41 Was die Krümmungen betrifft, so ist in der Linie von Stuttgart über Geislingen nach Ulm: die Länge der Geraden mit 167459 Fuss, ,', „ „ Kurven mit 155203 „ bemessen. Die Kurvenlänge beträgt mithin 48 Prozent von der Gesamtlänge der Bahnlinie. In der Linie von Stuttgart über Aalen und Sontheim nach Ulm betragen: die Geraden die Kurven zwischen Stuttgart und Aalen .... 149450 Fuss 112400 Fuss, „ Aalen „ Sontheim . . . 96900 „ 58200 „ „ Sontheim „ Ulm .... 85700 „ 17300 „ . 332050 Fuss 187900 Fuss. Die Summe der Krümmungen ist also in der längeren Linie ebenfalls grösser als in der direkten, obschon sich das Verhältnis der Kurven zu den Geraden etwas günstiger stellt, indem erstere nur 36 Prozent der gesamten Bahnlänge ausmachen. Anlagekosten. Nach den auf dem Landtage von 1843 den Ständen vorgelegten Tabellen beträgt der Gesamtaufwand für eine Eisenbahnlinie von Aldingen über Aalen und Sontheim nach Ulm 10743883 fl. Diese Summe gründet sich indessen auf einen in manchen Stücken von dem vorliegenden abweichenden Entwurf und begreift überdies weder die Kosten des Betriebsmaterials, noch die der allgemeinen Verwaltung. Eine Vergleichung derselben mit den Resultaten unserer Berechnungen lässt sich daher nicht wohl anstellen. Beyse schätzt für die Bahn von Kannstatt über Aalen nach Ulm, alles inbegriffen 12255698 fl. Vignoles schätzt für die Remsthalbahn 10500000 fl. und mit Inbegriff des zweiten Geleises, auf welches bei dieser Summe nicht Rücksicht genommen ist (65000 fl. per Stunde), 13000000 fl. Weit weniger günstige Resultate lieferten die von uns auf den Grund eines detaillierten Entwurfes und derselben Preissätze, welche wir für die Filsthalbahn angenommen hatten, ange- stelltcn Berechnungen. Nach diesen Berechnungen erfordert die Anlage der Remsthalbahn von Kannstatt bis Ulm einen Aufwand von 14233955 fl., das Betriebsmaterial 1438200 „ Der Anteil der mechanischen Werkstätte und die allgemeinen Verwaltungskosten 400000 „ zusammen 16072155 fl. Hingegen fordert die Anlage der Filsthalbahn von Kannstatt bis Ulm nach unsern früheren Berechnungen einen Aufwand von 9994719 fl., das Betriebsmaterial 1120000 „ der Anteil der mechanischen Werkstätte und der allgemeinen Verwaltungskosten 300000 „ zusammen 11414719 fl., woraus sich zu gunsten der Filsthalbahn eine Differenz von . . . . 4657436 fl. ergibt. Noch auffallender stellt sich diese Differenz heraus, wenn auf den durch das Gesetz vom 18. April 1843 bestimmten Bau einer Eisenbahn ins obere Neckarthal Rücksicht genommen wird. Diese Linie als eine gegebene betrachtet, würde neben der Remsthalbahn jedenfalls noch der Bau der Bahnstrecke von Kannstatt nach Plochingen notwendig werden, und es könnte daher streng genommen, nur von einer Vergleichung der Linie von Plochingen nach Ulm mit der Remsthalbahn die Rede sein. Diese Vergleichung zeigt zu gunsten der Filsthalbahn eine Differenz von 6634448 fl. 6