lü 2 17 Über die Zulassung als Gasthörer entscheidet der Rektor. Er kann die Zulassung von der Zustimmung derjenigen Hochschullehrer abhängig machen, deren Vorlesungen der Antragsteller zu besuchen beabsichtigt. Die Zulassung als Gasthörer erfolgt in der Regel für l Semester; eine Verlängerung für iiichrerc Semester ist möglich. Personen die den Vorschriften der Immatrikulation genügen und die, ohne bisher eine staatliche oder akademische Prüfung bestanden zu haben, das Studium lediglich zum Zwecke der Ablegung einer dieser Prüfungen betreiben, werden als Gasthörer nicht zugelassen. Ein Vollstudium wird Gasthörern nicht gestattet; ein solches ist in der Regel anzunehmen, wenn mehr als 12 Wochenstunden belegt werden. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen möglich; Anträge diesbezüglicher Art sind schriftlich an den Rektor einzureichen. Die Gasthörer unterstehen der Disziplin der Hochschule nur in Bezug auf die Einhaltung der Ordnung beim Besuch der Vorlesungen. li. Ausländer 1. Vorbedingung für die Zulassung jedes Ausländers ist, daß sein Hei- niatstaat Gegenseitigkeit gewährt, d. h.. daß an seinen Hochschulen die deutschen Reifezeugnisse in gleichem Umfang wie die entsprechenden inländischen Zeugnisse als ausreichender Nachweis der Vorbildung für die Zulassung ailerkannt werden. Über die Anerkennung ausländischer Zeugnisse und über die Aner ­ kennung der Semester, die an ausländischen Hochschulen verbracht sind, wird stets erst nach Vorlage der Zeugnisse mit beglaubigter deutscher Übersetzung entschieden. Uber die Zulassung zum Studium entscheidet der Reichsminister für Wissenschaft. Erziehung und Volksbildung. Der Bescheid über die Zu ­ lassung wird dem Antragsteller, schriftlich initgeteilt. Es wird dringend empfohlen, die Reise erst dann anzutreten, wenn der Antragsteller den Zulassungsbescheid erhalten hat. Allen Anfragen ist ein mit der 'Anschrift des Antragstellers versehener Briefumschlag mit internationalem Aniwortfchein für die Antwort bei ­ zufügen. Auch auf dem Antrag selbst must die Anschrift des Antrag ­ stellers mit deutlicher Schrift angegeben werden. Dabei ist der Familienname zu unterstreichen. 2. Das Ausnahmegesuch ist in deutscher Sprache abzufassen und darin an ­ zugeben, welche Fachrichtung zum Studium gewählt, und ob Auf ­ nahme als Student mit großer oder kleiner Matrikel oder Gasthörer ls.S. 11 —15) gewünscht wird. Es ist spätestens I Monat vor Beginn des Semesters schriftlich an den Rektor der Technischen Hochschule einzu ­ reichen. Außerdem ist beizufügen: a) Reifezeugnis in Urschrift und beglaubigter deutscher Übersetzung, Ir) etwaige Abgangszeugnisse von deutschen oder ausländischen Hoch ­ schulen, c) ei» selbstgeschriebener Lebenslauf in deutscher Sprache (mit Angabe des Geburtsdatums, der Staatsangehörigkeit und der Konfession). <>) Nachweis über die Ablegung der evtl, verlangten Vorpraxis ls. unten S. 19), e) polizeiliches Führungszeugnis, sofern sich das Hochschulstudium nicht unmittelbar an den Besuch der Mittel- (höheren) Schule anschlicht, f) amtlich beglaubigte Bescheinigung, in der sich der Vater oder Vor ­ mund verpflichtet, die durch daö Studium des Sohnes oder Mündels einstehenden Kosten zu tragen. g) nötigenfalls der Nachweis ausreichender Kenntnisse der deuischett Sprache. Die Vorlegung einer Bescheinigung dieser Sprachkeunt- nisse bleibt vorbehalten, li) eine Erklärung deö Antragstellers, daß er nicht Jude ist'). Fremdsprachliche Zeugnisse sind in gleichlautender deutscher Übersetzung ein ­ zureichen. Beim Eintritt in die Hochschule find ferner der Reisepaß sowie die oben unter > 10 und I I verzeichneten Nachweise vorzulegen. An- und Abmeldung 'Anmeldung (Gebührcn.uizahlung und Einschreibung). Alle Studierenden ha ­ ben sich zu Beginn eines jeden Semesters innerhalb der hierfür vorgesehenen Frist einschreiben zu lassen. Hierbei ist folgendes zu beachten (siehe auch das oben unter l II erwähnte Merkblatt): Die von allen Studierenden unter Vorlage des Belegbuchs und des Ge- bührenblattS zu leistende Anzahlung auf das Kolleggeld hat innerhalb der Einschrcibefrist aus der Kasse. Hauptgebäude Zimmer ü8 (geöffnet täglich von 10 12 Uhr), zu erfolgen. Ohne vorherige Leistung einer Anzahlung ist die Einschreibung nicht möglich. Nach Leistung der Anzahlung begibt sich der Studierende mit den ausgefüllten Meldepapieren aus das Sekretariat zur eigentlichen Einschreibung (Hauptgebäude Zimmer 55a). Das Sekre ­ tariat ist während der Einschrcibcsristen zur Entgegennahme von Rückmel ­ dungen täglich von 10 12 Uhr und zur Entgegennahme von Neu- und Wie- dereinschreibungen täglich von 14—16 Uhr (außer Samstag-Nachmittag) ') Die Erklärung muh folgenden Wortlaut haben: ..2ch erkläre, das, ich nicht Jude bin. der jüdischen Religion-gemeinschaft nicht angcbörc und anch nicht angehört habe, auch nicht mit einem Inden verheiratet bin. Jude ist nach deurschem Recht, wer von mindesten- drei der Rasse nach voll- jüdischen Großeltern abstammt. Ich erkläre außerdem, daß ich auch lein jüdischer Mischling bin".