182 Weberchronik von Clemens Jäger noch will ich, domit diser Handel nicht entgentzt werde, disen des rats brieff, zu dem allem» auffgericht, auch hieher setzen, wölicher von wort zu wort also lautet: Wir, die ratgeben, die zu den zeiten ratgeben warend, und wir die burger gemaincklich, reich und arm der statt Augspurg, versehen » und tun kund mencklich offenlich mit disem brieffe für uns und all unser nachkamen, daß wir etc. — Am Ende nach den Unterschriften der neu gewählten Ratsherren das Datum: Das geschach nach der gebürt Christi im 1368. jar an dem nechsten sambstag vor samt Thomas weyennächten. [Öfter gedruckt.] * 10 [61b] Diser ratgeben insigel send der zeit noch unbewußt, derhalben sie alhie conterfetisch zu machen underlassen werden müssen, es ist auch zu besorgen, daß diser brieff laider verloren seid?. Als nun alle fach, so zu dem zunftlichen stand und regiment [ge ­ hört], von ainer erbern gemaind, reich und arm, alhie aufgerichtet ward, 15 da hat am erberer rat sein eerliche legation und botschafft zu kaiser Caroln gen Prag abgefertigt mit bevelch, daß Sein kaiserliche maiestat das angefangen zunftlich regiment, so alhie zu Augspurg, Seiner mt., dem reich und gemainer stat zu eern, nutz und wolfart aufs- und an ­ gerichtet worden wer, gnedigclich bewilligen, confirmiern und bestäten 20 soll, welliche bewilligung und bestätigung der hochloblich kaiser Carolus denen von Augspurg under Seiner maiestat grossem anhangenden insigel und guldin bulla gnedigclichen verlihen und geben hat. in welchem brief, den ich selbs in meinen Händen gehabt und gelesen hab, mit austrucklichen Worten beschriben steet, daß Sein mt. das 25 zunftlich regiment dem reich und gemainer stat zu Augspurg zu eern, nutz und friden zugebe, bewillige und bestäte. daraus wol abzunemen ist, daß der hochweis kaiser Carolus die zunftliche regierung dem Hailigen reich als für nützlich, eerlich und gut zusein angesehen, erkent a)domalen c b) Statt des letzten Satzes heißt es in o: es ist auch diser brief laider lang nicht gesehen worden; in d: es ist auch diser brief verloren. uns auch vollen gewalt genomen und usgedinget, dise vorgeschriben gefaßte und artickel ze bezzern, als ofst und als dick wir wollen und uns duncket, das wir die nach dez ratez und der zunfftmaister rat gebezzern und baz erluhten mugen." 1. Drucke in Langenmantels Historie des Regiments usw., S. 43ff.; Braun, Piac., Notitia, iv, ©.133—hier wie dort fehlerhaft; genau in Frens- dorfss Beil. > zu Chron. A, S. 135, nach dem Original im Hauptstaatsarchiv zu München — einer Pergamenturkunde mit dem großen Stadtsiegel in gelbem Wachs und 31 kleineren Siegeln der unterschriebenen „Herren" und „Zunftmeister"— und in Meyers Augsb. Urk.-B., II, Nr. 612, S. 148. 2. Wo war er 1544 wohl „verwahrt", da ihn Jäger nicht finden konnte?