Zugmeldeapparate. 61 lässt ‚diesen dem Telegraphisten zustellen, worauf die Ab- telegraphierung erfolgt. ‚Der Zettel bleibt beim Telegra- phisten, Andere, durch die Zugmeldeapparate zu vermittelnde Telegramme, insbesondere diejenigen über Kreuzungs- und Überholungsverlegungen sind in das „Telegrammbuch“ einzu- tragen oder auf; ein gewöhnliches Bahndienstformular nieder- zuschreiben. . (Im übrigen zu vrgl. die Anweisung für Be- dienung und Unterhaltung der Zugmeldeapparate (Distanz- apparate) Anhang VIII zu den Fahrdienstvorschriften.) Die. telegraphische Korrespondenz selbst wird folgender- massen eingeleitet. Zum Zweck des Anrufs tritt der Beamte auf denjenigen Hebel des Fussumschalters, welcher der be- treffenden Bahnrichtung entspricht und unterbricht darauf den Strom durch Heben des Morsetasters. Der Wecker der ge- rufenen Station, welcher nach abgefallenem Anker sich als Selbstunterbrecher des Stroms im kurzen Schluss der Stations- batterie befindet, tritt in Thätigkeit. (Der Wecker der rufen- den Station bleibt in Ruhe, weil der Strom der eigenen, sowie der fremden Linienbatterie beim Tasterheben unterbrochen wird.) Der Beamte der gerufenen Station tritt nach ‚einge- gangenem Klingelzeichen seinerseits den entsprechenden Um- schalthebel nieder und meldet sich unter Nennung des Sta- tionsnamens mit dem Morsetaster. Der telegraphische Verkehr findet‘ nur von Station zu Station statt; da die Läutewerksleitung von beiden Seiten her auf jeder Station zur Erde führt. Während der Ruhe zirkuliert der Strom von 8—12 Zink-Kupfer-Elementen. von der oben beschriebenen Form, welche gleichmässig‘ auf die beiden Stationen verteilt sind, bei eingeschalteten Apparaten tritt. eine Lokalbatterie von 2 Elementen noch hinzu. Damit die Läutewerke, welche sich beständig: im Batterie-Strom- kreis befinden, nicht zur Auslösung kommen, müssen die Spiralfedern der Läutewerks-Elektromagnete so stark gespannt sein, dass der Auker nicht angezogen wird. Dagegen müssen die Ankerfedern der‘. gleichfalls im Stromkreis ‚liegenden Klingelwerke so. reguliert‘ werden, dass der Anker von. den