Bemerkungen zu meiner Theorie des farbigen Lichtes. 103 Erfahrung, die man als eine Instanz gegen meine "Theorie geltend machen zu müssen glaubte, zu einem schönen Be- weise mehr für die Richtigkeit sowohl, wie für die Anwend- barkeit derselben auf das farbige Licht der Gestirne! s1% Ich kann mir nicht versagen, am Schlusse der gegen- wärtigen Abhandlung noch auf einige bemerkenswerthe Be- obachtungsdaten hinzuweisen, an denen sich vielleicht die Richtigkeit meiner Theorie noch in der kürzesten Zeit und auf die leichteste Art erproben liesse, und die es mir jeden- falls zu verdienen scheinen, dass sie insbesondere von den beobachtenden Astronomen einer eben so unparteiischen und sorgfältigen Prüfung unterzogen werden, wie dies rück- sichtlich der erwähnten akustischen Thatsachen durch Herrn Ballot bereits geschehen ist. Was zwar die Farbände- rung der Sterne anbelangt, so dürfte es bei der geringen Zahl bisher hierüber gemachter Beobachtungen und bei der Unbekanntschaft mit den eigenthümlichen Farben der Sterne eben so schwer halten, die Anwendbarkeit meiner "”’heorie durch sie zu bestätigen, wie sie zu widerlegen, und wir müssen diesfalls wahrscheinlich die Zeit abwarten, wo uns in grosser Zahl ganze Umlaufscyklen mit den wahrgenom- menen Farbänderungen vorliegen werden. Allein der Him- mel bietet ja noch mehrere andere Erscheinungen dar, die mir schon dermalen für den erwähnten Zweck zureichend erforscht zu sein scheinen. Zevor ich jedoch auf diese selber übergehe, muss ich noch auf einen zwar schon im $ 9 besprochenen Umstand nochmals aufmerksam machen, der mich von der allergröss- ten Wichtigkeit zu sein dünkt. Wenn weisses oder ein farbiges Licht für uns unsichtbar wird, so ist die Ursache hiervon meistentheils nicht die, dass die Schwingungszahl des- selben zu hoch oder zu gering ist, sondern hauptsächlich und fast immer wird der Grund hiervon in der zu geringen Intensität desselben, d. i. in der Schwäche der Aetherschwin- gungen, zu suchen sein. — Gesteht man daher irgend einen [30] Einfluss der Bewegung auf die Intensität zu, so ist klar, dass man zum völligen Unsichtbarwerden eines bereits schon schwach leuchtenden oder beleuchteten Objects nicht eine Geschwindigkeit von 33 Meilen in der Secunde ‘ vorauszu-