9 Kontinents. Ihr aufgebogener bogenförmiger Außenrand sind die japanischen Inseln. Sie selbst ist auch noch von Wasser bedeckt, dem japanischen Meer. Dies ist aber nur noch 2—3000 m tief, liegt also 5—6 Kilometer höher als der Boden des Japantiefs. Daran schließt sich als nächste Stufe die Mandschurei. Ihr aufgebogener Ostrand sind die reichen Waldgebirge am Westufer der Japansee und ihre Fortsetzung, die Grenzgebirge gegen Korea und die Berge der Halbinsel Liautung. Ihre welligen Niederungen selbst liegen jetzt über dem Meeresspiegel, wenn auch nur wenige hundert Meter. Ja im Süden tauchen sie noch unter die Oberfläche des ganz flachen inneren Gelben Meeres hinab. Ihren sie dagegen um 2000 m mauerförmig überhöhenden Westrand bildet das Gebirge des Gro ­ ßen Khingan, das seinerseits wieder der aufgebogene Ostrand der letzten, innersten Landstufe, der Gobi, ist. Nicht ganz so unmittelbar ins Auge springend, aber im Grunde ganz ebenso ist es auch weiter im Süden. Das Japantief setzt sich, nur um ein Kleines weniger tief, auch südwärts fort, im Osten des Bogens der Riu-kiu-Inseln, Formosas und des dann beginnen ­ den Philippinenbogens. Diese bilden den Ostrand der nächsten Stufe, des flachen ostchinesischen sowie des südchinesischen Meeres, die der Stufe der Japansee entsprechen. Es folgt dann im Westen der so wunderbar regelmäßig geschwungene Bogen der chinesischen Küste. Ob er tektonisch ganz so zu deuten ist, wie die äußeren Bögen, ist noch strittig; jedenfalls begrenzt er aber unzweifelhaft den Osten einer höheren Landstaffel. Diese ihrerseits wird im We ­ sten wiederum von den bogenförmig geschwungenen Rändern einer nächsthöheren Stufe begrenzt. Steil stürzt im Norden diese Stufe zu den Niederungen der großen Chinesischen Ebene hinab, deren Rand von hier aus, ganz wie der Khingan, als dessen Fortsetzung er erscheint, den Eindruck einer imposanten Gebirgskette von Höhen zu 2000 und mehr Metern macht, während sie gegen Westen zu den im Durchschnitt wesentlich höher als die Ebene gelegenen Plateaus und Becken des nordwestlichen China absinkt. Minder deutlich tritt auf dem Kartenbilde der Stufenbau weiter im Süden hervor. Vor ­ handen ist er aber auch. Wer einmal auf dem berühmten Aussichts ­ punkt des Pyramidenberges bei Itschang am Yangtsekiang gestan ­ den und nach Westen geschaut hat, der wird den gewaltigen An ­ blick nicht vergessen, wie dort über dem Hügellande seiner Um ­ gebung der Randabfall des 1—2000 Meter höher gelegenen west ­ lichen Chinas in Gestalt eines majestätisch geschlossenen Mauer ­