79 Der jetzige Wechselbahnhof Bretten hat eine Länge von 1450 Meter und 84 Meter Breite. Erstellt sind auf demselben: ä) eine württembergische Lokomotivremise 33,29 Meter lang, 13,09 Meter breit; b) ein gemeinschaftlicher Güterschuppen . 68,5 33 33 11,14 33 33 (der württembergische Teil). . . 34,25 33 33 11,14 33 33 0 ein Dienstwohngebäude 1 3,5 33 33 6,75 33 33 d) ein „ 15,0 33 33 12,0 33 33 e ) ein neues Dienstwohngebäude .... 18 33 33 10 badisches Verwaltungsgebäude (prov.) 59,6 33 3 3 IO 33 33 „ Lokomotivremise .... 33 33 33 14 33 33 mit Anbau 17 nebst drei badischen Dienstwohngebäuden. 35 33 4 33 33 II. Bauperiode. Zwölftes Kapitel. Ueberblick über die zweite Bauperiode. Mit der Westbahn waren die Stammbahnen zur Vollendung gebracht. Eine Anzahl von Aenderungen in der Richtung der von dem Oberbaurat v. Bi'thler und General v. Seeger bearbeiteten Bahnen war durch anderweitige Vorschläge der berufenen fremden Techniker und durch Um ­ arbeitungen der Referenten Etzel, Klein, Knoll von der Königl. Eisenbahnkommission in die Pläne eingestellt und zur Ausführung gebracht. Erheblichste Abweichungen von ihrer erstmaligen Anlage hatte die sogen. Zentralbahn Esslingen—Ludwigsburg, zwar nicht auf Strecke Esslingen—Kannstatt, aber in ihren weiteren Teilen erfahren. Von Kannstatt war die Zweigbahn Kannstatt—Neckarthor—Stuttgart und die Linie Kannstatt—Neckarthal—Ludwigsburg aufgegeben, an ihre Stelle die Hauptbahn Kannstatt—Stuttgart— Feuerbach—Zuffenhausen—Ludwigsburg gesetzt, so dass jetzt Stuttgart die Haupt- und Zentral ­ bahn des württembergischen Eisenbahnnetzes darstellt. Die Ostbahn war von Esslingen nach Geis ­ lingen auf die rechte Seite des Filsthaies, von der Ausbiegung in das Wiesensteiger (obere Filsthal) ganz abgerückt und auf rechter Seite des Rohrachthals zum Steighof geleitet. Von hier die frühere Linie über Lonsee und Westerstetten einhaltend, hatte sie von letzterem Orte an Beimerstetten, an Jungingen und Oerlingen vorüber, statt früher über Bollingen, Mähringen und Ehrenstein Richtung nach Ulm erhalten. Blieb die Südbahn mit Ausnahme der Kürzung bei Waldsee unverändert, so waren jetzt die West- und Ostbahn von Stuttgart über Zuffenhausen, Kornwestheim, Ludwigsburg an Asperg vorüber bis Bietigheim zusammengelegt, um dann als Nord ­ bahn über Besigheim, Kirchheim, Lauffen nach Heilbronn; als Westbahn über Vaihingen, Illingen, Mühlacker, Bretten und Bruchsal ihr Ziel zu erreichen, und auf der Station Mühlacker Gelegenheit für Ablenkung nach Pforzheim zu linden. Die gebauten Bahnen waren so billig als möglich angelegt. Alles Bauwerk war einfach und rationell ausgeführt. Solid, aber fast naiv einfach waren die Hochbauten angelegt. Die Bahn ­ wärterhäuser III. Klasse hatten nur einen Vorplatz mit einem Herdchen und eine Wohnstube, gerade gross genug für einen unverheirateten Wärter; aber auch die für grösseren Haushalt be ­ stimmten Bauten dieser Kategorie waren wie in einfachsten Bauformen so in knapp bemessenen Räumen erstellt. Die Stationsgebäude waren so bemessen, dass sie den augenblicklichen Anforde ­ rungen genau entsprachen. Als wider Erwarten ein lebhafterer Verkehr eintrat, mussten (wie in anderen Ländern) manche derselben erweitert werden, ohne dass jedoch dadurch grosser Kosten-