143 14) Brücke über die Kirnau bei Osterburken mit einer Oeffnung von 21,086 Meter Lichtweite und 22,86 Meter Stützweite; Gitterträger 23,2 Meter lang, 2,29 resp. 2,355 Meter hoch und 3,724 Meter voneinander ab ­ stehend von Mitte zu Mitte. Fahrbahn zwischen den Trägern. 15) Wechselbahnhof Osterburken. Wird von der badischen Bahnverwaltung unterhalten. Daselbst: eine württ. Lokomotivremise, 110 Fuss lang, 26 Fuss breit, ein gemeinschaftlicher Güterschuppen, im ganzen 50 Meter lang, 10 Meter breit. I“V_ Bauperiode. Achtes Kapitel. Zuffenhausen—Calw—Nagold—Horb und Calw—Pforzheim. I. Abteilung: ZufFenhausen—Calw. Technischer Referent: v. Abel; Administrativreferent Grund ­ ier; Bauzeit 1865—1868. Nunmehr war, einer Regierungsbestimmung gemäss, für den Schwarzwald und die fruchtbare Gegend des Strohgäus, von Zuffen ­ hausen bis zum Nagoldthal, eine Bahn zu schaffen. Der westliche Teil jener Gegend und die gewerbreiche Stadt Calw konnten auf ein ­ fache Weise berücksichtigt werden durch eine von Pforzheim im Nagoldthal herzuleitende Linie Pforzheim—Calw; doch erschien es angezeigt, über den zwischen Calw und Feuerbach oder Zuffen ­ hausen liegenden Landesteil eine Bahn und zugleich hiermit eine Verbindung zwischen Calw, dem Unterlande and Stuttgart anzulegen. Es war sogar gemeint, mit letzterer und den Teilstrecken Calw— Pforzheim und Calw—Horb—Immendingen—(Basel) eine grosse Transitbahn herzustellen. Mit solcher Transitbahn aber war in Konkurrenz eine von Stuttgart über Herrenberg nach Freudenstadt und in das obere Neckar ­ thal sich verzweigende Bahn, um welche sich die Bewohner und die Komitees von Stuttgart—Böblingen—Freudenstadt schon seit dem Jahre 1842 beworben hatten. Ansehnlichste Fürsprecher standen beiden Parteien zur Seite: der letzteren unter anderen Oberbürgermeister Sick und der Chef ­ redakteur des „Schwäbischen Merkurs“, Dr. Otto Elben; der ersteren der Freiherr v. Varnbüler. Lange zuvor, ehe er Minister war, und besonders als sein Vorgänger im Amte, v. Sigel, für die Linie über Böblingen sich erklärte, hatte er mit namhaften Fachmännern die Angelegenheit dieser Schwarzwaldbahnen gründlich erörtert und sie sorgfältigst und wiederholt in Behandlung gezogen, als er sich im Jahre 1865 an der Spitze der Geschäfte befand.