hiesige Technische Hochschule übergehen. Bei dem Übertritt ist außerdem das Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Hochschule vorzulegen. Bestimmungen über das Studium von Ausländern, 1. Ausländer werden zugelassen , soweit dadurch die be- rechtigten Ansprüche deutscher Studierender und sonstige deutsche Interessen nicht verletzt werden. Vorbedingung für die Zulassung jedes Ausländers ist, daß sein Heimatstaat Gegenseitigkeit gewährt, d.h. daß in ihm die deut- schen Reifezeugnisse in gleichem Umfang wie die entsprechenden inländischen Zeugnisse als ausreichender Nachweis der schulwis- senschaftlichen Vorbildung für die Zulassung zu seinen Hochschu- len uneingeschränkt anerkannt und demgemäß Deutsche auf Grund solchen Nachweises. in gleicher Weise wie Inländer tatsächlich zu seinen Hochschulen zugelassen werden. Die Zulassung von Ausländern erfolgt jeweils nur für das be- treffende Halbjahr. 2. Den Gesuchen um Zulassung, in denen das beabsichtigte Studienfach genau zu bezeichnen ist, sind folgende Nachweise beizulegen: a) Ein Reifezeugnis, das im Heimatland des Gesuchstel- lers zur Zulassung zu dem betreffenden Hochschulstudium berechtigt und dem Reifezeugnis einer deutschen neunstufi- gen höheren Schule (Gymnasium, Realgymnasium, Oberreal- schule) gleichwertig sein muß. Befindet sich nicht schon auf dem Zeugnis selbst ein Ver- merk über die Berechtigung zum Hochschulstudium in dem Heimatland, so ist über diese Berechtigung eine besondere Bescheinigung beizubringen. Für die Zulassung von Ausländern, die ein solches Reife- zeugnis nicht besitzen, gelten besondere Bestimmungen. Der Nachweis ausreichenderKenntnisse inder deutschen Sprache. Dieser Nachweis kann bei allen Ausländern vorausgesetzt werden, die ein deutsches Reife- zeugnis oder das Zeugnis einer Schule mit deutscher Unter- richtssprache erworben haben. Bei allen übrigen Ausländern wird vor der Aufnahme geprüft, ob genügendes Verständnis der deutschen Sprache vorhanden ist. Trifft dies nicht zu, so kommt nur die Aufnahme als Gasthörer in Frage, bis aus- reichende Kenntnisse in der deutschen Sprache erworben worden sind. Für Studienfächer, bei denen eine vorherige praktische Tätig- keit vorgeschrieben ist, ein Nachweisüberdieprak- tische Tätigkeit. Ein eingehender selbstgeschriebener Lebens- lauf, der neben der Staatsangehörigkeit, der Abstammung, dem Geburtsort usw. insbesondere die Schulvorbildung und das etwaige bisherige Studium, enthalten soll. Einen Heimatschein oder Staatsangehörigkeitsausweis. Ein amtliches Führungszeugnis, sofern sich das Hochschul- studium nicht unmittelbar an den Besuch der Mittelschule anschließt. Alle Zeugnisse sind in Urschrift oder in amtlich be- glaubigter Abschrift, fremdsprachliche mit amtlich beglaubig- ter Übersetzung, einzureichen. Ausländer, die keine Zeug- nisse bei sich führen, aber glaubhaft machen, daß sie eine ausreichende Vorbildung besitzen, können bis zur Dauer eines Semesters als Gasthörer zugelassen werden. 3. Deutsche aus den abgetrennten deutschen Gebieten sowie Deutsch-Österreicher, die ihr Heimatrecht in einer österreichischen Gemeinde durch eine amtliche Zuständigkeitserklärung nachwei- sen, gelten nicht als Ausländer im Sinne der vorstehenden Bestim- mungen. Das gleiche gilt für andere Deutschstämmige mit fremder Staatsangehörigkeit (Kolonistensöhne, Balten, Siebenbürger Sach- sen usw.) bei entsprechendem Nachweis, b) Für Gasthörer. Personen, die nicht als ordentliche oder außerordentliche Stu- dierende aufgenommen werden können oder wollen, jedoch eine zum Besuch von Vorlesungen hinreichende Vorbildung besitzen, können vom Rektor als Gasthörer zugelassen werden. Diese gehören nicht zum Verband der Hochschule und unterstehen der Disziplin der Hochschule nur in bezug auf die Einhaltung der Ord- nung beim Besuch der Vorlesungen. Der Nachweis der Vorbildung ist jedenfalls von denjenigen zu führen, welche technische Vorlesungen besuchen wol- len, und zwar gilt im ailgemeinen die Vorschrift, daß die Bewerber, wenn sie nicht zum Besuch nach Maßgabe der Aufnahmebestim- mungen für Studierende berechtigt sind, mindestens eine technische Mittelschule mit Erfolg zurückgelegt haben müssen. Ein Fach- studium wird Gasthörern nicht gestattet; ein solches ist in der Re- gel anzunehmen, wenn mehr als 12 Wochenstunden belegt werden. In Beziehung auf die Benützung der Hörsäle ist bestimmt, daß die Studierenden vor den Gasthörern den Vorrang haben. T. H. Programm 2 17