50 landseroberungen zu verstärken, nachdem es in Korea festen Fuß gefaßt hat, auch das Vorland, die Mandschurei, mit ihren gewaltigen Bodenschätzen und ihrer so entwicklungsfähigen Landwirtschaft, sich zu sichern und schon mit der erkennbaren Absicht zur Abrun ­ dung militärisch schwer zu verteidigender Gebiete auch Teile der Mongolei unter seine Botmäßigkeit zu bringen. Das japanische Meer soll wirklich ein japanisches, sozusagen ein Binnengewässer werden, das durch Minensperren und Unterseeboote nach außen unschwer abzusperren und bei kriegerischen Verwicklungen leicht zu vertei ­ digen wäre, so daß der Widerstand des kontinentalen und des Insel ­ japan, also des künftigen Groß-Japan, mit seinem Binnenaustausch von Agrarprodukten und Bodenschätzen, gegen äußere Gegner auf eine ganz neue Basis gestellt würde. Japan möchte rechtzeitig der Möglichkeit Vorbeugen, daß ihm dereinst von künftigen Gegnern ein „deutsches Schicksal“ bereitet würde. Die rein bevölkerungs ­ politischen Absichten, etwa in den neueroberten Gebieten den Ge ­ burtenüberschuß unterzubringen, treten gegenüber diesen groß ­ politischen Bestrebungen zurück. Japan betreibt ja zu gleicher Zeit eine von der Welt wenig beachtete, aber um so zielsicherere Aus ­ wanderungspolitik nach bevölkerungspolitisch günstigeren Gebieten Südamerikas und Mittel amerikas und bringt alljährlich schon jetzt Zehntausende seiner Landsleute in Siedlungen und Gebieten unter, wo es künftig, wenn es erst wirklich ein „Groß-Japan“ geworden ist, ein Wort mitzusprechen haben wird. Was den fernen Osten selbst anlangt, so scheint es fast so, als ob man die Begründung für das Vorgehen in der Mandschurei: man brauche neues Siedlungs ­ land für den Geburtenüberschuß, bereits aufgegeben habe oder wenigstens zurückstellt, nachdem feststeht, daß weder Korea, noch die ja schon bisher stark der japanischen Kontrolle unterworfene Mandschurei irgendwie nennenswerte Mengen japanischer Bevölke ­ rung in den letzten Jahrzehnten aufgenommen haben, noch in den kommenden Jahrzehnten werden aufnehmen können, da der Ja ­ paner als Siedler und Arbeiter dem kräftigeren und einfacheren, willigeren und billigeren chinesischen Konkurrenten kaum gewach ­ sen sein wird. Immerhin mag man neben den militärischen und wirtschaftlichen Zielen auch noch an die Unterbringung von Hun ­ derttausenden oder sogar von ein paar Millionen von Technikern und Ingenieuren, Beamten und Soldaten, Kaufleuten und Händlern denken, wie das eine kommende kapitalistische Durchdringung der neueroberten Gebiete mit sich brächte. Der japanische Angriff auf