248 Weberchronik von Clemens Jäger III. Teil [206»] Hie nachvolgendt die burgermaister der erberen zunfft von Webern, so sy seydt ansang der zunfften ge- hapt haben: Herr Ulrich Artzett, burgermaister 1424. [Bl. 206b] Bild [207a] Herr Ulrich ArtzetU aus der erberen zunft von weberen ist des 1424. jars mit Herren Sepastion Jlsung burgermaister gewesen, und des 1426. jars ist er aintweders von rue und fridens oder aber seiner narung, Handels und gelegenhait wegen mit auffgeben seines burck- rechtens, auch mit verwilligung des rats gen Niernberg gezogen und aldo sein leben erlich beschlosst. Herr Joß Artzett, burgermaister 1432. [206b] Bild [208 a] Herr Jos Artzett aus der erberen zunft von weberen ist des 1432. jars mit Herr Stephann Hangenor burgermaister alhie gewesen, und nachdem und er sein burgermaisterampt mit höchstem fleis und eren volbracht hat, ist er des andren jars in seinem baumaisterampt erlich verschiden. dem Gott ein freliche urstendt verleichen welle! amet. Herr Niclaus Schaller, burgermaister 1480. [208b] Bild [209a] Herr Niclas Schaller aus der erberen zunft von weberen, welicher das burgermaisteramt anfencklich im 1480. jar von ainem felschten roten tuechern dardurch in abfall kamen würd, zudem daß neben dem bürgerlichen aide järlich verlesen und geboten wiert, daß sich kam burger oder inwoner understeen soll, ainich tuch rot zu särben oder särben zu lassen, es sei dann zuvor weiß plaicht und geschaut, so ist erkannt, daß solch und dergleichen rosin oder aus presil gefärbte tuch sürohin in diser stat nit sollen gefärbt, geschaut, besigelt, kaufst noch verkaufst werden; doch sollen gedachtem Mair die arrestierten tücher widerumb zugestellt und durch ine in ainer andern breuchlichen und zuelässigen beisarb verferbt w erden." — Über den hier genannten Ambrosius Mail, einen Kaufmann, s. die Notiz in Bd. V I I, S. 467, 71. 1. Eine Arzt darstellende Figur findet sich aus dem großen Aquarell, das unter der Bezeichnung „Der Augsburger Geschlechtertanz von 1522" bekannt und von Habich im Jahrb. der K. preuß. Kunstsammlungen 1911, Heft IV, mit begleiten ­ dem Text reproduziert ist. S. dort S. 13 und 14. 2. S. Beil. V, 1. 3. S. Beil. V, 2. 5 1» 15 20