13 anwenden. Je länger die Feilspäne sind, desto schönere Funken ge ­ ben sie, die sich wie die Strahlen der Sonne ausbreiten. Man unterscheidet drei Arten von Feilspanen, grobe, Mittel- sorte, und feine. Man wendet die Eisenfeilspane zu dem Zwecke an, um mit Noth vermischte weiße Funken zu erhalten. §. 6. Stahlfeilicht. Der Stahl besteht in der Regel aus Eisen und andern ver ­ brennlichen Stoffen, die diesem hinzugesetzt werden, um ihn zu rei ­ nigen und harter zu machen, so wie auch der natürliche Stahl aus solchen Stoffen besteht. Der Stahl entzündet sich wie Eisen, ist jedoch diesem darin vorzuziehen, daß er mehr entzündliche Stoffe enthält, die bei der Verbrennung ein schöneres Ansehen hervorbrin ­ gen. Die Stahlspane werden feiner und länger, indem sie dichter und elastischer sind, und enthalten weniger erdige Materien; sie er ­ halten sich langer, ohne zu rosten. Da der Stahl nicht so viele Po ­ ren als das Eisen hat, so widersteht er auch längere Zeit feuchten und zerfressenden Auflösungsmitteln. Um die Güte des Eisen- oder Stahlfeilicht zu prüfen, läßt man einiges auf eine brennende Kerze oder ein brennendes Stück Papier fallen; erheben sich dann hohe strahlende Funken, so sind die Späne gut; fallen sie dagegen ohne Strahlen nieder, so ist dies ein Zeichen, daß das Eisen sehr unrein war und noch viele erdige Theile enthielt. Dasselbe geschieht, wenn die Spane rostig sind. §. 7. Gußeisenfeilicht. Gußeisen ist weiter nichts, als geschmolzenes Eisen, was seiner erdigen Theile beraubt und dagegen mit brennbaren ge ­ schwängert ist, welche es schmelzbar und spröde machen. Der Feuer ­ werker wendet das Gußeisen entweder als Feilspäne oder als zersto ­ ßenes Pulver an. Man erhalt die Gußeisenspane durch Abdrehen dieses Metalls; sie werden sehr lang und die Drechsler nennen sie Drehspane. Das Gußeisen bringt den schönsten Effect in den Feuer ­ werken hervor; reiner als Eisen und Stahl von fremdartigen Stof ­ fen, strahlt und glanzt es mehr. Gewöhnlich wendet man cs zum chinesischen und mitunter auch zum Brillantseuer an; im letztem ist seine Wirkung doch nicht so angenehm, als die der Stahlfeilspäne, weil die Strahlen nicht so scharf werden, indem es durch sein Schmel ­ zen Feuerblumen gibt, die von den Strahlen der Eisen- und Stahl ­ feilspäne sehr verschieden sind. Die Stahlspäne geben wellenförmige