35 Einnahme per Wegstunde für eine Person mit 6 kr., für einen Zentner Güter mit 7 / 8 kr. ange ­ nommen werden; da aber, besonders bei Gütern, der Transport auf kleinern Strecken verhältnis ­ mässig etwas höher gerechnet wird, so wäre für die 4 Stunden lange Strecke Stuttgart-—Esslingen und Stuttgart—Ludwigsburg 4 kr. per Zentner zu rechnen. Demnach ergäbe sich nun als durch ­ schnittliche Einnahme für die Strecke von einer Person von einem Zentner Güter Stuttgart—Kannstatt . . . . 6 kr. . — Stuttgart—Esslingen . . . . 24 „ . 4 kr. Stuttgart—Ludwigsburg . . . 24 „ . • 4 » und die jährliche Einnahme würde betragen von 250000 Reisenden zwischen Stuttgart und Kannstatt ä 6 kr. . 25000 fl. „ 150000 „ 33 33 „ Esslingen ä 24 „ 60000 „ „ 200000 „ 33 33 „ Ludwigsburg ä 24 „ 80000 „ „ 1000000 Ztr. Güter 33 33 „ Esslingen ä 4 „ 66667 » „ 800000 „ 33 33 „ Ludwigsburg ä 4 „ 53333 „ Summe der Einnahmen 285000 fl. Dagegen betragen die Betriebsauslagen für die Sektion Stuttgart—Esslingen 69901 fl. „ „ „ Stuttgart—Ludwigsburg 61298 fl. 131199 fl. Nettoerträgnis 153801 fl. Nach diesem Kalkül würden also die Betriebsauslagen 46 Proz. der Bruttoeinnahmen betragen, ein Verhältnis, wie es bei den zweckmässig betriebenen Eisenbahnen in Deutschland und andern Ländern gewöhnlich anzutreffen ist. Werden für Verzinsung und Amortisierung des Anlagekapitals 4 Proz. als hinreichend erachtet, so dürfte der Staat, der obigen Rechnung zufolge, für die Ausführung und Equipierung der Eisen ­ bahn von Esslingen über Stuttgart nach Ludwigsburg, deren Länge 101248 Fuss oder etwas über 7 3 /4 Wegstunden (ä 13000 württembergische Fuss) beträgt, ein Kapital von 3 845000 fl. verwenden. L. KLEIN. Mit diesem von den verschiedenen Referenten geprüften Gutachten des Zivilingenieurs L. Klein erstatteten Gutachten konnte sich die Eisenbahnkommission und nach ihr das K. Ministerium einverstanden erklären. Es wurde die Lage des Bahnhofs an der Schlossstrasse gewählt und auch den anderweitigen Vorschlägen Etzels zugestimmt, dieselben höchsten Orts genehmigt und wurde deren Ausführung befohlen. I- Ba-ixperiocle- Neunzehntes Kapitel. Vergleichung zwischen Fils- und Remsbahn. Zufolge der fortwährenden Bemühungen der Bewohner des llemsthales, welche von dem preussischen Eisenbahntechniker Beyse Gutachten eingeholt hatten und denen schliesslich Unterstützung durch Vignoles geleistet wurde, hatten die Folge, dass Seitens der Regierung die Aufstellung von Plänen, Ueberschlägen und Ertragsberechnungen über die Fils-und Remsbahn von ihren Technikern einverlangt, und von diesen auch bearbeitet wurden, wobei diese Oberingenieure bei Fertigung der Pläne möglichst gleiche Bauformen, nämlich gleiche Steigungen und Krümmungen; bei Bearbeitung der Ueberschläge gleiche Einzelpreise, bei der Rentenberechnung gleichmässige Bruttoeinnahmen zu Grunde legten.