64 Die elektrischen: Signaleinrichtungen. C. Blockapparate. Das vorstehend beschriebene System der Zugmelde- apparate lässt sich wie schon erwähnt auf solchen Bahn- strecken nicht mehr leicht durchführen, wo die Zahl der hintereinander zu befördernden Züge gross ist, So dass die zwischen zwei Zügen verfügbare Zeit kleiner wird als die Fahrzeit eines Zugs zwischen zwei Stationen beträgt, weil das Verfahren der Anmeldung und Abnahme der Züge trotz der Kürze der telegraphischen Mitteilungen immerhin eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Es hat sich: das Be- dürfnis ergeben, nach einfacheren Mitteln. zu Suchen, als welche sich die elektrisch-optischen und die elek- trisch-akustischen Signalzeichen erwiesen haben, weil zu deren Hervorbringung und Wahrnehmung nur eine äusserst kurze Zeit nötig ist; erforderlichenfalls werden solche Bahnstrecken noch durch Zwischenschalten von Signal- stationen in Sektionen geteilt. Die Signalisierung der Züge auf den in Rede stehenden Bahnstrecken wird Block- signalisierung und die hiezu verwendeten Apparate werden „Blockapparate“ genannt. Blockapparate kommen auf der doppelspurigen, sehr verkehrsreichen Hauptbahn Bretten— Ulm, ferner auf den doppelspurigen Strecken Eppingen— Crailsheim und auf der Strecke Cannstatt—Waiblingen, sowie Plochingen — Unter- boihingen zur Anwendung; ausserdem sind auf den Strecken Bretten — Maulbronn und Beimerstetten— Ulm, wo die Ent- fernung über 7 km beträgt, ferner zwischen: Stuttgart— Cannstatt, Stuttgart-Feuerbach, Geislingen— Gingen, bei dem Haltepunkt Kuchen und bei dem Bahnwärterposten 73, auf den Lokalzugshaltepunkten Ober-Esslingen und Zell, zwischen Plochingen— Unterboihingen und Cannstatt—Fellbach Signal- zwischenstationen eingeschaltet, um die Leistungsfähigkeit dieser. Strecken zu erhöhen. Durch die Einlegung der ge- nannten Signalzwischenstationen wird die betreffende Bahn- strecke in zwei Sektionen zerlegt und es hat, die Signal-