209 Grubenhaus Wasseralfingen. schwer benachteiligt hielt, wenn seine Bahn nicht als Vollbahn ebenfalls erbaut würde — sich der Erbauung von Bahnen zweiter Ordnung entgegensetzte. Von der Regierung nicht eingebracht, bei der Verhandlung nicht unterstützt, war es be ­ sonders um deswillen nicht möglich, die Erbauung von Sekundärbahnen zu erwirken, weil die grosse Mehrheit der Volksvertretung der Ansicht war, es seien sämtliche Bezirke aus Staatsmitteln gleich- rnässig und überallhin mit Eisenbahnen zu belegen. So kamen denn Anträge, welche der ritterliche Abgeordnete Edmund Freiherr v. Ow in der Kammer eingebracht und welche, wohl motiviert, von dem Abgeordneten Oberbaurat Morlok begründet waren, nicht zur Verwertung. — Wir nehmen nun in Besprechung: VI. Bauperiode. Fünftes Kapitel. Berg- und Zahnradbahn Wasseralfingen. Dieselb! hat den Transport der früher mittels Landwagen beförderten Erze von der Grube des Braunenbergs zum Hüttenwerk Wasseralfingen zu bewerkstelligen. Die Anlage eines verbesserten Verkehrsmittels erschien um so mehr nötig, weil nach Erbauung und Betrieb des Walzwerks in Wasseralfingen die für nahe Lagerung der im Hüttenwerk erzeugten Schlacken dienenden Lager ­ plätze der Niederung ungenügend gross, fast ganz ausgenützt waren und die Verbringung dieser Schlacken vom Hüttenwerk auf die Höhe jener Erzgrube zugleich mit der Förderung der Erze zur Hütte zweckdienlich erschien und angestrebt wurde. 27