489 1. Unterböbingen. Zu Unterböbingen (jetzt OA. Gmünd), 10,1 km ostnord- östlich Gmünd im Remstal, sass noch im 14. Jahrhundert Orts- adel. Fin Teil des Orts gehörte seit dem 14. Jahrhundert von Gmünder Geschlechtern her dem Kl. Gotteszell und andern Gmünder pia carpora. Der Ritterbesitz mit weiteren Gütern war seit dem 15. Jahrhundert wöllwarthisch und kam von wöll- warthschen Erben über Blarer v. Wartensee, v. Erolzheim, das adelige Fräuleinstift St. Stephan in Augsburg 1715 an das 10 Kapitel in Ellwangen, blieb aber der Reichsritterschaft steuer- bar. v. Wöllwarth und ihre Nachfolger und Gmünd teilten sich in die Dorfherrschaft. il 1. Gerichtsordnung. 1499. Aus einem gleichzeitigen Pergamentlibell, kl.-Quart, 10 Bl., im K. Staats- Ffilialarchiv. Uff Mitwochen vor Aller Gottes Hailigentag anno domini 99 hat der edel und vest junkher Wolfgang von Welwart in beywesen der edeln und vesten seiner vettern junkher Jörgen und junkher 20 Hainrichs von Welwart, ouch der ersamen und weisen Hansen Scheurers alten burgermaisters, Jacob Brügels des ratz und Rudolf Ästlis des stattschreibers zu Geminde zü Undernböbingen das ge- richte, so seiner vestikait von der küngklichen maiestet zü machen und zu haben vergunt worden ist, verordnet wie dann das von 25 dem schulthaissen und den richtern zu Bäbingen oder Louben 3 wa dann sein vestikait das haben wirt gehalten werden soll, wie danne von ainem stucke an das ander söllichs aigentlich hernach geschriben stet und erstlich so Vvolgent hernach die zwen aide des schulthaissen und der richter, wie sie die swern söllen als sie 30 dann jetz getan haben und darnach das ander so zü dem gerichte dient und gehört und füro allweg thün söllent. ') Laubach s. oben.