„Signale. auf freier Strecke. 383 1. Der Zug geht in der Richtung von A mach B (Abmeldesignal): einmal 6 unmittelbar hinter- einander folgende: Glockenschläge. 2, Der Zug geht in der Richtung von‘ B nach A (Abmeldesignal): zweimal dieselbe Anzahl‘ von Glockenschlägen. 3. Die Bahn wird bis zum nächsten fahrplan- mässigen Zuge nicht mehr befahren (Ruhe- signal): dreimal: dieselbe. Anzahl von Glocken- schlägen. 4, Es ist etwas Aussergewöhnliches zu erwarten (Gefahrsignal): sechsmal dieselbe Anzahl von Glockenschlägen. Sobald auf einer Station ein Abmeldesignal gegeben ertönen sämtliche Läutewerke der betreffenden‘ Bahn- strecke gleichzeitig. Dadurch soll es den Wärtern ermög- werden, die Übergänge rechtzeitig vor Ankunft des s zu schliessen. Die Wärter dürfen sich jedoch nicht auf die Abmeldesignale allein verlassen, sondern sie müssen ihren Dienst. auch nach Massgabe des Fahrplans versehen. Dies gilt namentlich für die Wärter an Übergängen, welche vom Zug unmittelbar nach Ertönen des Abmeldesignals er- reicht werden. Das ‚Ausbleiben eines‘ Läutewerksignals würde ‚niemals als Entschuldigungsgrund für ein Ver- säumnis des Wärters angesehen werden. Wenn auf einer einspurigen ‘ Bahn die Abfahrt eines Zuges in der einen Richtung durch das Abmeldesignal angezeigt oder ein Zug abgefahren ist und es erfolgt, bevor dieser Zug vor- beigefahren ist, von der andern Richtung her ebenfalls das Abmeldesignal, so haben die Wärter jeden sich nähernden Zug mittels des Haltsignals aufzuhalten und dem Zug- meister von dem in /entgegengesetzter Richtung erfolgten Abmeldesignal Meldung zu machen. Ebenso hat auf ein- spurigen Bahnen jeder Bedienstete eines Zuges, sobald er ein Abmeldesignal von der entgegengesetzten Richtung hört, sofort das Anhalten des Zuges zu veranlassen. Der Zugmeister Hassler, Die elektrischen Signal-Einrichtungen, 8