208 4) Leinbachbrücke und Feldweg bei Schwaigern, eine Oeffnung, 16,0 Meter im Licht weit, 17,4 Meter Stützweite und 1,86 Meter hohe Fachwerksträger, mit 2,20 Meter Entfernung von Mitte zu Mitte. Fahrbahn zwischen den Trägern. 5a) Schräge Brücke über den Mühlweg auf Markung Streichenberg, zwischen Gem- mingen und Eppingen, eine Oeffnung, 12 Meter Lichtweite, 1,26 Meter hohe Blech ­ träger, 13,0 Meter Stützweite, Träger 3,80 Meter Abstand von Mitte zu Mitte. Fahr ­ bahn zwischen den Trägern. 5b) Brücke über eine Vizinalstrasse zwischen Gemmingen und Eppingen, eine Oeffnung, 12,0 Meter Licht-, 13,0 Meter Stützweite, Blechträger 1,26 Meter hoch, mit 3,88 Meter Abstand von Mitte zu Mitte. Fahrbahn zwischen den Trägern. 6) Wechselbahnhof Eppingen (badisch). Mit 1155 Meter Länge, 108 Meter grösster Breite. Daselbst sind erstellt: eine württemb. Lokomotivremise . 19,23 Meter lang, 12,04 Meter breit, gemeinschaftl. Güterschuppen, württemb. Teil 31,00 „ „ 11,00 „ „ VI. Bauperiode. Viertes Kapitel. Staatsbahnen II. Ordnung in Württemberg; Wasseralfinger Erzgrube. Schon vorstehend ist erwähnt, wie über längere Zeit, besonders nach Abschluss des Staats ­ vertrags zwischen Württemberg und Baden über die Kinzigthalbahn gemeint war, es werde von beiden Staaten gemeinschaftlich eine von Schiltach abzweigende Bahn über Schramberg zum Bodensee und zum Oberrhein gebaut werden. Hierauf aber fand sich die Grossberzogl. badische Regierung veranlasst, mit erheblich grösseren Ausgaben und ausschliesslich mit badischen Geldmitteln und auf badischem Gebiet, eine solche Bahn von Hausach über Trieberg und Villingen vorzubereiten, zu bauen und zu betreiben. Württembergischerseits wurde nun aus naheliegenden Gründen der Gedanke aufgegeben, eine Vollbahn von Schiltach aus in der bezeichneten Richtung herzustellen; dagegen wurde un ­ mittelbar nach Eröffnung der Gäubahn von dem Minister v. Mittnacht der Auftrag zur Bearbeitung des Projektes einer Sekundärbahn zwischen Schiltach und Schramberg erteilt und derselbe hierauf an Oberbaurat Morlok zur Erledigung überwiesen, worauf von demselben die bezüglichen Er ­ hebungen über die Bodenlage im Schiltachthal vorgenommen wurden. Da diese Sekundärbahn aber nicht die erste in Württemberg ist, welche vom Staate und auf Staatskosten ins Leben gerufen wurde, so erscheint es angezeigt, der ersteren zunächst den Blick zuzuwenden. Jene erste Sekundär ­ bahn mit 1 m Spurweite, welche schon im Jahre 1876 hergestellt wurde, ist die als erste Zahn ­ radbahn in Deutschland — vom Hüttenwerk Wasseralfingen zur Stiiferzgrube auf dem Braunenberg erbaute Bergbahn! Die Erbauung von Sekundärbahnen wäre für Württemberg schon früher angezeigt und wesentlich nützlich gewesen; dieselben hatten aber lange Zeit in Württemberg keinen Boden ge ­ funden. Es war insbesondere der Abgeordnete und langjährige vielvermögende Referent der zweiten Kammer, Moriz Mohl, der in allzugrossem Wohlwollen gegen die betreffenden Landesteile und im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit — weil er nämlich jeden Bezirk allen übrigen gegenüber für