung. 4. Die in der Diplomprüfungs-Ordnung verlangte Mindestpraxis von 12 Mo- naten, von der mindestens 6 Monate zusammenhängend vor Beginn des technischen Studiums zu erledigen sind (siehe auch unter III), muß in den einschlägigen Fabrikationswerkstätten erworben werden. 5. Die Einrede, keine geeignete Praktikantenstelle gefunden zu haben, wird grundsätzlich nicht anerkannt. 6. Für Fehlzeiten an der Mindestpraxis von 6 bzw. 12 Monaten wird geeignete Ergänzung verlangt. Etwaige Unterbrechungen der Praxis durch Krankheit müssen durch einen Arzt begründet und beglaubigt sein. 7. Wegen der Wichtigkeit praktischer Kenntnisse wird den Studierenden nach- drücklich empfohlen, für ihre gesamte praktische Ausbildung 18 bis 20 Monate aufzuwenden. 8. Ein größerer Teil der praktischen Ausbildung, namentlich in den Sonderfächern (wie Elektrotechnik, Dampfturbinen- und Verkehrsmaschinenbau, wirtschaftliche. Reihenfertigung usw.), wird zweckmäßig nach der Vorprüfung erledigt, da dann das inzwischen betriebene Fachstudium das Verständnis für Ge- staltung, Herstellungsverfahren, Fabrikeinrichtungen und Erzeugnisse wesentlich unterstützt. Bis zur Mindestdauer von 12 Monaten muß auch diese weitere Praxis in Fabrikationswerkstätten bzw. auf Werkplätzen oder Werften erworben werden. 9. Über die als Mindestmaß vorgeschriebenen 12 Monate Fertigungspraxis hinaus wird, je nach Studienrichtung, eine Werktätigkeit bei Maschinen- und Apparate- aufstellungen, bei Hochspannungsmontagen, in Kraft- und Umspannungswerken, auf Lokomotiven oder Schiffen, in Fernmeldezentralen, auf Flugplätzen, auf Prüfständen, in Laboratorien sowie in Betriebs- und Konstruktionsbüros nachdrücklich empfohlen. 10. Die zur Ergänzung der für die Aufnahme in die Technische Hochschule vor- geschriebenen 6 Monate (Ziffer 4) notwendige weitere praktische Ausbildung kann nach der Vorprüfung, und zwar zusammenhängend während I oder 2 Semestern oder in den Ferien erledigt werden, jedoch soll jeweils eine Arbeitszeit von 2 bis 3 Monaten nachgewiesen werden. Ausbildungsabschnitte unter | Monat werden nicht angerechnet. 11. Die Sommerferien sollen im allgemeinen für Studienarbeiten und Studien- reisen, für wissenschaftliche Arbeit in Laboratorien oder Konstruktionsbüros oder für ergänzende Spezialpraxis freigehalten werden. Die während der Studienjahre dem Praktikanten gegebene Möglichkeit, Einblick in die verschiedensten Fertigungs- gebiete und Betriebe zu erlangen, wird sich im späteren Berufsleben kaum mehr bieten; deshalb soll man an der Praxis nicht sparen, 100 12. Auslä i . monatige Nr ne oben en vor Beginn des Studiums die erforderliche zwölf. nach. Praktikantenst len ıldung zu erwerben. Da es ihnen bei der starken Nacht Be in geeigneten d S ch en seitens der deutschen Studierenden häufig schwieri a. 1 gneten deutschen Betrieben unterzukommen, kann ihre Sek A he Ar ung in guten ausländischen Betrieb: N ; FAKEIS te n erfolgen, muß aber diesen Richtlinien sinngemäß Art und Weise der praktischen Ausbildung. U Es ist zw sckmißie: die praktische Ausbildung mit den mehr ha \ en, z.B. mit Formerei, Modelltischlerei Schmied dS ‚ginnen und dann die maschinelle Bearbeitung eren Fra schließen, hierauf den Zusammenbau von AB lernen und zuletzt im Betrieb von Maschine arbeiten. Erst nach einer zwölfmonatigen keit in Betriebs- usw. Büros in F. rage kommen ndwerksmäßigen | 1 hlosserei zu be- wie Dreherei, Fräserei usw. anzu- paraten und Maschinen kennenzu- nanlagen oder auf Prüfständen zu Werkstattpraxis kann eine Tätig- Für die zeitliche Eintei i i N Vorchi gen te Einteilung dieser Praxis werden unter der folgenden Ziffer II 14. Für das er$ } i ialieiernn SER ETDIE N es archen Ausbildung wird vor zu enger Spe isierı ‚ dıe ım Wıderspruch zum akademischen Studi ] zu einseıtig machen könnte. Erst für d i dA CE See ta . Erst für den zweiten Teil der Ausbildu Il 1 Yıken des von ihnen bevorzugt 1 an zn den besonderen. Werkstattarbeiten vertraut A a Salben um mit 15. Der Studierende soll durch seine Praxis ei 1 w | € axIıs einerseits praktische Ke 1 Nerlstofle und Ahres EN bei der Bearbeitung, der Werkzeuge uud ee De ne En cn S earbeitungsmöglichkeiten, der Konstruktionsformen "1 Pr eh eile, Apparate und Maschinen erwerben; andererseits soll er Een Arno ung en Einblick in das Zusammenarbeiten der verschie- Ca gruppen, ın die Leitung und Organisation der Werkstätten und in di ungsmethoden der Arbeitskräfte gewinnen. A 16. Die Handfertigkeit im For 1 1 ı £ Formen, Schmieden, Schl N br fen u os Yemgstens so wet Hr OhSe HS Ca kn ed m 1 rende gt ist, die für die einzelnen Arbei öti 1 au keit und die mit der Herstellung verbundenen N a zu beurteilen und an der Ausführun: und Aufstellung von Maschinen und sonstigen g einschlägigen Er Zzeugn!ssen selbsttätig mıtzuar beiten. 17. Die Studierenden haben sich al i 7. C € s Arbeit } etätigen, um sich auch in den Verkehr mit den een Aalen NE g der Arbeiter seıtens der handlun d Meister und Ingenieure und ın die Denkweise der fe Prob kenten schen während de. ersten Ausbildung vor dem Studium le erkzeichnungen auszuführen haben, mü 1 i zeichnungen verstehen und einfache W, 1 m ra on Mac A einfache Werkskizzen ausführen können. Deshalb wird ersten Ausbildung empfohlen, Gel 1 i ce 4 pfohlen, Gelegenheiten zur Teilnah aschinenbauerkursen, na ich ı chnise jchner. Susann U rsen, namentlich im technisch ü und deswegen die Betriebsleitung zu befragen. Sm 7 elChogn: aysrunützen Ausbildungsbetriebe. B. Den Anfang an De Kenntnisse Handfertigkeit und soziale Einfühlung ıkbetrieben der Privat- oder Gemeinwi sprochen werden. Bauschlossereien, In 1 ä CE ee 1 . ‚. Installationsgeschäfte, kl R stätten und außerhalb der Industri ten. sowie le an Merle | e stehende Lehrwerkstätten sowie di 1 . ne . . € nk erksbetriebe scheiden für die erforderliche praktische Ausbildung aus, da Si ne Beobachtung der industriellen Fertigung nicht ermöglichen, Or 1017