wmmm&w 4»* ' --• -*♦ '• »**'*r • II. Bauperiode. Erstes Kapitel. Programm für den Inhalt der Beschreibung über die einzelnen Bahnstrecken und Beginn des Baues. ie Besprechung der einzelnen Bahnen, in welche nunmehr einzutreten ist, wird derart gehalten und begrenzt sein, dass nutzlose Weitläufigkeiten ausgeschlossen, dagegen un ­ gewöhnliche, belehrende und interessante, der Ausführung jeder Bahnstrecke angehörige wichtigere Begebenheiten dem Texte einverleibt sind, so dass dieselben in zeitgemässer Angliederung an den Gesamtverlauf der Baugeschichte als eine Sammlung nützlicher und belehrender Gegenstände und Erfahrungen sich ergeben. Ueberall ist das Verfahren bei Ausführung einer, unter gewöhnlichen Verhältnissen, etwa nach den Vorschriften des Vereins der deutschen Eisenbahnverwaltungen oder der Reichsregierung ausgeführten Bahnlinie sowohl aus der Litteratur als aus der Praxis bekannt, und den Eisenbahn ­ technikern zur Uebung geworden. Eingehende Darstellung solcher Geschäftsabwickelung, wenn bei ihr keine wichtigen Zwischen ­ fälle vorkamen, erscheint daher überall nicht als Bedürfnis: eine ungemein schleppende Beschreibung sogar würde sich gestalten, wenn jede der einzelnen unter normalem Verlauf erbauten Bahnlinien vollständige Beschreibung zu finden hätte. Dagegen können der Bauausführung beigegangene wich ­ tigere Begebenheiten von sehr grossem Nutzen sein, wenn sie mit allfälligen Folgen bekannt gegeben werden. Ausser dieser allgemeinen Betrachtung werden den folgenden Beschreibungen der Einzel ­ strecken noch einverleibt sein: Die Namen der technischen und Verwaltungsreferenten; der Bau ­ ämter und ihrer Vorstände, die Zeit der Erbauung und der Tag der Betriebseröffnung; die den Vorarbeiten und der Bauausführung immer verbunden gewesenen wichtigeren, insbesondere technischen Vorkommnisse; die Länge der betreffenden Strecken, die Minimalkurvenradien, Maximalgradienten, die geognostische Bodenbeschaffenheit der von den einzelnen Linien durchzogenen Landesteile; die wichtigsten Bauwerke dieser Bahnstrecken etc. Wohl hätte es sich empfehlen können, die für die Eisenbahnen erstellten Bauwerke ein ­ gehender zu beschreiben, zumal einzelne der leitenden Minister speziellen Einfluss dahin ausübten: die wichtigeren Bauwerke den Baustilen der betreffenden Gegend anzupassen. Solche Beschreibung jedoch, indem sie den von uns gesteckten Rahmen weit überschritten, die Uebersichtlichkeit der Darstellung beeinträchtigt hätte, musste unterlassen werden. Dagegen wurde als Ersatz für dieselbe eine Anzahl Abbildungen von ausgeführten, unseren Eisenbahnen angehörigen Brücken, Hochbauten, Fahrzeugen etc. an entsprechender Stelle in den Text eingestellt, welche, der Mappe des Verfassers entnommen, ersehen lassen, wie meist jenen Weisungen entsprochen wurde. Mit dem Beginn der zweiten Bauperiode waren die Lücken ausgefüllt, die Hindernisse beseitigt, welche der Entwickelung des Eisenbahnwesens in Württemberg bisher im Wege standen. Unter steter Beachtung der von den Ständen, von fremden Technikern und von anderen Seiten dargebrachten Wünsche und Anträge haben sich zunächst die Oberingenicurc der Eisenbahn-