WR 88 Die elektrischen Signaleinrichtungen. Wo es für notwendig erachtet wird, die Ablenkung der Züge vom durchgehenden Gleise durch Signale an einem und demselben Signalmaste kenntlich zu machen, erhält der letztere zwei oder drei Arme und die gleiche Zahl Laternen über einander. Die unteren Arme und Laternen werden zur Signalgebung nur verwendet, wenn eine Ablenkung vom durchgehenden Gleise stattfinden Soll; beim Haltsignal und beim Fahrsignal für das durchgehende Gleis sind die unteren Arme senkrecht gestellt und zeigen die unteren Laternen kein Licht. Die dem Zuge entgegen rotes oder kein Licht zeigenden Laternen müssen nach rückwärts volles weisses Licht und die dem Zuge entgegen grün leuchtenden La- ternen müssen nach rückwärts teilweise geblendetes weisses Licht (Sternlicht) zeigen. Die Signale am Signalmaste mit mehreren Armen sind zu geben wie folgt: Halt für das durchgehende und abzweigende Gleis (9): Bei Tage: Oberster Signalarm nach rechts wagr echt gestellt. Bei Dunkelheit: Rotes Licht der obersten Signallaterne. Fahrt frei für das durchgehende Gleis (10): Bei Tage: Oberster Signalarm schräg rechts nach oben gestellt. Bei Dunkelheit: Grünes Licht der obersten Signal- laterne. Fahrt frei für ein abzweigendes Gleis (11): Bei Tage: Zwei (bezw. die beiden oberen) Signalarme schräg rechts‘ nach oben gestellt. Bei Dunkelheit: Grünes Licht der beiden (bezw. der beiden‘ oberen) Signallaternen. Ausführungsvorschriften zu den vorstehen- den Signalen nach der württembergischen Signal- ordnung. Die Signale (7—11) ‚am Signalmast dienen als Ein- fahrtssignale, Ausfahrtssignale, / Blocksignale (s. 0. 8: 176)