172 9) Mühlkanalbrücke auf dem Bahnhof Mergentheim, eine Oeffnung, schief, 14,03 Meter Lichtweite, 15,0 Meter Stützweite, Fachwerksträger, 3,724 Meter Abstand von Mitte zu Mitte, 1,493 Meter Höhe. Fahrbahn zwischen den Trägern. 10) Bahnhof Mergentheim (Wechselbahnhof). Derselbe ist 1060 Meter lang, 90 Meter breit. Daselbst sind erstellt: ein württ. Verwaltungsgebäude: zwei Flügelbauten . ä 14,89 Meter lang, 12,32 Meter breit, 27,79 10,6 12,60 5,73 9,02 ein Mittelbau.... eine württ. Lokomotiv- remise 31,51 mit Anbau 93,11 ein gemeinschaftl. Güter ­ schuppen 51,57 Ausserdem: eine badische Wagenremise, „ „ Lokomotivremise. 11) Brücke über den Wachbach auf dem Bahnhof Mergentheim, eine Oeffnung, 14,3 Meter weit, 15,2 Meter Stützweite (7 Geleise), Blechträger 3,724 Meter Abstand von Mitte zu Mitte, 1,493 Meter hoch. Fahrbahn zwischen den Trägern. I"V. Bauperiode. Vierzehntes Kapitel. Rückblick auf die vierte Periode. Wie der Freiherr v. Varnbiiler sich vor und bei Antritt des Ministeriums der Verkehrs ­ anstalten möglichste Ausbreitung des württembergischen Eisenbahnwesens zum Ziel gesteckt, so ist er demselben auch eifrigst nachgekommen und ebenso durch die Stände hierzu gedrängt worden. Die wohlwollende Fürsorge für alle Landesteile, um denselben möglichst gleichmässig die Segnungen des verbesserten Verkehrsmittels zuzuwenden, wurde von ihm jederzeit mit Wärme bethätigt. Dabei aber wurden die Beziehungen zwischen den zu verausgabenden Baukosten und den Erträgnissen der Bahnen nicht mehr wie in den ersten Zeitabschnitten des Baues auf rechnerischem Wege untersucht, weniger in Berücksichtigung gezogen. Daher es gekommen ist, dass jenes Wohl ­ wollen für alle Landesteile, welches sich selbst auf die Erbauung von Vollbahnen für Lokalverkehr erstreckte, derartigen Einfluss auf die Rente der Eisenbahnen ausübte, dass letztere zur Deckung der Verzinsung des Anlagekapitals nicht mehr zureichten. Regierung und Stände haben gewiss alles Recht und Ursache, in dem ganzen Lande die Bahnen zu verbreiten und auch zu thunlich gleichmässiger Verteilung grössere Opfer zu bringen, als es nützlich ist, doch erscheint es angezeigt, hierbei die richtigen Grenzen einzuhalten und zu diesem Zwecke von den Technikern Berechnungen anstellen zu lassen, aus denen das Mass der Opfer jederzeit ersehen und deren Grenze festgestellt werden kann. Diese Einschränkung war vielleicht für württembergische Verhältnisse etwas be ­ scheiden. Da im Jahre 1870 das Anlagekapital 267 Millionen Mark betrug, die Rente auf 325 Prozent gesunken war, ist es nicht zu verwundern, dass der bezügliche Ausfall einen Schatten