der Hauptbahnen gegenüber. Insbesondere führten die Wellen- und Gebirgsformen des Landes zu ungleich beträchtlicheren Baukosten oder zu einem schwierigeren lind kostspieligen Betrieb, als in Flachländern. So ist es erklärlich, dass sich die Privatspekulation von dem geplanten Unternehmen zunächst wieder abzuwenden für gut fand. Da deren Versuche interessante Gesichtspunkte oder Fortschritte in der Entwickelung unseres Eisenbahnwesens nicht bieten, haben wir keine Veranlassung, uns eingehender damit zu beschäftigen. Indessen hatten diese ersten Versuche die praktische Folge, dass die Staatsregierung es bald als ihre Aufgabe erkannte, von sich aus den Eisenbahnbau in Behandlung zu nehmen. Infolge Königlicher Weisung an den Minister des Innern von Schlayer wurde im Jahre 1835 der Frage der Ausführung ernstlich näher getreten und nach eingehender Untersuchung die Aufnahme der Projektierungsarbeiten befohlen. Ausgehend von diesem Zeitpunkt, als dem eigentlichen Beginn des Bahnbaues, wird der Text in 2 abgesonderten Teilen und Formen zur Darstellung gebracht: A. Nach sechs in ihrem Wesen und in charakteristischen Merkmalen verschiedenen Perioden, nämlich: I. Periode von 1833 bis 1844 unter dem Ministerium des Innern, mit Erteilung von Aufträgen zur Bearbeitung von Projekten über die Stammbahnen, deren Kosten ­ berechnung und vorläufige Feststellung. II. Periode von 1844 bis 1854 unter dem Ministerium der Finanzen, mit Ausführung der Stammbahnen und Ausbildung des Eisenbahnbetriebsdienstes. III. Periode von 1854 bis 1864 unter dem Ministerium der Finanzen, mit Projektierung und Herstellung von Betriebseinrichtungen und weiteren Eisenbahnbauten; Trennung der Verwaltung nach Bau- und Betriebsdienst. IV. Periode von 1864 bis 1870 unter dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, mit rascher Ausbreitung des Eisenbahnnetzes und mit vorherrschender Berücksich ­ tigung des internen gegenüber dem Transitverkehr. V. Periode von 1870 bis 1880 unter dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, mit Schaffung einer selbständigen Behörde für sämtliche k. württ. Verkehrsanstalten und mit Rückkehr zu dem System der Transitbahnen. VI. Periode von 1880 bis 1888 unter dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, mit Aufhebung der gesonderten Generaldirektion der Verkehrsanstalten, Einstellung der Generaldirektion in das Ministerium; mit Fortsetzung des Baues von Transit ­ bahnen, und mit Projektierung einer ersten Sekundärbahn. B. Nach einer die Gesamtperiode von 1835 bis 1889 umspannenden Darstellung von 8 ver ­ schiedenen Materien, deren es sind: a) weitere, teilweise im Bau befindliche Projekte über Verbindungs- und Ergänzungs-, Voll- und Sekundärbahnen, II. Geleise etc.; b) finanzielle Entwickelung des Eisenbahnbaues und Betriebs der Königl. württemb. Staatseisenbahnen; c) Ausscheidung des Reinertrags aus Transit- und Lokalbahnen; d) Lageplan der Königl. württemb. Staatseisenbahnen; e) Nutzen des Inhalts der Rückschau über den Verlauf des Baues und der bezüglichen Erfahrungen; f) Quellen, welche für Beschreibung gedient haben und dieselbe fernerhin ergänzen; g) Verzeichnisse über die dem Eisenbahnbau immer vorgesetzt gewesenen Minister; über mit dem Reiche und den Nachbarstaaten abgeschlossene Staatsverträge.