139 I"V_ Bauperiode. Siebentes Kapitel. Heilbronn—Jagstfeld — Osterburken. Technische Referenten: Abel und Morlok und nachher bauleitender Oberingenieur Morlok; Administrativreferent: Grundier; Bauperiode: 1864—1867. I. Abteilung: Heilbronn—Jagstfeld. Erstmals unterm 31. März 1864 hatte ein Staatsvertrag mit Baden und Hessen den Bau der Bahn Heilbronn—Neckarelz der württembergischen Regierung eingeräumt. Doch wurde der ­ selbe im Jahre 1865 dahin modifiziert, dass Württemberg Heilbronn—Jagstfeld—Osterburken, Baden die Strecke Jagstfeld—(Hanau) und Heidelberg zu bauen hatte. Ueber Heilbronn—Jagstfeld war das generelle Projekt durch den Baurat Abel festgestellt und nach der im gewöhnlichen Instanzen ­ gang erfolgten Genehmigung derselben wurde auch die Detailbearbeitung und Ausführung eingeleitet. Nach diesem generellen Projekte war für die Strecke Heilbronn—Jagstfeld, nachdem der Neckar und der Schiffahrtkanal bei Heilbronn überschritten, der Wart- und Stiftsberg umgangen waren, die Richtung des Neckarthals nach Jagstfeld angeordnet, wo die dortige Salinenbahn mit ihr zusammengelegt ist; wo die badischen Bahnen Heidelberg—Mekesheim—Jagstfeld und Heidelberg— Eberbach einmünden, und wo auch die zweite Abteilung unserer Bahn, die Strecke Jagstfeld— Osterburken ihre Einmündung angewiesen hatte. Die besagte hohe und höchste Genehmigung der Bahn Heilbronn—Jagstfeld gab nun Ver ­ anlassung zu der Detailbearbeitung und Ausführung dieser ersten Abteilung. Dieselbe war unter die Oberleitung des Baurats Abel gestellt, an die hierfür bestellten Bauämter und Bauamtsvorstände übertragen. -q Heilbronn mit Bauinspektor Binder; 2) Jagstfeld mit Bauinspektor Zimmer; 3) das Hochbauamt Heilbronn mit Hochbauinspektor Schurr. Hiernach folgt die II. Teilstrecke: Jagstfeld—Osterburken. Technische Referenten: Abel, nachher Morlok; Administrativreferent: v. Grundier; Bauzeit: 1866—1869. Diese Bahnstrecke lehnt sich, von Jagstfeld ausgehend, bis Möckmühl an die Jagst, von da bis in die Nähe der Landesgrenze bei Adelsheim an die Sekach und von hier bis Osterburken an die Kirnau wie an die Städte Neudenau und Adelsheim an. Wegen der scharfen Krümmungen der besagten Thäler waren mit der Ausführung dieser Bahn sehr viele Bauarbeiten in Felsen, in Flusskorrektionen und Brücken etc. nötig. Die generelle erstmalige Bearbeitung dieser Bahn hatte Baurat Abel geleistet; sodann ging sie, wie auch die Aus ­ führung derselben, an den Baurat Morlok über. Administrativreferent war Oberfinanzrat Mauser. Als Bauzeit waren gesteckt und eingehalten die Jahre 1864—1869. Für ihre Detailbearbeitung und Ausführung waren und wurden die Bauämter eingerichtet: Jagstfeld mit Bauinspektor Zimmer; Neudenau mit Sektionsingenieur Lambert; Möckmühl mit Bauinspektor Zeller; Osterburken mit Bauinspektor Maret. Hochbauamt Möckmühl mit Bauinspektor Zeller,